Alles im „grünen Bereich“
Montag, 17. November 2003, 15:30 Uhr
Nordhausen (nnz). Im Südharz-Krankenhaus sieht alles ganz gut aus. So beschreibt Geschäftsführer Antonius Pille die Situation des kommunalen Krankenhauses. Doch es ist auch nur eine Momentaufnahme. Mehr dazu mit einem Klick auf MEHR.
Die wirklich guten Nachrichten zuerst. Im Südharz-Krankenhaus muß keine Leistung reduziert werden, künftig überlege man, ob und wie die Mitarbeiter am Gewinn beteiligt werden können. In diesem Jahr werde wieder eine kleine schwarze Zahl geschrieben. So umriß Antonius Pille im Kreisausschuß den Ist-Zustand der Einrichtung.
Kleine Probleme tauchen jedoch am Horizont des Ärztebereiches auf. Es gebe ein Zuwenig an Ärzten in Deutschland und das erkenne die Ärzteschaft. Das Problem hat Nordhausen noch nicht erreicht. Wohl auch deshalb nicht, weil das Haus in seiner Größe sehr interessant für die Ausbildung der Assistenten ist. Hier könnten fast alle Bereiche angeboten werden. Zudem ist das Südharz-Krankenhaus seit dem 1. Oktober wieder Lehrkrankenhaus der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
Gebaut wird im Nordhäuser Norden immer. Nach dem Abschluß der Sanierung des Bettenhauses 2 sind die Handwerker derzeit mit dem Aufpeppen des Bettenhauses 1 beschäftigt. Auch hier werde vorfinanziert, schließlich wolle man Ende 2005, Anfang 2006 mit den Arbeiten fertig sein, so Pille und nicht im Jahr 2008. Und es geht weiter. Die ersten Planungen für das Bettenhaus 3 (Psychiatrie) seien beim Staatsbauamt eingereicht. Das wird dann noch einmal 17 bis 20 Millionen Euro kosten. Das Krankenhaus ist mit 1.800 Mitarbeitern nicht nur der größte Arbeitgeber im Nordthüringer Ländle, sondern auch eine feste Größe, wenn es um Aufträge für die hiesige Wirtschaft gehe.
Die politischen und die daraus resultierenden finanziellen Rahmenbedingungen bereiten dem Geschäftsführer jedoch mehr und mehr Sorgen. Wir müssen uns selbst helfen und diskutieren mit den Gesellschaftern (Stadt und Landkreis Nordhausen) sowie den leitenden Mitarbeitern über neue Modelle, die letztlich auf den Erhalt als kommunale und leistungsfähige Einrichtung hinauslaufen, berichtete der Geschäftsführer. Doch die Budgetierung und neue Abrechnungssysteme stellen die Mitarbeiter fast täglich vor neue Herausforderungen.
Schließlich ist das Südharz-Krankenhaus in Thüringen die größte Einrichtung in kommunaler Trägerschaft. Und es hat eine Größe erreicht, die sein Überleben sichert. In Selbstgefälligkeit wird aber an der Robert-Koch-Straße niemand verfallen. Mit 75 Prozent sind die Personalkosten der dickste Brocken im Etat, hier könne nach neuen Lösungen gesucht werden. Doch irgendwo ist dann die Schmerzgrenze erreicht. Das Nordhäuser Krankenhaus wird seine Existenz auch künftig nachweisen müssen, der Markt ist hart umkämpft. Doch weder Antonius Pille noch die Gesellschafter denken nicht im Entferntsten daran, das in den zurückliegenden Jahren und Jahrzehnten Gewachsene zu verschachern. Das machte heute auch noch einmal CDU-Fraktionsvorsitzender Egon Primas im Kreisausschuß deutlich. Und den Dank, den Primas an die Belegschaft hinterher schob, den kann die nnz vollauf teilen.
Autor: nnzDie wirklich guten Nachrichten zuerst. Im Südharz-Krankenhaus muß keine Leistung reduziert werden, künftig überlege man, ob und wie die Mitarbeiter am Gewinn beteiligt werden können. In diesem Jahr werde wieder eine kleine schwarze Zahl geschrieben. So umriß Antonius Pille im Kreisausschuß den Ist-Zustand der Einrichtung.
Kleine Probleme tauchen jedoch am Horizont des Ärztebereiches auf. Es gebe ein Zuwenig an Ärzten in Deutschland und das erkenne die Ärzteschaft. Das Problem hat Nordhausen noch nicht erreicht. Wohl auch deshalb nicht, weil das Haus in seiner Größe sehr interessant für die Ausbildung der Assistenten ist. Hier könnten fast alle Bereiche angeboten werden. Zudem ist das Südharz-Krankenhaus seit dem 1. Oktober wieder Lehrkrankenhaus der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
Gebaut wird im Nordhäuser Norden immer. Nach dem Abschluß der Sanierung des Bettenhauses 2 sind die Handwerker derzeit mit dem Aufpeppen des Bettenhauses 1 beschäftigt. Auch hier werde vorfinanziert, schließlich wolle man Ende 2005, Anfang 2006 mit den Arbeiten fertig sein, so Pille und nicht im Jahr 2008. Und es geht weiter. Die ersten Planungen für das Bettenhaus 3 (Psychiatrie) seien beim Staatsbauamt eingereicht. Das wird dann noch einmal 17 bis 20 Millionen Euro kosten. Das Krankenhaus ist mit 1.800 Mitarbeitern nicht nur der größte Arbeitgeber im Nordthüringer Ländle, sondern auch eine feste Größe, wenn es um Aufträge für die hiesige Wirtschaft gehe.
Die politischen und die daraus resultierenden finanziellen Rahmenbedingungen bereiten dem Geschäftsführer jedoch mehr und mehr Sorgen. Wir müssen uns selbst helfen und diskutieren mit den Gesellschaftern (Stadt und Landkreis Nordhausen) sowie den leitenden Mitarbeitern über neue Modelle, die letztlich auf den Erhalt als kommunale und leistungsfähige Einrichtung hinauslaufen, berichtete der Geschäftsführer. Doch die Budgetierung und neue Abrechnungssysteme stellen die Mitarbeiter fast täglich vor neue Herausforderungen.
Schließlich ist das Südharz-Krankenhaus in Thüringen die größte Einrichtung in kommunaler Trägerschaft. Und es hat eine Größe erreicht, die sein Überleben sichert. In Selbstgefälligkeit wird aber an der Robert-Koch-Straße niemand verfallen. Mit 75 Prozent sind die Personalkosten der dickste Brocken im Etat, hier könne nach neuen Lösungen gesucht werden. Doch irgendwo ist dann die Schmerzgrenze erreicht. Das Nordhäuser Krankenhaus wird seine Existenz auch künftig nachweisen müssen, der Markt ist hart umkämpft. Doch weder Antonius Pille noch die Gesellschafter denken nicht im Entferntsten daran, das in den zurückliegenden Jahren und Jahrzehnten Gewachsene zu verschachern. Das machte heute auch noch einmal CDU-Fraktionsvorsitzender Egon Primas im Kreisausschuß deutlich. Und den Dank, den Primas an die Belegschaft hinterher schob, den kann die nnz vollauf teilen.
