Wer macht Sommertheater?
Donnerstag, 07. Juni 2012, 08:06 Uhr
In der Grimmelallee hat eine Gruppe Schauspieler mit den Probenarbeiten zur Komödie "Die Streiche des Scapin" begonnen, die Ende Juni aufgeführt wird. nnz hatte die Gelegenheit dort einige Fragen zu stellen.
Seit März existiert in Nordhausen ein neuer Theaterverein, der sich die Aufführung von Schauspielen auf die Fahnen geschrieben hat. Name der Unternehmung ist "Extemporé", was in der Theatersprache improvisieren und aus dem Stegreif spielen bedeutet.
Mit dem Vereinsvorsitzenden Olaf Schulze sprach die nnz.
Schulze (Foto: privat)
nnz: Ein Theaterverein, der professionelle Schauspielinszenierungen in Nordhausen anbietet. Wollen Sie dem Nordhäuser Theater Konkurrenz machen?
Schulze: Nein, ganz im Gegenteil sollen unsere Schauspielprojekte Ergänzungen zum musiktheatralischen Angebot des Theaters Nordhausen sein. Und wir beginnen mit einer Komödieninszenierung mit ganzen fünf Vorstellungen für eine Freiluftaufführung im Sommer.
nnz: Nämlich mit Molières "Streiche des Scapin" im Innenhof der Echter Nordhäuser Traditionsbrennerei. Warum gerade dieses Stück und wie kam es zum Kontakt mit der Brennerei?
Schulze: Die Idee, unterhaltsames und niveauvolles Sommertheater im Nordhäuser Kultursommer anzubieten, gibt es schon länger. Im letzten Herbst konkretisierten sich die Pläne in Gesprächen mit Kulturamtsleiterin Dr. Klose. Für einen vergnüglichen Theaterabend mit einer klassischen Komödie gibt es kaum ein besseres Stück als Molières "Die Streiche des Scapin". Und keinen schöneren Platz als den romantischen Innenhof der Traditionsbrennerei. Die Verantwortlichen dort sind sehr engagiert und theaterinteressiert. Nach Frank Sieckels tollem Soloabend mit Süßkinds "Kontrabass" rannten wir hier weit geöffnete Türen ein.
nnz:: Wer sind diese "wir"?
Schulze: Eine bunte Mischung Theaterverrückter vom Schauspieler bis zum Steuerberater, von Studierenden bis zur Maskenbildnerin. Gründungsmitglieder des Vereins waren unter anderem der bekannte Nordhäuser Schauspieler Matthias Mitteldorf und Ex-Intendant Hubert Eckart. Herr Mitteldorf wird auch gleich die Titelrolle spielen.
Probenfoto aus der Grimmelallee: Matthias Mitteldorf mit Heide Binder
nnz: Wer spielt noch mit und wie wird das Projekt finanziert?
Schulze: Freie Schauspieler aus Nordhausen, Erfurt, Leipzig, Berlin und Bonn treffen sich hier wieder. Die meisten kennen sich von gemeinsamen Arbeiten im Harzer Bergtheater und der Rübeländer Baumannshöhle. Die Vorbereitung der Inszenierung mit der Anschaffung von Bühne und Kostümen wird aus Fördermitteln und mit Sponsorengeldern getragen. Danach geht es mit Werbe- und Sponsorengeldern und auf Einspielbasis weiter, so ähnlich wie englische Theaterproduktionen funktionieren. Ohne die großzügige Unterstützung der Stadt Nordhausen, der Stiftung der Kreissparkasse Nordhausen und der Rotkäppchen - Mumm Sektkellerei wäre das ganze Projekt aber überhaupt nicht möglich gewesen.
nnz: Wann hebt sich der Vorhang zum ersten Mal?
Schulze: Also eigentlich gar nicht, denn es wird keinen Vorhang geben, sondern eine freie leere Bühne, auf der die Schauspielkunst der Darsteller und der hervorragende Text des genialen Dramatikers Molière wirken sollen und keine Aufbauten und Möbel. Premiere ist am Freitag, 29. Juni um 20.30 Uhr, dann wird es am Samstagabend 30. Juni eine weitere Vorstellung geben und am Sonntag, 1. Juli eine Nachmittagsvorstellung. Das sind übrigens auch sehr fußballfreundliche Termine, die exakt zwischen Halbfinale und Finale der anstehenden EM liegen.
Die nnz wünscht viel Erfolg bei dieser Unternehmung und wird kurz vor der Premiere zwei Eintrittskarten verlosen.
Der Kartenvorverkauf zum Preis von 18,- Euro (ermäßigt 12,-) ist im Ticket Center Thüringen, der Echter Nordhäuser Traditionsbrennerei und der Bibliothek in Bleicherode angelaufen. Für die Abendvorstellungen kann zusätzlich ein mediterranes "Scapin-Menü" zum Preis von 11,- Euro gebucht werden. Weitere Informationen über www.extempore-theater.de, Auskünfte über info@extempore-theater.de oder über 0 15 77 – 157 64 28.
Autor: nnzSeit März existiert in Nordhausen ein neuer Theaterverein, der sich die Aufführung von Schauspielen auf die Fahnen geschrieben hat. Name der Unternehmung ist "Extemporé", was in der Theatersprache improvisieren und aus dem Stegreif spielen bedeutet.
Mit dem Vereinsvorsitzenden Olaf Schulze sprach die nnz.
Schulze (Foto: privat)
nnz: Ein Theaterverein, der professionelle Schauspielinszenierungen in Nordhausen anbietet. Wollen Sie dem Nordhäuser Theater Konkurrenz machen?
Schulze: Nein, ganz im Gegenteil sollen unsere Schauspielprojekte Ergänzungen zum musiktheatralischen Angebot des Theaters Nordhausen sein. Und wir beginnen mit einer Komödieninszenierung mit ganzen fünf Vorstellungen für eine Freiluftaufführung im Sommer.
nnz: Nämlich mit Molières "Streiche des Scapin" im Innenhof der Echter Nordhäuser Traditionsbrennerei. Warum gerade dieses Stück und wie kam es zum Kontakt mit der Brennerei?
Schulze: Die Idee, unterhaltsames und niveauvolles Sommertheater im Nordhäuser Kultursommer anzubieten, gibt es schon länger. Im letzten Herbst konkretisierten sich die Pläne in Gesprächen mit Kulturamtsleiterin Dr. Klose. Für einen vergnüglichen Theaterabend mit einer klassischen Komödie gibt es kaum ein besseres Stück als Molières "Die Streiche des Scapin". Und keinen schöneren Platz als den romantischen Innenhof der Traditionsbrennerei. Die Verantwortlichen dort sind sehr engagiert und theaterinteressiert. Nach Frank Sieckels tollem Soloabend mit Süßkinds "Kontrabass" rannten wir hier weit geöffnete Türen ein.
nnz:: Wer sind diese "wir"?
Schulze: Eine bunte Mischung Theaterverrückter vom Schauspieler bis zum Steuerberater, von Studierenden bis zur Maskenbildnerin. Gründungsmitglieder des Vereins waren unter anderem der bekannte Nordhäuser Schauspieler Matthias Mitteldorf und Ex-Intendant Hubert Eckart. Herr Mitteldorf wird auch gleich die Titelrolle spielen.
Probenfoto aus der Grimmelallee: Matthias Mitteldorf mit Heide Binder
nnz: Wer spielt noch mit und wie wird das Projekt finanziert?
Schulze: Freie Schauspieler aus Nordhausen, Erfurt, Leipzig, Berlin und Bonn treffen sich hier wieder. Die meisten kennen sich von gemeinsamen Arbeiten im Harzer Bergtheater und der Rübeländer Baumannshöhle. Die Vorbereitung der Inszenierung mit der Anschaffung von Bühne und Kostümen wird aus Fördermitteln und mit Sponsorengeldern getragen. Danach geht es mit Werbe- und Sponsorengeldern und auf Einspielbasis weiter, so ähnlich wie englische Theaterproduktionen funktionieren. Ohne die großzügige Unterstützung der Stadt Nordhausen, der Stiftung der Kreissparkasse Nordhausen und der Rotkäppchen - Mumm Sektkellerei wäre das ganze Projekt aber überhaupt nicht möglich gewesen.
nnz: Wann hebt sich der Vorhang zum ersten Mal?
Schulze: Also eigentlich gar nicht, denn es wird keinen Vorhang geben, sondern eine freie leere Bühne, auf der die Schauspielkunst der Darsteller und der hervorragende Text des genialen Dramatikers Molière wirken sollen und keine Aufbauten und Möbel. Premiere ist am Freitag, 29. Juni um 20.30 Uhr, dann wird es am Samstagabend 30. Juni eine weitere Vorstellung geben und am Sonntag, 1. Juli eine Nachmittagsvorstellung. Das sind übrigens auch sehr fußballfreundliche Termine, die exakt zwischen Halbfinale und Finale der anstehenden EM liegen.
Die nnz wünscht viel Erfolg bei dieser Unternehmung und wird kurz vor der Premiere zwei Eintrittskarten verlosen.
Der Kartenvorverkauf zum Preis von 18,- Euro (ermäßigt 12,-) ist im Ticket Center Thüringen, der Echter Nordhäuser Traditionsbrennerei und der Bibliothek in Bleicherode angelaufen. Für die Abendvorstellungen kann zusätzlich ein mediterranes "Scapin-Menü" zum Preis von 11,- Euro gebucht werden. Weitere Informationen über www.extempore-theater.de, Auskünfte über info@extempore-theater.de oder über 0 15 77 – 157 64 28.

