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Sport musiziert

Dienstag, 29. Mai 2012, 06:47 Uhr
Sportschülerin wird Preisträger bei Jugend musiziert - Wer hätte das gedacht? Sie wahrscheinlich am allerwenigsten! Zurück vom Bundes-Wettbewerb „Jugend musiziert“ studiert sie zu Hause das Ergebnis ihrer Altersgruppe & stellt fest – sie hat das drittbeste Resultat...

Sport und Musik (Foto: privat) Sport und Musik (Foto: privat)

In den letzten Sommerferien hatte sich die 15jährige Nordhäuserin Maxi Schorcht überreden lassen, auf das Stresspensum, welches sie sowieso schon hat, noch einen drauf zu setzen. 9. Klasse am Gymnasium – das heißt Vorbereitung BLf. 9. Klasse am Sportgymnasium – das heißt darüber hinaus, bis zu 20 Stunden Training in der Woche, Trainingslager in fast allen Ferien, an Feiertagen und an die 20 Wettkämpfe im Jahr. Und Maxi beschließt, zum 3. Mal am Wettbewerb „Jugend musiziert“ teilzunehmen und sich gleichzeitig einer Anforderung zu stellen, die vielen auch ohne Sportschule alles abverlangt.

„Wenn ich‘s nicht probiere, bereu‘ ich es später vielleicht. Und das ist meine erste und vielleicht letzte Chance, es bis zum Bundeswettbewerb zu schaffen“, denn in der Kategorie Solowertung Zupfinstrumente kann man nur alle drei Jahre teilnehmen.

Januar 2012: Beim Regionalwettbewerb in Sömmerda  erspielt sie 23 Punkte, einen 1. Preis, gewinnt in ihrer Altersgruppe und qualifiziert sich für die nächste Runde.

März 2012: Landeswettbewerb in Weimar. Dem erhöhten Anspruchsniveau wird sie gerecht, bekommt von der Jury wieder 23 Punkte, einen 1. Preis, gewinnt ihre Altersgruppe & wird zum Bundeswettbewerb weitergeleitet.

Während andere Jumu-Teilnehmer Tag und Nacht an ihrem letzten Schliff arbeiten und ihr Vorspiel perfektionieren, stehen bei Maxi die Deutschen Meisterschaften im Schwimmen an. Für die Schülerin des Landesleistungszentrums kommt natürlich erst der Sport und dann die Musik, & somit ist die Zeit zum Üben besonders knapp bemessen. Und wenn sich ein kleines Zeitfenster auftut, scheint es den aufgeweichten Fingern, als seien die Mandolinensaiten  - ausgerechnet jetzt – besonders hart.

Mai 2012: Maxi Schorcht und ihr Begleiter Matthias Hankel vertreten Nordhausen in diesem Jahr beim Bundeswettbewerb in Stuttgart. Mit der Zeit gelernt, sich auf den Punkt zu konzentrieren, präsentiert sie ein Vorspiel, welches all ihre anderen vorher toppt – hier sportliche Läufe in atemberaubendem Tempo und dort langsame gefühlvolle Passagen. Die Jury belohnt sie, Maxi Schorcht, Kategorie Solowertung Zupfinstrumente Mandoline, Altersgruppe IV, mit phänomenalen 20 Punkten & einem 3. Preis! Und dann ließt sie in ihrer Ergebnisliste: Sie erlangt auf Bundesebene den 3. Platz!

Vielen Dank allen, die mit ihr an sie geglaubt haben - ihr Lehrer Christian Laier, ihr Begleiter Matthias Hankel,  ihre Eltern und Großeltern, ihr Trainer Alexander Römisch und ihre Freunde…
ein Freund
Autor: nnz

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