nnz-online

Ende der Diskussion gefordert

Freitag, 14. November 2003, 15:38 Uhr
Nordhausen (nnz). In die Diskussion um das Industriegebiet in der Goldenen Aue mischt sich jetzt die SPD-Fraktion des Nordhäuser Stadtrates ein. Sie fordert das Ende der Debatte. Was die Genossen vielmehr wollen, das hat die nnz erfahren.


Die Vorsitzende der SPD Fraktion im Stadtrat Nordhausen, Sabine Meyer, der Vorsitzende des Ausschuss für Bau, Umwelt und Landwirtschaft, Volker Fütterer (SPD) sowie der Vorsitzende des Ausschuss für Wirtschaft und Verkehr, Andreas Wieninger (SPD) fordern ein Ende der Diskussionen um das geplante Industriegebiet in der Goldenen Aue. Die immer wiederkehrenden Argumente, „wir benötigten ein solches Industriegebiet nicht, es gebe andere und bessere Standorte für ein solches, es würden Umwelt- Lärm- und Gewässerschutzbelange umgangen oder vernachlässigt und allein die Stadt Nordhausen würde dieses Industriegebiet wollen“, sind ebenso unwahr wie auch falsch, kritisieren die SPD Politiker.

Richtig ist vielmehr, dass die Stadt Nordhausen ein Mitglied von mehreren im Planungsverband ist und diesen selbstverständlich auf vielfältige Weise bei seinen Bemühungen unterstützt. Es wurden und werden alle Belange, Anregungen und Hinweise berücksichtigt und geprüft, so Sabine Meyer. Und Volker Fütterer ergänzt: Fest steht, dass es nie einfach ist ein Industriegebiet in diesen Dimensionen zu planen! Aber, der Standort in der goldenen Aue ist aus vielerlei Hinsicht der mit den größten Vorteilen und wenigsten Nachteilen.

Dabei muss auch beachtet werden, dass die Interessen der Unternehmen bei der Standortsuche sich einzig und allein an der zu erwartenden Wirtschaftlichkeit festmachen. Andreas Wieninger meint weiterhin: „Entweder, wir schaffen in kürze die Planungssicherheit für dieses Industriegebiet, oder gehen unweigerlich mit Industriearbeitsplätzen weiter in die negativen Zahlen. Die arbeitslosen und arbeitsuchenden Menschen in dieser Region haben ein Anrecht darauf, das die in der politischen Verantwortung stehenden Politiker nicht nur schöne Reden halten, sondern etwas für die Zukunftsfähigkeit dieser Region tun!“

Was die Kritiker dieses Industriestandortes angeht, allen voran Frau Hartmann und Herr Korb, so muss festgestellt werden, das es recht einfach ist, sich aus einer mit Arbeit und finanziell abgesicherten Position heraus gegen eine Industrieansiedlung zu stellen. Es gebe viele Menschen, die ihre ganze Hoffnung in dieses Industriegebiet setzen. „Sie wollen hier ihren Lebensunterhalt verdienen! Sie wollen nicht mit ihren Familien in andere Regionen ziehen und ihre Heimat verlassen müssen. Dieser Verantwortung müssen sich die Gegner dieses Industriegebietes stellen und bewusst sein“, so die Sozialdemokraten.
Autor: nnz

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de