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Rote Rosen, Dokumente, Theater und Statistik

Donnerstag, 08. März 2001, 12:25 Uhr
Rote Rosen für FrauenNordhausen (nnz). Auch in diesem Jahr ließen es sich die Damen der SPD, unter ihnen Kreis-Chefin Dagmar Becker (nnz-Foto) nicht nehmen: Sie verteilten in der Nordhäuser Bahnhofstraße rote Rosen. Das soll symbolischen Charakter haben, ein kleines Dankeschön soll damit verbunden sein. Rund 200 Meter Luftlinie weiter in der Wertherstraße hatte das Frauenarchiv des Landkreises Nordhausen seine Türen geöffnet. Den Besucherinnen aber auch natürlich auch den Besuchern wurde Gelegenheit gegeben, sich Einblicke in die bisher geleistete Arbeit zu verschaffen. In der Dauerausstellung des Frauenarchivs gibt es eine große Auswahl an Zeitzeugenaussagen, Dokumenten wie Bücher, Zeitschriften aus 40 Jahre Sozialismus bis hin zu Brigadetagebüchern zu sehen. All diese Dokumente wurden vom Frauenarchiv des LIFT gesammelt, ausgewertet und katalogisiert. Im Bestand des Archivs befinden sich darüber hinaus Unterlagen aus den Bereichen Landwirtschaft, Industrie, Volksbildung, Volkssolidarität, Kirche oder DFD. In persönlichen Schilderungen und Erlebnisberichten von Frauen wird realistisch über das Leben im Kreis Nordhausen aus der Nachkriegszeit, 40 Jahre DDR sowie der Wendezeit berichtet.
Die zentrale Veranstaltung für die Frauen des Landkreises Nordhausen geht im Nordhäuser Theater über die Bühne. Hierzu haben neben dem Theater und dem DGB auch die Verwaltungen der Stadt und des Landkreises Nordhausen eingeladen. Mit dabei auch Vertreter der Stadt Sondershausen und des Kyffhäuserkreises. In diesem Jahr steht die Feier unter dem Motto: "Frauen international - gemeinsam in Theater Nordhausen". International ist denn auch das gesamte Programm besetzt. Im Foyer tanzen Mitglieder des Ballettensembles Sambia, Sängerinnen erfreuen die Besucher mit russischen und deutschen Volksliedern, eine Gruppe muslimischer Frauen aus Kassel stellt landestypische Kleidung vor und im Foyer sind Bilder der russischen Künstlerin Inna Li zu bestaunen. Gegen 19 Uhr ist schließlich eine Kundgebung vor dem Theater geplant.

Frauen in Thüringen - einige interessante Daten

Am 8. März 1921 wurde beschlossen, jedes Jahr am 8. März den Internationalen Frauentag zu begehen. In vielen Erhebungen des Thüringer Landesamtes für Statistik wird erfasst, welchen Anteil die Geschlechter haben.
Über die Hälfte der Frauen sind verheiratet ...
Im Mai 2000 lebten in Thüringen 1.095.600 Frauen im Alter von 15 und mehr Jahren. Davon waren 599.900 verheiratet, 255.900 ledig, 162.800 verwitwet sowie 77.000 geschieden.
509.100 Frauen im Alter von 15 und mehr Jahren sind Alleinstehende, darunter 68.000 Frauen mit Kindern unter 18 Jahren. Von diesen Frauen mit Kindern unter 18 Jahren waren zwei Drittel erwerbstätig.
Die Hochzeitsglocken läuten später ...
Das durchschnittliche Heiratsalter der Frauen lag 1999 bei 31,0 Jahren. Im Jahre 1990 heirateten die Frauen mit durchschnittlich 26,8 Jahren.
Das erste Kind kommt später zur Welt ...
Das Durchschnittsalter der verheirateten Mütter, die ihr 1. Kind zur Welt brachten, erhöhte sich von 1990 bis 1999 um über 3 Jahre auf 27,8 Jahre.
Die Lebenserwartung steigt ...
Im Zeitraum 1997/1999 betrug die Lebenserwartung neugeborener Mädchen 79,7 Jahre. Damit hat der weibliche Nachwuchs - rein statistisch gesehen - die Chance 2,9 Jahre länger zu leben als noch 1990/1992.
Frauen sorgen sich um die Gesundheit ...
1999 waren rund 48 Prozent der hauptberuflich tätigen voll- und teilzeitbeschäftigten Ärzte in Thüringen Frauen, beim Nichtärztlichen Personal in Krankenhäusern hatten die Frauen einen Anteil über 80 Prozent.
Autor: nnz

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