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Zweiter Matchball für Wacker

Freitag, 11. Mai 2012, 06:19 Uhr
Seit fünf Vergleichen in drei Spielserien konnte der FSV Wacker 90 Nordhausen nicht gegen den FC Einheit Rudolstadt gewinnen. Gar fünfzehn Mal in sechzehn Begegnungen seit 2000 waren die Südharzer gegen den SV SCHOTT Jena, den nächsten Gegner, sieglos geblieben. Es wird am Sonntag also alles andere als leicht...


Noch Fragen zur Schwierigkeit, das einzige Erfolgserlebnis gegen die Schottianer in zwölf Jahren fast genau vor einem Jahr beim 1:0 zu wiederholen? Am 15. Mai 2011 gelang ein glücklicher Wackersieg gegen eine starke Jenaer Mannschaft. Das gleiche Resultat würde dem Verein reichen, am fünften Spieltag vor Ultimo das Saisonziel, die Meisterschaft, Wirklichkeit werden zu lassen. Es folgen dann noch drei Auswärtsspiele und eine Partie zu Hause.

Deshalb werden die Männer um Trainer Jörg Goslar alles versuchen, den Traum des Vereins, der vielen treuen Fans und Sponsoren am Sonntag ab 14.30 Uhr zu realisieren. Wäre es nicht ein wundervolles Geburtstagsgeschenk Wackers an die Stadt zu deren 1085. Jubiläumsfeier, die am gleichen Tag gebührend begangen wird? Unser Vereinsmitglied Anja Liedke hat Geburtstag, im Park Hohenrode wird gefeiert, zudem ist Muttertag. Wenn alles feiert, soll da Wacker etwa nicht mitfeiern?

Die Frage ist jedoch: Bringen die Wackeren nach einigen weniger erfolgreichen Auftritten in letzter Zeit die Nervenstärke auf, den zweiten Matchball zu verwandeln? Wir zweifeln nicht daran. Der trotz seines enttäuschenden gegenwärtigen 11. Tabellenplatzes nach wie vor spielstarke SV SCHOTT Jena machte es im Hinspiel unserer Mannschaft nicht leicht, um am Ende in einem heiß umkämpften Ligaspiel noch ein 1:1-Unentschieden mitzunehmen.

Mit einem Sieg könnte Jena einen großen Sprung in der Tabelle nach vorn machen. Der SV SCHOTT ist nach Wacker mit 19 Punkten die zweitbeste Auswärtsmannschaft der Saison, hat bereits sechs Mal in der Fremde gewonnen und dabei einige beachtliche Ergebnisse zu verbuchen (4:0 in Rudolstadt; 3:0 in Arnstadt), die das eigentliche Potenzial der Gäste zeigen. Andererseits schwächelte man zuletzt etwas und blieb acht Spiele in Folge ohne Sieg.

Robin Teichmann ist zuversichtlich (Foto: Wacker Nordhausen) Robin Teichmann ist zuversichtlich (Foto: Wacker Nordhausen)

Auch der Wackermotor lief nicht ganz rund, obwohl wir in Rudolstadt einen engagierten Auftritt der Goslar-Schützlinge erlebten und ein einziger Sonntagsschuss den Spielverlauf auf den Kopf stellte. Die Männer um Kapitän Robin Teichmann (im Bild links) werden am Sonntag ab 14.30 Uhr im Albert-Kuntz-Sportpark ihr Bestes geben, um die Fans, die das gesamte Spieljahr wie eine Eins hinter der Mannschaft standen, nicht zu enttäuschen und mit ihnen anschließend den Aufstieg zu feiern.

„Wir freuen uns auf das Spiel und wollen den zweiten Matchball unbedingt verwandeln, um unser Jahresziel zu erreichen. Das heißt, wir wollen gewinnen. In Rudolstadt zeigten wir schon eine gute Leistung, konnten sie aber nicht in einen Erfolg ummünzen. Alle sind heiß, vor heimischem Publikum einen Sieg einzufahren, um anschließend den Fans mit stolzer Brust zur Verfügung zu stehen“, meinte Kapitän Teichmann selbstbewusst.

Da sogar jetzt offiziell vom Thüringer Fußball-Verband bestätigt wurde, dass auch der Tabellenzweite aufsteigen darf, kann am Oberligafußball in der kommenden Saison mit dem FSV Wacker 90 Nordhausen nicht mehr gezweifelt werden, denn im Spiel Heiligenstadt – Rudolstadt (beide 14 Punkte Rückstand auf Wacker) muss mindestens eine Mannschaft Punkte liegen lassen und diese könnte damit selbst bei einer Nordhäuser Niederlage nicht mehr herankommen. Dass andererseits Sondershausen und Altenburg (beide 15 Zähler zurück), selbst wenn sie alle Spiele gewinnen würden, das Torverhältnis zu Wacker aufholen, erscheint nur theoretischer Natur zu sein.

Es gibt demnach allen Grund, am Sonntag in den Albert-Kuntz-Sportpark zu kommen. Auch Mütter sind dort gern gesehen. Das Präsidium wird sich einiges einfallen lassen, diesen Nachmittag in angemessener Form zu begehen. Freuen wir uns auf das Spiel und hoffentlich danach über das Spiel unserer Wacker-Mannschaft.
Klaus Verkouter
Autor: nnz

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