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Abstimmungsprobleme führten zum Fällen der Bäume

Mittwoch, 07. März 2001, 11:45 Uhr
Nordhausen (nnz). Auf dem Petersberg in Nordhausen herrschte Wildwuchs, dieser Fakt stand und steht außer Frage. Da das Areal zu den Kernmaßnahmen der künftigen zweiten Landesgartenschau zählt, mußte gerade dort "ausgebessert" werden. Entsprechende Vorschläge wurden unter Berücksichtigung der baulichen Veränderungen bei der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamtes eingereicht. Da soll es auch keine grundsätzliche Ablehnung gegeben haben. Viele Bäume, die vor zehn und mehr Jahren gepflanzt wurden, hätten "kein vitales Aussehen" mehr, wie es ein Mitarbeiter der kreislichen Behörde ausdrückte.
Eine Ortsbegehung gab es nach nnz-Informationen am 14. Februar. Daran nahmen Vertreter der Naturschutzbehörde sowie Mitarbeiter der Landesgartenschaugesellschaft teil. So war man sich zu diesem Zeitpunkt einig, daß zum Beispiel eine Esche gefällt werden mußte, die dem Bau einer Treppe im Wege gestanden hätte. Festgelegt wurde außerdem, daß nicht zu starke Bäume der Motorsäge zum Opfer fallen sollten. Vor allem entlang der Rudolf-Breitscheid-Straße sollten die Abholzaktionen jedoch bis zum 22. Februar zurückgestellt werden. Hier hätte es einiger weiterer Abstimmungen bedürft. Das allerdings war von der Landesgartenschau GmbH versäumt worden. Statt dessen seien fünf bis sechs Bäume mit einem Stammumfang von 40 bis 60 Zentimeter gerodet worden. Insgesamt sei die Rodung von etwa 200 Bäumen auf dem Nordhäuser Petersberg vorgesehen gewesen. Ein gestriges Gespräch zwischen dem Planungsbüro aus Göttingen und der Unteren Naturschutzbehörde hätte dieses Mißverständnis hinsichtlich der Abstimmung bestätigt.
Autor: nnz

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