nnz-Forum: Von einer lästigen Pflicht
Dienstag, 08. Mai 2012, 11:19 Uhr
Ilfeld ist zurzeit ein wunderschönes Fleckchen Erde, alles grünt und blüht, dazu angenehme sommerliche Temperaturen. Welch eine Wohltat nach den langen dunklen Wintermonaten. Wie gut tut es, bei einem gemütlichen Nachmittagsspaziergang zu entspannen, einfach mal die Seele baumeln lassen. Wäre da nicht… Wie soll ich es sagen??
Ist Ihnen schon mal aufgefallen, wie viele Hunderassen es in Ilfeld gibt? Keine Sorge, liebe Hundebesitzer, dies wird nicht schon wieder ein Artikel über die Hinterlassenschaften Ihrer Vierbeiner. Schon längst habe ich mich daran gewöhnt, in und um Ilfeld herum nur mittig auf dem Weg zu gehen. Es stört mich auch (fast) schon gar nicht mehr, nach jedem Spaziergang, Kinderwagenräder und Schuhe zu säubern. Dies ist unangenehm, aber darum geht es nicht.
Diesmal geht es um das leidige Thema Leinenpflicht. Offensichtlich wird dieses Wort von einigen vollkommen missverstanden. Leinenpflicht ist nicht die Pflicht, eine Leine mit sich zu führen. Es bedeutet vielmehr, dass an einem Ende der Leine Herrchen bzw. Frauchen festhält und am anderen Ende der entsprechende Hund befestigt ist!
Ja - ich kenne den Satz Der tut nichts. Doch wie schmerzhaft es ist, wenn aus diesem Satz ein Das tut mir aber leid, dass hat er noch nie gemacht. wird, musste ich leider schon am eigenen Bein erfahren. Seit dieser Zeit ist mein Verhältnis zu Hunden nicht ganz so unbeschwert. Ich gebe zu, es war ein Hund aus Osterode, denn ein Ilfelder Hund würde so etwas niemals tun. ALLE Ilfelder Hunde sind lieb, gut erzogen und hören aufs Wort (wenn auch nicht immer aufs erste). Nun kann sich vielleicht so mancher vorstellen, wie die Situation ist, wenn ich einen entspannten Spaziergang mache.
Ein Hund (von der Größe eines Ponys) kommt wie aus dem Nichts angerannt, springt und kläfft um mich herum. Meist freuen sich Hunde offenbar unheimlich, mich zu sehen, was sie veranlasst, an mir hoch zu springen, mich voll zu sabbern und mir aus lauter Freundschaft einen Teil ihrer Haare zu schenken. Dann kommt irgendwann der Besitzer, freundlich lächelnd, angeschlendert (die Leine lässig schick ums Handgelenk gewickelt) und erwähnt fast beiläufig Er kann auch Küsschen geben…!?
Als Mensch frei geboren, ausgestattet mit eigenem Willen und fähig, Entscheidungen selbst zu treffen. Doch habe ich in solch einer Situation tatsächlich eine Wahl? Ich bin kein Hundehasser. Nur würde ich die Entscheidung, wann, wo und mit welchem Hund ich Freundschaft schließe, in Zukunft gern wieder selbst treffen.
Natürlich habe ich auch vollstes Verständnis für einige arme Hundehalter, denen es gar nicht möglich ist, die Leinenpflicht einzuhalten. Beispielsweise, wenn mir ein Herr über siebzig erklärt, dass er in seinem Alter nicht mehr so kann. Sein frisch importierter Hirtenhund braucht nun mal viel Bewegung, das ist ja schließlich so eine Rasse….
Auch die junge Frau (1,53m und 47 kg) mit ihrer Deutschen Dogge, der Hund halbwahnsinnig vor Glück, zweimal am Tag der 50 m²-Neubauwohnung zu entfliehen, wohl kaum an einer Leine zu halten ist - ja ehrlich, das verstehe ich…..
Doch nicht nur ich stehe der Situation kritisch gegenüber. Auch so mancher Hundehalter wagt sich zu bestimmten Zeiten mit seinen kleinen Lieblingen nicht vor die Tür, denn es kam in der Vergangenheit zu Vorfällen, in dessen Verlauf diverse Fußhupen dem Spieltrieb von größeren Hunden zum Opfer fielen.
Zum Schluss würde ich den Hundebesitzern von Ilfeld doch einmal ans Herz legen, sich zusammenzusetzen und vielleicht einmal über das Anlegen einer Hundewiese nachzudenken. Dort könnten ihre großen und ganz großen Lieblinge ausgelassen rennen, toben und spielen. Sie selbst könnten sich ganz entspannt zurücklehnen, ohne das ständig lästige Mitmenschen, wie ich, mit den Worten Es gibt eine Leinenpflicht stören.
Lydia Dohle
Ist Ihnen schon mal aufgefallen, wie viele Hunderassen es in Ilfeld gibt? Keine Sorge, liebe Hundebesitzer, dies wird nicht schon wieder ein Artikel über die Hinterlassenschaften Ihrer Vierbeiner. Schon längst habe ich mich daran gewöhnt, in und um Ilfeld herum nur mittig auf dem Weg zu gehen. Es stört mich auch (fast) schon gar nicht mehr, nach jedem Spaziergang, Kinderwagenräder und Schuhe zu säubern. Dies ist unangenehm, aber darum geht es nicht.
Diesmal geht es um das leidige Thema Leinenpflicht. Offensichtlich wird dieses Wort von einigen vollkommen missverstanden. Leinenpflicht ist nicht die Pflicht, eine Leine mit sich zu führen. Es bedeutet vielmehr, dass an einem Ende der Leine Herrchen bzw. Frauchen festhält und am anderen Ende der entsprechende Hund befestigt ist!
Ja - ich kenne den Satz Der tut nichts. Doch wie schmerzhaft es ist, wenn aus diesem Satz ein Das tut mir aber leid, dass hat er noch nie gemacht. wird, musste ich leider schon am eigenen Bein erfahren. Seit dieser Zeit ist mein Verhältnis zu Hunden nicht ganz so unbeschwert. Ich gebe zu, es war ein Hund aus Osterode, denn ein Ilfelder Hund würde so etwas niemals tun. ALLE Ilfelder Hunde sind lieb, gut erzogen und hören aufs Wort (wenn auch nicht immer aufs erste). Nun kann sich vielleicht so mancher vorstellen, wie die Situation ist, wenn ich einen entspannten Spaziergang mache.
Ein Hund (von der Größe eines Ponys) kommt wie aus dem Nichts angerannt, springt und kläfft um mich herum. Meist freuen sich Hunde offenbar unheimlich, mich zu sehen, was sie veranlasst, an mir hoch zu springen, mich voll zu sabbern und mir aus lauter Freundschaft einen Teil ihrer Haare zu schenken. Dann kommt irgendwann der Besitzer, freundlich lächelnd, angeschlendert (die Leine lässig schick ums Handgelenk gewickelt) und erwähnt fast beiläufig Er kann auch Küsschen geben…!?
Als Mensch frei geboren, ausgestattet mit eigenem Willen und fähig, Entscheidungen selbst zu treffen. Doch habe ich in solch einer Situation tatsächlich eine Wahl? Ich bin kein Hundehasser. Nur würde ich die Entscheidung, wann, wo und mit welchem Hund ich Freundschaft schließe, in Zukunft gern wieder selbst treffen.
Natürlich habe ich auch vollstes Verständnis für einige arme Hundehalter, denen es gar nicht möglich ist, die Leinenpflicht einzuhalten. Beispielsweise, wenn mir ein Herr über siebzig erklärt, dass er in seinem Alter nicht mehr so kann. Sein frisch importierter Hirtenhund braucht nun mal viel Bewegung, das ist ja schließlich so eine Rasse….
Auch die junge Frau (1,53m und 47 kg) mit ihrer Deutschen Dogge, der Hund halbwahnsinnig vor Glück, zweimal am Tag der 50 m²-Neubauwohnung zu entfliehen, wohl kaum an einer Leine zu halten ist - ja ehrlich, das verstehe ich…..
Doch nicht nur ich stehe der Situation kritisch gegenüber. Auch so mancher Hundehalter wagt sich zu bestimmten Zeiten mit seinen kleinen Lieblingen nicht vor die Tür, denn es kam in der Vergangenheit zu Vorfällen, in dessen Verlauf diverse Fußhupen dem Spieltrieb von größeren Hunden zum Opfer fielen.
Zum Schluss würde ich den Hundebesitzern von Ilfeld doch einmal ans Herz legen, sich zusammenzusetzen und vielleicht einmal über das Anlegen einer Hundewiese nachzudenken. Dort könnten ihre großen und ganz großen Lieblinge ausgelassen rennen, toben und spielen. Sie selbst könnten sich ganz entspannt zurücklehnen, ohne das ständig lästige Mitmenschen, wie ich, mit den Worten Es gibt eine Leinenpflicht stören.
Lydia Dohle
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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