JU gegen Ausbildungsplatzabgabe
Freitag, 07. November 2003, 16:00 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Bundesregierung will eine Ausbildungsplatzabgabe für Unternehmen einführen, die keine Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen. Dazu meldete sich jetzt die Nordhäuser Junge Union.
Eine Ausbildungsplatzabgabe bewirkt eine weitere Belastung des Faktors Arbeit und schadet im Ergebnis jungen Menschen! Gerade in einer strukturschwachen Region wie Nordhausen, wäre dies mit Sicherheit der endgültige Todesstoß für die noch verbliebenen Mittelständler, so Manuel Thume, Kreisvorsitzender der Jungen Union Nordhausen.
Werde die derzeitige Planung Gesetz, dass Unternehmen 1% ihrer Lohn- und Gehaltszahlungen in einen Fonds einzahlen müssen, laufe dies in eklatanter Weise den bisherigen Bemühungen entgegen, die Lohnnebenkosten zu senken. Wenn die Kosten für den Faktor Arbeit belastet werden, steigt der Druck für Unternehmen, sich diesen Kosten zu entziehen, also die Einstellung von Arbeitskräften so weit wie möglich zu vermeiden. Das gerade die Gewerkschaften für eine solche Abgabe plädieren, ist schon verwunderlich, da gerade diese davon betroffen wären. Denn die Gewerkschaften haben nicht gerade eine Vorbildfunktion beim Thema Ausbildung.
Darüber hinaus entfällt mit der finanziellen Abgeltung die sonst bestehende gesellschaftliche Verantwortung, Ausbildungsplätze zu schaffen. Wenn man bedenkt, dass in unserer Region noch immer 154 Jugendliche ohne Ausbildungsplatz sind und dem nur noch 29 freie Stellen gegenüberstehen, so kann man davon ausgehen, dass sich diese Zahl mit einer Ausbildungsplatzabgabe in Zukunft weiterhin negativ entwickeln wird., so Thume weiter gegenüber der nnz. Man dürfe nicht vergessen, dass gerade die mittelständischen Betriebe diejenigen seien, die die meisten Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen.
Für ein Großunternehmen ist eine solche Abgabe die ideale Möglichkeit, sich von der Verantwortung der Ausbildung frei zu kaufen. Das Wichtigste ist also, den Mittelstand zu entlasten, indem der Wirtschaft die notwendige Freiheiten und Rahmenbedingungen geboten werden, damit diese ausreichend Arbeits- und Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen.
Hierbei sind auch die regionalen Verantwortungsträger gefordert, um dem Sterben des Mittelstandes entgegen zu wirken. Es sollte gerade bei der Vergabepolitik noch mehr darauf geachtet werden, dass ortsansässige Firmen Aufträge erhalten. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die unverzügliche Schaffung des Industriegebietes in der Goldenen Aue, da dieses die letzte Chance für Nordhausen ist. Man muss endlich aufhören darüber zu diskutieren und nicht ständig irgendwelchen Minderheiten klein bei geben. Die Mehrheit will dieses Industriegebiet und damit ist klar was geschehen muss. Dies ist auch die Chance zur Schaffung weiterer Ausbildungsplätze. So Manuel Thume abschließend.
Autor: nnzEine Ausbildungsplatzabgabe bewirkt eine weitere Belastung des Faktors Arbeit und schadet im Ergebnis jungen Menschen! Gerade in einer strukturschwachen Region wie Nordhausen, wäre dies mit Sicherheit der endgültige Todesstoß für die noch verbliebenen Mittelständler, so Manuel Thume, Kreisvorsitzender der Jungen Union Nordhausen.
Werde die derzeitige Planung Gesetz, dass Unternehmen 1% ihrer Lohn- und Gehaltszahlungen in einen Fonds einzahlen müssen, laufe dies in eklatanter Weise den bisherigen Bemühungen entgegen, die Lohnnebenkosten zu senken. Wenn die Kosten für den Faktor Arbeit belastet werden, steigt der Druck für Unternehmen, sich diesen Kosten zu entziehen, also die Einstellung von Arbeitskräften so weit wie möglich zu vermeiden. Das gerade die Gewerkschaften für eine solche Abgabe plädieren, ist schon verwunderlich, da gerade diese davon betroffen wären. Denn die Gewerkschaften haben nicht gerade eine Vorbildfunktion beim Thema Ausbildung.
Darüber hinaus entfällt mit der finanziellen Abgeltung die sonst bestehende gesellschaftliche Verantwortung, Ausbildungsplätze zu schaffen. Wenn man bedenkt, dass in unserer Region noch immer 154 Jugendliche ohne Ausbildungsplatz sind und dem nur noch 29 freie Stellen gegenüberstehen, so kann man davon ausgehen, dass sich diese Zahl mit einer Ausbildungsplatzabgabe in Zukunft weiterhin negativ entwickeln wird., so Thume weiter gegenüber der nnz. Man dürfe nicht vergessen, dass gerade die mittelständischen Betriebe diejenigen seien, die die meisten Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen.
Für ein Großunternehmen ist eine solche Abgabe die ideale Möglichkeit, sich von der Verantwortung der Ausbildung frei zu kaufen. Das Wichtigste ist also, den Mittelstand zu entlasten, indem der Wirtschaft die notwendige Freiheiten und Rahmenbedingungen geboten werden, damit diese ausreichend Arbeits- und Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen.
Hierbei sind auch die regionalen Verantwortungsträger gefordert, um dem Sterben des Mittelstandes entgegen zu wirken. Es sollte gerade bei der Vergabepolitik noch mehr darauf geachtet werden, dass ortsansässige Firmen Aufträge erhalten. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die unverzügliche Schaffung des Industriegebietes in der Goldenen Aue, da dieses die letzte Chance für Nordhausen ist. Man muss endlich aufhören darüber zu diskutieren und nicht ständig irgendwelchen Minderheiten klein bei geben. Die Mehrheit will dieses Industriegebiet und damit ist klar was geschehen muss. Dies ist auch die Chance zur Schaffung weiterer Ausbildungsplätze. So Manuel Thume abschließend.
