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Die Entscheidung naht

Freitag, 04. Mai 2012, 06:35 Uhr
Morgen pfeift Schiri Dirk Läsker aus Pößneck das Duell der besten Rückrundenmannschaft, FC Einheit Rudolstadt (7 Siege, 2 Remis; 16:4 Tore), gegen den Spitzenreiter Wacker Nordhausen (5 Siege, 3 Remis, 1 Niederlage; 21:11 Tore) um 15 Uhr im Städtischen Stadion. Der Vorbericht, diesmal mit einer statistischen Recheneinheit versehen, wie immer von Klaus Verkouter...


Es könnte möglich sein... (Foto: Wacker Nordhausen) Es könnte möglich sein... (Foto: Wacker Nordhausen) Bei für Wacker optimalem Ausgang des 25. Spieltages (Wackersieg und kein Heiligenstadt-Erfolg in Weimar) wäre die Thüringer Meisterschaft bereits sicher. Doch gegen die Heidecksburgstädter, die ebenfalls noch Ambitionen nach oben hegen, gelang in den vergangenen beiden Spieljahren kein Sieg (je zwei Niederlagen und Unentschieden). Das wird also kein Spaziergang (siehe 0:0 in der Hinrunde).

In der Hinrunde war es der FC Einheit, der am 10. Spieltag die heimische Nordhäuser Siegesserie durchbrach. Zum ersten Mal gelang den Goslar-Schützlingen beim 0:0 kein eigener Torerfolg. Die Rudolstädter lagen damals sehr weit hinten in der Tabelle. Streng genommen haben sie in dieser Begegnung gespürt, was in ihrer Mannschaft steckt, wenn alle voll mitziehen. In der Rückrunde führte ihr Weg dann steil nach oben.

Während Wacker am vergangenen Sonntag beim 3:0 über Weimar eine durchschnittliche Leistung zeigte, triumphierte der FC Einheit mit einem taktisch klugen Auftritt auswärts über Jena. TFV-Pressesprecher Hartmut Gerlach (Rudolstadt) fasste auf der Homepage der Heidecksburgstädter dieses Spiel so zusammen:

„In einem umkämpften Ostthüringer Vergleich behielt der FC Einheit bei SCHOTT Jena mit 2:0 die Oberhand und ist damit weiter in der zweiten Halbserie ungeschlagen. Dass es zum siebten Sieg im neunten Rückrundenspiel reichte, hat für FC-Coach Holger Jähnisch vor allem diese Gründe: Wir haben sehr wenig zugelassen und aus unseren fünf, sechs Chancen zwei Tore gemacht. Insofern ist unser Sieg sicherlich verdient. Dass wir tief gestanden haben, ist normal. Wir haben Jena gezwungen, in die Breite und viel nach hinten zu spielen. Es war eine wiederum geschlossene Leistung.“

Auch Jenas Trainer Steffen Geisendorf resümierte folgendes: „Die Rudolstädter stellten sich als kompakte Mannschaft vor, die, da sie ihre Chancen besser nutzten, verdient gewonnen haben. Sie haben einen Lauf.“

Rudolstadt kickt nun schon das zwölfte Jahr in der Thüringenliga und kann bei einem Sieg über Wacker nicht nur die Meisterschaft für die Nordhäuser hinauszögern, sondern selbst einen durchaus in der Tabelle noch möglichen Schritt nach oben vollziehen. Einstige Unzulänglichkeiten im mannschaftlichen Abwehrverhalten und in der Fitness sind beim FC nach eigenen Aussagen überwunden. Wacker muss sich also auf einen Spielpartner auf Augenhöhe einstellen. Konzentration von der ersten Minute an ist gefragt.

Harald Dressler hat einmal drei Varianten durchgespielt. Hier ist sein Ergebnis: Nach dem kommenden 25. Spieltag sind noch 15 Punkte zu vergeben.

Variante 1 (Foto: H. Dressler) Variante 1 (Foto: H. Dressler)
Fall 1: Wacker und Heiligenstadt gewinnen ihre jetzigen Spiele, dann bleibt es beim Punktabstand von 14 und das SCHOTT-Spiel würde entscheidend sein.


Variante 2 (Foto: H. Dressler) Variante 2 (Foto: H. Dressler)
Fall 2: Wacker gewinnt und Heiligenstadt spielt mindestens unentschieden, dann hätte Wacker 16 Punkte Vorsprung und wäre durch.


Variante 3 (Foto: H. Dressler) Variante 3 (Foto: H. Dressler)
Fall 3: Wacker spielt mindestens unentschieden und Heiligenstadt verliert, dann wären es 15 Punkte Vorsprung, aber ein bedeutend besseres Torverhältnis. Auch in diesem Falle wäre Wacker durch.

Rechnen wir aber nicht weiter; denn es gibt ja auch noch die Variante, dass die Neunziger in Rudolstadt verlieren. Das wollen Mannschaft und Trainer allerdings vermeiden; die mitreisenden Fans möchten nach der weiten Anfahrt ebenfalls keine Niederlage miterleben
Klaus Verkouter
Autor: nnz

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