nnz-online

Blühende Landschaften im Kübel

Donnerstag, 06. November 2003, 17:15 Uhr
Nordhausen (nnz). Es war der Bundeskanzler der Deutschen Einheit, der auch den Nordhäusern Anfang der 90er Jahre blühende Landschaften versprochen hatte. Jetzt aber ist sein Ruf auch in der Freiherr-vom-Stein-Straße angekommen. Zumindest werden seit heute die Voraussetzungen für das „Blühen“ geschaffen.


Noch leer – Foto: Stadtverwaltung Die ersten der insgesamt 76 Pflanzkübel für die Nordhäuser Stadteinfahrt an der Freiherr-vom-Stein-Straße sind heute auf den Gehwegen aufgestellt worden. Wenigstens ist die Stadtverwaltung von den überdimensionierten Blumentöpfen wie am Bahnhof oder am Kornmarkt abgekommen, doch über die Farbgebung lässt sich freilich noch streiten. Axel Axt, vom städtischen Amt für Umwelt und Gründordnung: „In der Freiherr-vom-Stein-Straße fangen wir an, im Rahmen des Stadtschmuckprogramms die Einfahrten nach Nordhausen zu begrünen. In die Pflanzkübel kommen in den nächsten Wochen mittelgroße Apfeldorn-Bäume (Crataegus lavallei Carrierei) und als sogenannte ‚Unterpflanzung’ setzen wir rötlich blühende Rosen-Bodendecker.“

Die Freiherr-vom-Stein-Straße sei einer der größten Straßenräume der Stadt und zeige sich bisher eher in einem trostlosen Zustand, da es vor allem an Großgrün fehle. Axt: „Mit den Bäumen und Blumen wird sich das Straßenbild erheblich aufhellen, alles wird freundlicher, und die Stadteinfahrt damit deutlich aufgewertet. Das ist wichtig, sind die Einfallsstraße doch quasi die Visitenkarte einer Stadt“ Das sei vor allem mit Blick auf den Gesamteindruck der Stadt im kommenden Landesgartenschau-Jahr wichtig, “die Bepflanzung kommt allerdings nicht nach der Schau wieder weg – das Ganze ist eine dauerhafte Lösung, die Kübel können praktisch die nächsten 20 Jahre dort stehen!“ Nach jeweils sieben Jahren werde man die Bepflanzung austauschen, da dann der Boden im Kübel verbraucht sei.

Nicht nur entlang der B 80 wurden heute die Pflanz-Behältnisse aufgestellt, „Acht Stück sind heute an die Hallesche Straße gekommen, dort werden es dann insgesamt 18 sein, die sich zwischen der Abfahrt der Firma Getränke-Müller und der Kreuzung Stresemannring verteilen werden.“ Dort kommen Kirsch-Bäume (Prunus serrulata „Kanzan“) in die Behältnisse, die auch hier wieder um Bodendecker-Rosen ergänzt werden. Dort kommen Kirsch-Bäume (Prunus serrulata „Kanzan“) in die Behältnisse, die auch hier wieder um Bodendecker-Rosen ergänzt werden.

Nicht nur die Stadteinfahrten, sondern auch rund ums Rathaus werde bis Jahresende begrünt: „Zwischen Apotheke am Markt bis hinauf zur Kreuzung Kranichstraße werden es 11 Japanische Säulenkirschen (Prunus serrulata „Amanogawa“) sein, die für Farbtupfer in der Innenstadt sorgen werden.“ An allen Stellen habe man mit Kübeln arbeiten müssen, da der Untergrund das Pflanzen in die Erde nicht zulasse, weil dort Kabel, Wasser- und Abwasserkanäle keinen Platz für Baumwurzeln ließe.
Autor: nnz

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de