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nnz-doku: Der Arbeitsmarkt

Donnerstag, 06. November 2003, 11:59 Uhr
Nordhausen (nnz). Wie immer haben wir auch für den Monat Oktober den Bericht des Arbeitsamtes zur Situation in Nordthüringen für sie zusammengefasst. Mit einem Klick auf MEHR gibt es die umfassende Information.


Im Oktober haben mehr Nordthüringer ihre Arbeitslosigkeit beendet als in den vorherigen 5 Monaten. Diese Entwicklung resultiert vor allem aus einer hohen Zahl von Abmeldungen Jugendlicher wegen des Studienbeginns oder der Einberufung in den Wehr- oder Zivildienst. Außerdem hatten noch einmal über 2.000 Arbeitslose eine Chance im ersten oder zweiten Arbeitsmarkt erhalten. Die Arbeitslosmeldungen fielen im Oktober genau so hoch aus wie im September. Damit verringerte sich die Arbeitslosenzahl um 800, so dass die niedrigste Arbeitslosenzahl in diesem Jahr erreicht wurde.

27.865 Frauen und Männer arbeitslos
Ende Oktober hatten 27.865 Nordthüringer keinen Job. Zurück gegangen ist die Zahl arbeitsloser Männer um 504 auf 12.454 und die der Frauen um 300 auf 15.411. Im Vergleich zum Vorjahr waren am Monatsende 1.895 Personen mehr von Arbeitslosigkeit betroffen. Rund zwei Drittel des Zuwachses zum Vorjahr betrifft die Frauen. Die Arbeitslosenquote auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen hat sich zum Vormonat um einen halben Prozentpunkt auf 18,1 Prozent verringert.

Vor einem Jahr betrug die Quote 16,7 Prozent. Bezogen auf die abhängigen zivilen Erwerbspersonen ist die Arbeitslosenquote erstmals in diesem Jahr unter 20 Prozent gesunken.

Über 3.700 Arbeitslosmeldungen
Im Oktober meldeten sich 3.716 Personen arbeitslos bzw. stellten sich nach einer Ausbildung oder Zeiten der Nichterwerbstätigkeit der Arbeitsvermittlung zur Verfügung. Von den Arbeitslosen waren 74 Prozent bereits vorher arbeitsuchend registriert, vor einem Jahr nur 66,5 Prozent. Hier wirkt sich die neue gesetzliche Regelung der sofortigen Meldepflicht bei Erhalt der Kündigung aus und führt zu einem Anstieg der entgegen genommenen Arbeitsuchendmeldungen im Oktober auf 4.450.

Von den gemeldeten Personen kamen 2.058 aus einer Erwerbstätigkeit, 1.585 davon aus dem ersten Arbeitsmarkt. Die meisten Meldungen nach einer Beschäftigung erfolgten mit 448 aus dem Baugewerbe, gegenüber dem Vor- und Vorjahresmonat bedeutet das aber keine große Veränderung. Seit Jahresbeginn wurden von 5.980 Arbeitnehmern aus dem Baugewerbe Arbeitslosmeldungen entgegen genommen, das sind nur 200 mehr als im Jahr zuvor. Die Zahl der Stellenangebote aus der Bauwirtschaft, ist aber gegenüber 2002 um 26 Prozent niedriger und betrug von Januar bis Oktober 1.500.

Die Entwicklung im verarbeitenden Gewerbe führte im Jahresverlauf auch zu mehr Arbeitsplatzverlusten als 2002. Insgesamt 2.730 Arbeitnehmer, 200 mehr als im Vorjahr, gingen hier vor ihrer Arbeitslosigkeit einer Beschäftigung nach. Im Handel verlor wie in den letzten Monaten eine gleich bleibend hohe Zahl an Arbeitnehmern ihren Job. Der Arbeitsplatzabbau, aber auch eine hohe Fluktuation, verursachten hier 160 Arbeitslosmeldungen mehr als im Vorjahr.

Aus Betrieben, die Dienstleistungen für Unternehmen erbringen, wurden im Jahresverlauf 1.470 Personen entlassen, 290 mehr als im Vorjahr. Die Beendigung von Arbeitsverhältnissen in öffentlichen Verwaltungen ist seit Jahresbeginn gegenüber 2002 ansteigend. Dieser Anstieg resultiert aus mehr Abmeldungen von Arbeitnehmern aus Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen. Durch eine kürzere Maßnahmedauer entsteht dadurch auf dem zweiten Arbeitsmarkt mehr Bewegung.

460 Personen beendeten im Oktober eine Ausbildung, ohne im Anschluss einen Arbeitsplatz zu finden. Von den Absolventen wiesen 320 die Teilnahme an einer schulischen Ausbildung nach. Von den 140 Frauen und Männern, die sich vorher in einer betrieblichen Ausbildung befanden, haben 44 keinen Abschluss erreicht. Das sind Jugendliche, für die durch die Berufsberater und Arbeitsvermittler Aktivitäten eingeleitet werden, um hier zu einem späteren Zeitpunkt einen Berufsabschluss zu erlangen. Aus der Nichterwerbstätigkeit wurden 1.200 Personen neu oder wieder arbeitslos registriert. Die Hälfte dieser Frauen und Männer meldeten sich nach einer Arbeitsunfähigkeit in der Vermittlung zurück.

Weniger Arbeitsangebote aus der Wirtschaft
Insgesamt gingen 705 Stellenangebote in den Dienststellen des Arbeitsamtes ein, 300 weniger als im September und 148 weniger als im Vorjahresmonat. Für sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen gingen davon 637 Angebote ein, 435 aus dem ersten Arbeitsmarkt. Damit gab es hier 275 Arbeitsstellen weniger als im September. Aus neu bewilligten Maßnahmen des zweiten Arbeitsmarktes konnten 200 Arbeitsplätze in die Vermittlung einbezogen werden, rund 70 weniger als im Vormonat. Durch die Jobvermittlung wurden 78 Stellen für geringfügige Beschäftigungen aufgenommen und weitere 5 für freiberufliche, vorwiegend Vertretertätigkeiten.

Die Stellenangebote sind seit Jahresanfang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurück gegangen. Die insgesamt 9.400 Stellen bedeuten einen Rückgang im Vergleich zum Jahr 2002 von rund 2.200. Die Ursachen sind vielfältig. In den Wirtschaftsabteilungen des Baugewerbes, des verarbeitenden Gewerbes sowie im Handel hat sich die Beschäftigungslage allgemein verschlechtert. Andererseits ist auch zu beobachten, dass Arbeitnehmer aus den saisonabhängigen Wirtschaftsabteilungen verstärkt in Eigeninitiative auf Arbeitsuche gehen und sich noch während der Kündigungszeiten um eine neue Anstellung kümmern.

Die Entwicklung der Stellenangebote ist nach wie vor von der Auftragslage der Unternehmen abhängig. Gegenüber 2002 ist nur in Betrieben, die Dienstleistungen für Unternehmen erbringen, die Angebotslage der Stellen zum Vorjahr auf dem gleichen Niveau verblieben. Allerdings wurden hier gleichzeitig mehr Arbeitslosmeldungen als im Vorjahr entgegen genommen.

Nochmals hohe Abmeldungen
Im Verlauf des Monats meldeten sich 4.520 Frauen und Männer aus der Arbeitslosigkeit ab. Durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit konnten im Oktober 2.057 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden, 187 oder 10 Prozent mehr als vor einem Jahr. In 785 Fällen war das Arbeitsamt durch Auswahl und Vorschlag an der Stellenbesetzung beteiligt. Seit Jahresbeginn mündeten 22.093 Arbeitslose in eine Beschäftigung ein, das waren 865 mehr als im Vorjahreszeitraum.

Im Oktober wurden die Arbeitsaufnahmen in 254 Fällen mit Eingliederungszuschüssen durch Vermittlung des Arbeitsamtes oder durch Selbstsuche unterstützt. Im zweiten Arbeitsmarkt begannen 283 Arbeitslose eine Beschäftigung, über 40 mehr als im September. Durch Eigeninitiative fanden 736 Arbeitslose einen Job, und 230 wurden von ihrem vorherigen Arbeitgeber wieder eingestellt. 111 Frauen und Männer wagten im letzten Monat den Schritt in die Selbständigkeit.

Mit Beginn des Studienjahres im Oktober haben sich 288 junge Arbeitslose aus der Arbeitslosigkeit abgemeldet. Außerdem konnten 49 junge Leute eine betriebliche Ausbildung durch die Unterstützung des Arbeitsamtes aufnehmen, und weitere 98 wurden in den Wehr- oder Zivildienst einberufen. Insgesamt haben 582 Arbeitslose unter 25 Jahren im Oktober die Arbeitslosigkeit beendet, 395 davon waren Männer.

Wegen Arbeitsunfähigkeit meldeten sich 970 Personen aus dem Vermittlungsgeschehen ab. 125 ältere Arbeitslose über 58 Jahren nutzten das Angebot, unter erleichterten Bedingungen Arbeitslosengeld oder Arbeitslosenhilfe zu beziehen. Wegen Rentenbeginn wurden 60 Frauen und Männer abgemeldet.

Aktive Förderung zur Integration in den Arbeitsprozess
Im Oktober erhielten 3.112 Arbeitnehmer in regulären Beschäftigungen eine direkte Förderung des Arbeitsamtes, 133 mehr als Ende September und 436 mehr als vor einem Jahr. Von den geförderten Personen erhalten 2.008 Eingliederungszuschüsse und 90 Beschäftigungshilfen. Weiteren 757 wird Unterstützung in der Selbständigkeit gewährt, 225 davon in der Ich-AG.

Zur Unterstützung der Mobilität bei der Bewerbung und der Arbeitsaufnahme außerhalb der Region wurden für rund 500 Frauen und Männer Mobilitätshilfen bewilligt. In Personal-Service-Agenturen waren außerdem 211 Arbeitnehmer beschäftigt.

Beschäftigung schaffende Maßnahmen
Die Beschäftigtenzahl in Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen ist Ende Oktober um über 50 auf 1.420 angestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr liegt die Zahl aber um 870 niedriger. In Strukturanpassungsmaßnahmen arbeiteten 1.000 Beschäftigte, so viele wie vor vier Wochen, aber 485 weniger als vor einem Jahr. Mit 53 Arbeitnehmern in Beschäftigung schaffenden Infrastrukturmaßnahmen gab es 7 weniger als Ende September und 21 weniger als vor einem Jahr.

Freie Förderung
Ende Oktober förderte das Arbeitsamt aus Mitteln der Freien Förderung nach § 10 SGB III 1.111 Personen, für 113 davon wurden Eingliederungszuschüsse gewährt, und für 214 wird die berufliche Ausbildung unterstützt. Entsprechend den Festlegungen in den Existenzgründerpässen der Industrie- und Handelskammer sowie der Handwerkskammer erhalten 674 Existenzgründer über die Freie Förderung spezielle Hilfen.

Berufliche Weiterbildung
Für 127 Arbeitsuchende begann im Oktober eine berufliche Weiterbildungsmaßnahme. Im Verlauf des Monats endeten für 206 Teilnehmer Maßnahmen, von denen 190 einen beruflichen Abschluss erlangten. Damit befanden sich am Monatsende noch 1.832 Frauen und Männer in Qualifizierungen, 77 weniger als Ende September und sogar 1.400 weniger als vor einem Jahr. Der Rückgang an beruflichen Bildungsmaßnahmen resultiert aus einer eingliederungsorientierten Beratung von Arbeitslosen, deren Qualifizierungsstand nicht den allgemeinen Anforderungen des Arbeitsmarktes entspricht.

Kurzarbeit
Von 53 Betrieben, 10 weniger als im September, wurde Kurzarbeit für 796 Personen angezeigt. Die Zahl der Kurzarbeiter hat sich gegenüber dem Vormonat kaum verändert. Im Vergleich zum Vorjahr stieg diese Zahl allerdings um 220 an. Im verarbeitenden Gewerbe betraf Kurzarbeit fast 600 Arbeitnehmer, im Baugewerbe hat sich die Zahl der Kurzarbeiter verdoppelt und beträgt 57, während sich für Betriebe, die Dienstleistungen für Unternehmen erbringen, die Kurzarbeit merklich verringert hat.

Situation der Jugendlichen und der Langzeitarbeitslosen
Wie jedes Jahr im Oktober hat der Beginn des Wintersemesters wieder zu einer hohen Abmeldung Jugendlicher mit Abitur geführt. Die Zahl der unter 20-jährigen Arbeitslosen ist um 311 gegenüber September auf 637 zurück gegangen. Damit gab es in dieser Altersgruppe fast genau so viele wie vor einem Jahr. In der Altergruppe von 20 bis unter 25 Jahren betreute die Arbeitsvermittlung am Monatsende noch 2.765 Personen, 270 weniger als vor vier Wochen, aber immer noch 210 mehr als vor einem Jahr.

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist auf dem Niveau des Vormonats verblieben. 11.887 Frauen und Männer befanden sich Ende Oktober länger als zwölf Monate in der Arbeitslosigkeit, fast 55 Prozent davon länger als zwei Jahre. Vor einem Jahr gab es 1.211 Langzeitarbeitslose weniger. Nach wie vor zeichnet sich die schwierige Situation auf dem Arbeitsmarkt in steigenden Zahlen von betroffenen langzeitarbeitslosen Frauen ab, 7.595 waren am Monatsende registriert. Ein Drittel davon ist älter als 50 Jahre.

Die regionale Entwicklung des Arbeitsmarktes
Die Arbeitslosenzahl hat sich in den einzelnen Landkreisen Nordthüringens gegenüber dem Vormonat spürbar verringert. Im Vergleich zum Vorjahr bestehen weiterhin hohe Abstände, allerdings sind diese gegenüber September leicht niedriger. Im Landkreis Nordhausen waren Ende des Monats 9.313 Frauen und Männer arbeitslos, 310 weniger als im September. In keinem anderen Landkreis ist der Rückgang so hoch ausgefallen. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es 320 Arbeitslose mehr in dieser Region, innerhalb der Dienststellen ist das aber der niedrigste Abstand zum Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen ging um 0,7 Prozentpunkte auf 19 Prozent zurück, Ende Oktober des Vorjahres lag diese Quote bei 18,1 Prozent.

Aus dem Landkreis meldeten sich im Berichtsmonat 1.120 Frauen und Männer arbeitslos, so viele wie im Vormonat. Gleichzeitig beendeten 1.427 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 211 oder 17 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. In eine Erwerbstätigkeit gingen 628 Arbeitnehmer, leicht mehr als im September. Eine Ausbildung begannen weitere 150 Arbeitsuchende.

Von den Arbeitslosen waren 44,5 Prozent länger als zwölf Monate arbeitslos. Innerhalb der Dienststellen liegt hier der höchste Anteil an Langzeitarbeitslosen vor. In Beschäftigungen förderte das Arbeitsamt 1.595 Personen, 364 mehr als vor einem Jahr. Die Zahl der Beschäftigten im zweiten Arbeitsmarkt ist um 594 im Vergleich zum Vorjahr auf 634 zurück gegangen, gegenüber dem Vormonat ist sie aber auf der gleichen Höhe verblieben.

Im Kyffhäuserkreis waren 10.427 Personen arbeitslos, 245 weniger als vor einem Monat. Damit ist die Arbeitslosigkeit im gleichen Maße zurück gegangen wie im Landkreis Eichsfeld. Die Arbeitslosenquote betrug am Monatsende 22,4 Prozent und ist um 0,6 Prozentpunkte niedriger als im September, aber um 2,6 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert.

Im Bezirk der Geschäftsstelle Artern verringerte sich die Arbeitslosenzahl um 128 auf 5.506. Die Arbeitslosenquote errechnet sich erstmals in diesem Jahr unter 25 Prozent. Im Monatsverlauf gingen von 735 Personen Arbeitslosmeldungen in der Geschäftsstelle ein. Das waren 65 weniger als im September, aber 72 mehr als im Vorjahresmonat. Gegenüber dem Vormonat ist das der größte Rückgang von Arbeitslosmeldungen innerhalb der Dienststellen des Arbeitsamtes. Die Abmeldungen sind zum Vormonat fast auf der gleichen Höhe verblieben und betrugen 863. In eine Beschäftigung gingen davon 390 Frauen und Männer, genau so viele wie im Vormonat.

Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen unter 25 Jahren hat sich von 677 im September auf 606 im Oktober verringert. Vor Jahresfrist waren aber 75 Jugendliche weniger arbeitslos. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen veränderte sich mit 2.359 gegenüber dem Vormonat nicht, damit waren 42,8 Prozent aller Arbeitslosen betroffen. Im zweiten Arbeitsmarkt gingen 489 Frauen und Männer einer Beschäftigung nach, 385 weniger als Ende Oktober 2002.

In der Geschäftsstelle Sondershausen errechnete sich Ende Oktober, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen eine um 0,4 Prozentpunkte niedrigere Arbeitslosenquote, sie betrug 20,5 Prozent. Das bedeutet, dass 4.921 Frauen und Männer in der Region arbeitslos waren, 116 weniger als im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahr ist der Abstand genau so hoch wie vor vier Wochen. 673 Personen meldeten sich arbeitslos, das waren 60 mehr als im September. Demgegenüber konnten 789 ihre Arbeitslosigkeit beenden, über 50 mehr als im Vormonat und 25 mehr als im Vorjahresmonat. Die Zahl der jugendlichen Arbeitslosen unter 25 Jahren verringerte sich gegenüber September um 120, gegenüber dem Vorjahresmonat waren aber noch 113 mehr betroffen. Die Beschäftigungslage im zweiten Arbeitsmarkt ist seit Jahresmitte in der Region stabil. Fast 660 Arbeitnehmer gehen in Beschäftigung schaffenden Maßnahmen einer Tätigkeit nach, das sind fast 170 weniger als im Vorjahreszeitraum.

Im Landkreis Eichsfeld gab es 8.125 Arbeitslose, 250 weniger als Ende September. Gegenüber dem Vorjahr ist die Arbeitslosenzahl um 530 angestiegen. Die Arbeitslosenquote betrug vor einem Jahr 12,9 Prozent, Ende Oktober dieses Jahres 13,9 Prozent. Im Monatsverlauf mussten sich in der Geschäftsstelle Heiligenstadt 418 Personen arbeitslos melden, nur 20 mehr als im Vormonat und so viele wie vor einem Jahr. Gleichzeitig haben 563 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beendet, fast 70 mehr als im Monat zuvor und rund 100 mehr als im Vorjahresmonat. Damit ist die Arbeitslosenzahl um 145 niedriger und beträgt 2.695. Vor Jahresfrist wurden hier noch 188 betroffene Personen weniger registriert.

Die Arbeitslosenquote liegt mit 12,3 Prozent erstmals in diesem Jahr unter der 13-Prozentmarke, vor einem Jahr wurden hier noch 11,5 Prozent ausgewiesen. Jugendliche unter 25 Jahren haben einen Anteil von 14,5 Prozent an allen Arbeitslosen. Auch wenn ihre Zahl von 492 Ende September auf 392 Ende Oktober abgebaut wurde, ist in keiner anderen Region der Anteil der Jüngeren so hoch.

Seit dem II. Quartal liegt die Beschäftigtenzahl im zweiten Arbeitsmarkt bei 290 und ist im Vergleich zum Vorjahr um etwas mehr als 100 zurück gegangen. Auf einem Niveau gegenüber 2002 und den Vormonaten verblieb die Förderung von Beschäftigung in der Wirtschaft. Rund 250 Arbeitnehmer und Existenzgründer erhielten im Oktober Unterstützung durch Eingliederungszuschüsse oder Existenzgründerhilfen.

5.430 Arbeitslose registrierten Ende Oktober die Mitarbeiter der Geschäftsstelle Leinefelde. Gegenüber dem Vormonat bedeutet dies einen Rückgang um 105, die niedrigste Veränderung innerhalb der Dienststellen in Nordthüringen. Gegenüber dem Vorjahr hat sich der Abstand weiter erhöht, 343 Frauen und Männer waren Ende des Berichtsmonats mehr arbeitslos. Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen liegt mit 14,8 Prozent Ende Oktober um 1,1 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert, aber um 0,3 Prozentpunkte geringer als vor vier Wochen. Im Monatsverlauf meldeten sich 773 Personen arbeitslos, leicht mehr als im Vor- und Vorjahresmonat. Mit 878 Austritten aus der Arbeitslosigkeit wurden insgesamt 58 weniger registriert als noch im September. Im Oktober des Vorjahres gab es nicht mehr Abmeldungen.

In Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen gingen 243 und in Strukturanpassungsmaßnahmen weitere 108 Personen einer Beschäftigung nach, das waren insgesamt 157 weniger als vor zwölf Monaten.
Autor: nnz

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