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nnz/kn-Tipp: Schutz vor Attacken

Samstag, 28. April 2012, 10:30 Uhr
Einkaufen im Internet - noch nie war Onlineshopping so einfach. Es birgt aber auch Gefahren, sich mal eben Konzerttickets, DVDs oder auch Haushaltsartikel zu kaufen oder eine Versicherung online abzuschließen. Damit man nicht Gefahr läuft, von sogenannten Phishing-Attacken heimgesucht zu werden, geben Sicherheitsexperten Tipps...


Man kann durchaus erkennen, ob eine Seite betrügerische Absichten hat oder nicht, denn beim Phishing handelt es sich um gefälschte Websites. "Hier versuchen Dritte, an sensible Daten eines Internetnutzers zu gelangen. Durch gefälschte E-Mails werden die Nutzer auf diese Seiten geleitet, wo sie sensible Daten, wie zum Beispiel Passwörter, für das Onlinebanking eingeben sollen", erklärt Achim Plattner, E-Business-Experte bei den Ergo Direkt Versicherungen, die Vorgehensweise der Betrüger.

Man muss schon genau hinsehen, denn die Seiten sehen den offiziellen von Banken und Behörden täuschend ähnlich. Gibt man seine sensiblen Daten auf diesen Seiten ein, dann können die Betrüger diese gegen einen verwenden und beispielsweise das Konto plündern. Aus diesem Grund sollte man Internetseiten nie über unbekannte E-Mail-Links öffnen, sondern immer direkt. Und natürlich ist es ratsam, das Virenprogramm auf dem Computer immer auf dem neuesten Stand zu halten.

Sicheres Shoppen ist keine Zauberei

Stefan Staub, Datenschutzbeauftragter und Vorstandsmitglied des Berufsverbands der Datenschutzbeauftragten Deutschlands (BvD) erklärt: "Beim Onlinehandel muss man prinzipiell nur die Daten angeben, die zwingend für die Abwicklung des Geschäfts notwendig sind." Marken- und Versandhändler bieten in aller Regel sichere Seiten an, wie der Hamburger Rechtsanwalt und Fachmann für IT- und Internetrecht, Jochen Plett, weiß: "Es kommt im Wesentlichen auf die technische Übermittlung der Daten an und darauf, wie der Verkäufer damit umgeht. Sicher sind die Übertragungswege über https-Seiten sowie Verschlüsselungen. Trotzdem sollte man vorher bei seinem Kreditkartenunternehmen die Fristen für einen Widerruf erfragen."

Augen auf beim Surfen

Erscheint beim Surfen eine Internetseite oder ein Onlineshop als nicht vertrauenswürdig, dann sollte man dort nicht einkaufen und sich über den Anbieter informieren. Dies kann man über Google ebenso wie in Foren, auf Blogs oder bei den Verbraucherverbänden. Doch man kann die Kunden auch beruhigen, wie es E-Business-Experte Achim Plattner tut: "Bei bekannten und vertrauenswürdigen Marken kann man in der Regel nichts falsch machen."

Kommt es doch mal zu einem Streitfall, der vor Gericht endet und dort entschieden werden muss, kann eine Rechtsschutzversicherung hilfreich sein. Wie man eine passende findet, das erklärt Hans-Jürgen Niehues, Jurist und Rechtsschutzexperte bei der D.A.S. Hamburg: "Gerade in solchen Fällen helfen spezielle Rechtsschutz-Internet-Produkte, etwa der D.A.S. Internet-Rechtsschutz. Das ist der ,Surf-Airbag' für im Internet privat abgeschlossene Verträge."
Autor: nnz

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