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Martenstein erlebt

Freitag, 27. April 2012, 16:20 Uhr
Der Mann von der ZEIT las zu Beginn der Nordhäuser Session "zufällig" aus einem Manuskript, in dem er sich kolumnenhaft natürlich mit Nordhausen befasste, oder genauer gesagt, mit seinem bekanntesten Erzeugnis – dem Doppelkorn...

Martenstein bei Humboldt (Foto: nnz) Martenstein bei Humboldt (Foto: nnz)

Nähe zum Publikum schaffen, nennt man das. Eis brechen. Zu einem Publikum im Nordhäuser Humboldt-Gymnasium, das mitten im letzten regulären Schultag lachte, sinnierte und nachdachte. Über das Verhältnis von schwul und geil zum Beispiel. Oder porno, was jungdeutsch geil bedeutet. Und schwul - das Gegenteil zu geil - eine Metamorphose zu psycho durchgemacht hat. So ist der Hitchkock-Klassiker „Psycho“ einfach nur porno, was früher geil bedeutete. Soweit zu den Wortspielen als Vorspiel.
Das nachfolgende Zwischenspiel, das spielten Martensein und Heise, der Schüler, der maßgeblichen Anteil an dieser Letzte-Schultag-Lesung hatte. Der Mann gab dabei kund, dass er seinem Hund einem Beflüsterer aussetzen wird und dass er sich von einem Blinden abtasten würde.

Organisiert hatte diesen kurzweiligen Schulabschluss Maximilian Heise, der Kurssprecher der 11/1. Und Maximilian war es auch, der dem Manne, der Kolumne zwischen Journalismus und Literatur verortet sieht, viele Fragen stellte, die ihm bereits ein erste Rüstzeug für seine späteren Avancen zum Journalisten mitgeben: Er hatte sich auf seinen Gesprächspartner vorbereitet.

Fazit: Ein geiler Vormittag in der Aula den Humboldt-Gymnasiums, der einfach nur "porno" war...

Harald Martenstein ist Kolumnist bei der ZEIT und Redakteur beim Berliner Tagesspiegel
Autor: nnz

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