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Norweger lernen von Thüringen

Freitag, 27. April 2012, 11:31 Uhr
In der vergangenen Woche stand Nordhausen nicht nur im Zeichen des Wahlkampfes, sondern auch des Klimakonzeptes 2050. Verschiedene Veranstaltungen – Konzeptvorstellungen, Bürgergespräche, Expertengruppen – sorgten für die Vorstellung und Verbreitung des Handlungsplans der Stadt Nordhausen für den stetigen Ausbau erneuerbarer Energien und die Einsparung von CO2 in den kommenden Jahren bis 2050.

Norweger in Nordhausen (Foto: privat) Norweger in Nordhausen (Foto: privat)

Nicht nur für Nordhausen und deren Bürger ist dies in heutiger Zeit ein wichtiger Aspekt. Auch in Ländern wie Norwegen, wo aktuell noch viele Quellen für Energie sorgen, beschäftigt man sich mit energieeffizienten Ansätzen und ökologisch sinnvollen Einsparpotenzialen.

Eine fünfköpfige Delegation aus Norwegen besuchte daher am 17. April die Rolandstadt und informierte sich ausführlich über das fachlich fundierte Klimakonzept und bereits aktiv durch die Stadt praktizierte Energiesparmaßnahmen. Die Besucher kamen aus dem Hordaland-Bezirk im Westen von Norwegen und wurden durch den Europa-Service Nordthüringen begleitet. In den Kommunen der Region arbeiten sie gemeinsam an ähnlichen Konzepten für Ihre Region, vorrangig um zu den Kyoto-Klimaschutzzielen beizutragen.
err Weber von den Stadtwerken erläuterte während einer Begehung der Photovoltaikanlage Nentzelsrode deren Kapazität und Leistung. Darüber hinaus sprach er über das gerade in Umsetzung befindliche LED-Lichtkonzept der Stadt und informierte die Norweger über Einspeisevergütungen in Deutschland und Ertragsmöglichkeiten der unterschiedlichen erneuerbaren Energieformen. Auch für die Abfallverwertung und -trennung der Anlage interessierten sich die Norweger.

Später wurde die Norwegische Delegation an der Fachhochschule Nordhausen begrüßt. Hier hatte der Europa-Service ein Treffen mit Gabriela Sennecke von der Stadtverwaltung und Prof. Genske sowie Frau Ruff aus dem Studiengang Umwelt- und Recyclingtechnik organisiert. Frau Sennecke stellte das bei der Fachhochschule in Auftrag gegebene Klimaschutzkonzept der Stadt Nordhausen vor und sprach über die Ziele in den kommenden Jahren. Herr Professor Genske erläuterte die Ergebnisse einer Studie, in deren Rahmen Energiesparpotenziale in verschiedenen Europäischen Kommunen berechnet wurden. Anschließend blieb noch Zeit für einen Gang durch das August-Kramer-Institut und die Vorstellung verschiedener Techniken im Bereich erneuerbare Energien und Umwelt- und Recyclingtechnik.

Die Norwegischen Umwelt- und Energieexperten finanzierten Ihren einwöchigen Aufenthalt in Thüringen, bei dem sie sich in verschiedenen Städten mit Energieakteuren austauschten, mithilfe Europäischer Fördermöglichkeiten.

Unternehmer, die Interesse haben, sich in Norwegen Ihrerseits über die Klimaschutzziele der Kommune Hordaland zu informieren, können sich beim Europa-Service Nordthüringen melden. Wir beraten Sie u.a. bei Fördermöglichkeiten für solche Auslandsaufenthalte.

Europa-Service Nordthüringen
Tel.: 03631 – 918 200
E-Mail: esn@bic-nordthueringen.de
Autor: nnz

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