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Klassikerstädter beim Klassenprimus

Freitag, 27. April 2012, 10:21 Uhr
Im drittletzten Heimspiel der laufenden Landesligasaison , die bisher für den FSV Wacker 90 Nordhausen einen äußerst positiven Verlauf nahm, empfangen die Goslar-Schützlinge am Sonntag den alten Bekannten SC 1903 Weimar im Albert-Kuntz-Sportpark. Der Vorbericht wie immer von Klaus Verkouter...


Der 24. Spieltag der Köstritzer-Liga Thüringen, ausgetragen wieder an zwei Tagen, hält diese Paarungen parat
  • Nordhausen - Weimar
  • Altenburg - Sondershausen
  • Heiligenstadt - Gera
  • Jena - Rudolstadt
  • Arnstadt - Neustadt/Orla
  • Meuselwitz II - Martinroda
  • Borsch - Eisenach
  • Mühlhausen - Leinefelde
Darunter sind bei der Tabellenkonstellation nach der 23. Runde einige von besonderer Bedeutung für den zweiten Platz, der direkt für den Aufstieg ausreichen könnte.

Wollen Zuhause gewinnen (Foto: privat) Wollen Zuhause gewinnen (Foto: privat)

Auf jeden Fall werden sich die Verfolger Wackers gegenseitig die Punkte wegnehmen. Doch blicken wir wieder auf das Traditionsduell Wacker gegen SC 1903, das vom hessischen Schiedsrichtertrio unter Referee Martin-Frederik Kliebe (Hessisch-Lichtenau) geleitet wird. Die Gäste holten zuletzt ein achtbares 2:2-Unentschieden gegen SV SCHOTT Jena, was SC-Trainer Frank Schön zu dieser Einschätzung veranlasste: "Klar sind wir enttäuscht, dass wir den Sieg nicht heimgebracht haben. Bei den Gegentoren haben wir es Jena zu einfach gemacht. Aber wenigstens zeigte die Truppe Gesicht und stemmte sich gegen die Niederlage." (Homepage Weimar)

Das wird auch gegen Wacker der Fall sein; denn die Nulldreier liegen nun nur noch einen winzigen Punkt Abstand von den drei vermeintlichen Abstiegsplätzen entfernt (je nach Lage in den höherklassigen Ligen liegt deren Anzahl zwischen 1 und 3). Wie schwer es gegen solche Mannschaften ist, Siege einzufahren, hat der FSV schon am eigenen Leib zu spüren bekommen. Wacker ist nun schon seit drei Spieltagen ohne vollen Erfolg und alle Akteure werden darauf brennen, zu Hause drei wichtige Punkte einzufahren.

Erste Missfallenbekundungen bzw. Schadenfreude in gewissen Internet-Foren sollten die echten Anhänger und vor allem die Aktiven kalt lassen. Die Verantwortlichen, sicher auch die meisten Fans, sind trotzdem sehr stolz auf unsere Mannschaft; denn der Vorsprung auf die Konkurrenz in der Thüringenliga ist mit 14 Punkten nach wie vor äußerst komfortabel. Mal ehrlich: Hätten Sie das vor der Saison erwartet? Und das in einer relativ ausgeglichenen Liga, wo jeder doch (fast) jeden schlagen kann!

Natürlich erhöht sich nun am Ende eines kräftezehrenden Spieljahres die Belastung für die Aktiven. Verletzungen sind nicht mehr so leicht wegzustecken und verringern die Besetzungsvarianten des Trainers bei einem immer kleiner werdenden Kader. Seit Wochen stehen nur 14/15 Mann im Training voll zur Verfügung. Deshalb von einer „kleinen Krise“ zu sprechen, halten wir für unangemessen. René Taute und Stephan Hoffmann haben in der Zweiten beim 5:0-Erfolg über Urbach schon wieder Wettkampfpraxis sammeln können. Vielleicht sind sie für Trainer Jörg Goslar sogar Alternativen.

Das Jubiläumsspiel beider Vereine – 70. Punktkampf Nordhausen gegen Weimar in der Geschichte – wird hoffentlich wieder viele hundert Fans ins Stadion locken. Die Mannschaft braucht im Endspurt weiter deren Unterstützung, gerade dann, wenn es einmal nicht so läuft wie erhofft.
Klaus Verkouter
Autor: nnz

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