„Ich war mit dabei!“
Montag, 03. November 2003, 11:18 Uhr
Nordhausen (nnz). 100.000 Menschen demonstrierten am Samstag in Berlin gegen den so genannten Sozialabbau. Mit dabei eine Gruppe aus Nordhausen. Ein Nordhäuser hat seine Erlebnisse für die nnz aufgeschrieben.
Ein breites Bündnis von Organisationen hatte für den 1.11.2003 zu einer Großdemonstration gegen Sozialkahlschlag aufgerufen. Aus dem gesamten Bundesgebiet waren Zehntausende angereist um den Protest auf die Straße zu tragen. Auch ca. 20 Nordhäuser ließen sich vom regnerischen Wetter nicht abhalten und waren dem Aufruf des Nordhäuser Bündnis gegen Sozialabbau gefolgt und sind mit der Bahn nach Berlin gefahren.
Während sich anfangs "nur" 30000 Menschen auf dem Alexanderplatz einfanden, so wuchs die Zahl der Demonstranten bis zur Abschlusskundgebung auf dem Gendarmenmarkt auf über 100000 an. Damit wurden die Erwartungen der Veranstalter um das fünffache übertroffen.
Bereits im Vorfeld der Auftaktkundgebung wurde die Regierung an offenen Mikrofonen und mit kreativen Aktionen scharf kritisiert und Alternativen zum herrschenden Neoliberalismus aufgezeigt. Viele Redner zeigten sich aber auch enttäuscht und wütend, wegen der Untätigkeit der Gewerkschaftsführung. Der Ruf nach einem allgemeinen Generalstreik war unüberhörbar und wurde von den zahlreich anwesenden Gewerkschaftern (hauptsächlich von IG Metall und verdi) unterstützt. Erstaunlich war auch die Einigkeit mit der unterschiedlichste politische Richtungen, Arbeiter, Angestellte, Behinderte, Rentner und Jugendliche gemeinsam demonstrierten.
Mit dieser Aktion wurde der Regierung gezeigt, dass die Bevölkerung diese unsozialen Maßnahmen nicht mehr widerspruchslos hinnimmt und eine andere Politik nötig ist. Allen Beteiligten war aber auch klar, dass dies nur der Anfang sein kann und der Protest in vielfältiger Form lokal, national und global weitergehen muss.
Julian Karwath, Nordhausen
Autor: nnzEin breites Bündnis von Organisationen hatte für den 1.11.2003 zu einer Großdemonstration gegen Sozialkahlschlag aufgerufen. Aus dem gesamten Bundesgebiet waren Zehntausende angereist um den Protest auf die Straße zu tragen. Auch ca. 20 Nordhäuser ließen sich vom regnerischen Wetter nicht abhalten und waren dem Aufruf des Nordhäuser Bündnis gegen Sozialabbau gefolgt und sind mit der Bahn nach Berlin gefahren.
Während sich anfangs "nur" 30000 Menschen auf dem Alexanderplatz einfanden, so wuchs die Zahl der Demonstranten bis zur Abschlusskundgebung auf dem Gendarmenmarkt auf über 100000 an. Damit wurden die Erwartungen der Veranstalter um das fünffache übertroffen.
Bereits im Vorfeld der Auftaktkundgebung wurde die Regierung an offenen Mikrofonen und mit kreativen Aktionen scharf kritisiert und Alternativen zum herrschenden Neoliberalismus aufgezeigt. Viele Redner zeigten sich aber auch enttäuscht und wütend, wegen der Untätigkeit der Gewerkschaftsführung. Der Ruf nach einem allgemeinen Generalstreik war unüberhörbar und wurde von den zahlreich anwesenden Gewerkschaftern (hauptsächlich von IG Metall und verdi) unterstützt. Erstaunlich war auch die Einigkeit mit der unterschiedlichste politische Richtungen, Arbeiter, Angestellte, Behinderte, Rentner und Jugendliche gemeinsam demonstrierten.
Mit dieser Aktion wurde der Regierung gezeigt, dass die Bevölkerung diese unsozialen Maßnahmen nicht mehr widerspruchslos hinnimmt und eine andere Politik nötig ist. Allen Beteiligten war aber auch klar, dass dies nur der Anfang sein kann und der Protest in vielfältiger Form lokal, national und global weitergehen muss.
Julian Karwath, Nordhausen
