nnz-online

nnz-Sportvorschau: Handball

Freitag, 20. April 2012, 07:43 Uhr
Die Saison liegt bei den Handballern in den letzten Zügen. So nähert sich auch in der männlichen Jugend B das Ende. Die Nordhäuser spielen in dieser Altersklasse um den Meistertittel in Thüringens Königsklasse, weiß Frank Ollech zu berichten...


Drei Punktspiele trennen die Rolandstädter in dieser Altersklasse von Landesmeistertittel und dem Ende der Saison. Zwei Spiele müssen sie noch siegreich gestalten um nicht nur vom Tittel zu träumen sondern ihn in den Südharz zu holen. Die Ausgangslage ist somit glänzend, es ist die Beste des Spitzentrios.

Das Trio besteht aus Nordhausen, Mühlhausen und Apolda. Während Apolda mit 10 Minuspunkten dem Atem von Gera - Platz 4 - im Nacken spürt, haben es die Südharzer - 2 Minuspunkte - mit Mühlhausen - 4 Minuspunkte - zu tun. Da beide Team schon gegeneinander antraten und jeweils ihre Heimspiele gewannen, wird bei Punktgleichheit das Torverhältnis herangezogen. Dies spricht mit 64:60 Treffern für die Nordhäuser, somit müssen die Mühlhäuser auf einen Ausrutscher hoffen, um am Ende selbst auf Platz 1 stehen zu können.

Somit werden sie am Samstag ab 17:00 Uhr dem HSV Apolda die Daumen drücken, dahin verschlägt es den Spitzenreiter. Beide Teams dabei unter Druck, der HSV dabei etwas mehr. Verlieren sie, ist Gera ihnen unmittelbar auf den Versen. Da sie am vorletzten Spieltag auch noch direkt die Klingen kreuzen, allerdings in Apolda, würde sie eine Niederlage in Zugzwang bringen.

Auch die Nordhäuser gehen mit hohen Erwartungen in diese Partie. Sie benötigen noch zwei Siege zur Meisterschaft und Apolda könnte das Zünglein an der Waage sein. In den zwei noch ausstehenden Begegnungen spielt der NSV zu Hause gegen den vorletzten Könitz/Saalfeld bevor ein ganz harter Brocken am letzten Spieltag ansteht.

Die Reise führt nach Weimar zum HSV, derzeit Tabellenfünfter. Der Platz täuscht, die Mannschaft aus Thüringens Kulturstadt ist wesentlich besser als ihre Platzierung. Sie stellen mit 286 Treffern den zweitbesten Angriff der Liga. Nur in der Abwehr klappt es nicht so richtig. Mit 267 kassierten sie so viele wie keine anderes Team. Die Gäste müssen steht's auf der Hut sein und mindestens über 32. Treffer erzielen. Darunter hat der HSV noch keine Mannschaft gewinnen lassen.

Ein Sieg in Apolda und zu Hause gegen Könitz/Saalfeld und die Festung Weimar wäre nur noch Makulatur, der Pott stände dann bereits schon lange in Nordhausen. Dazu benötigen sie eine gesunde Portion Selbstbewusstsein. Leider haben sie auch gerade mit dem Selbstbewusstsein das eine oder andere mal gekämpft. Sie hatten einfach zu viel davon und den Regler für eine richtige Dosierung nicht gefunden. Aufgrund der Platzierung gehen sie als Favorit an den Start, eine Bürde die sie gern tragen.
Frank Ollech
Autor: nnz

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de