Wacker im Stadion der Freundschaft
Freitag, 20. April 2012, 07:25 Uhr
Am Sonntag steigt im Geraer Stadion der Freundschaft (Hofwiesenpark 6) das Spiel der Rückrunde zwischen der BSG Wismut Gera und dem FSV Wacker 90 Nordhausen und wir haben den Vorbericht von Klaus Verkouter...
Zu Hause am Steg lautet die große Überschrift der Wismut-Homepage. Doch dieses Mal ist man aus Sicherheitsgründen Gastgeber des Verbandsligaspiels im einstigen Feindesstadion des insolventen 1. FC Gera 03. Ob sich dieses Stadion allerdings des Namens würdig erweist, ist bei am Sonntag – zumindest nach den Zuschauerausschreitungen beim letzten Pokalspiel –fraglich. Zu groß waren leider die Diskrepanzen beider Fanlager bei der letzten Begegnung. Eigentlich schade; denn in früheren Jahrzehnten ging es bei den vielen Punktspielen zwischen Wismut und Motor stimmungsvoll, aber fair auf den Rängen zu.
Wir Nordhäuser können nur hoffen, dass die Rückkehr zu einer solchen nostalgischen Atmosphäre möglich wird. Trotzdem wird Pfeffer im Spiel sein, will doch Gera nach dem 6:5-Pokalsieg im Elfmeterschießen Wacker zum zweiten Mal in die Knie zwingen und zugleich Revanche für die im Albert-Kuntz-Sportpark erlittene 1:4-Punktspiel-Niederlage nehmen. Bei der momentanen Lage scheint das nicht unmöglich zu sein.
Wismut wird nach längerer Talfahrt und den eigenen Turbulenzen hinter den Kulissen über den künftigen Weg, die man bis nach Nordhausen wahrnimmt, und dem 2:0-Auswärtssieg beim SV SCHOTT Jena den Aufwind nutzen wollen, dem ungeschlagenen Spitzenreiter die erste Liga-Niederlage zu zuzufügen. Die angespannte personelle Situation bei Wacker spricht momentan nicht unbedingt für eine Favoritenstellung des Tabellenführers.
Mehr noch als die Nordhäuser hatte Wismut vor der Saison mit den Zugängen Martin Gerold (FSV Ronneburg), Ronny Scholze (1. FC Gera), Michael Urbansky (VfB Pößneck), Rene Neumaier (SV Schmölln), Marcel Lange (Kraftsdorfer SV), Christian Kruschke (OTG Gera) und beim Nachschlag in der Winterpause mit Vinh Nong-Hoang, Oliver Hoffmann, Kevin Gareis und Alexander Just (alle 1. FC Gera), Chris Schiller (1. FC Trogen) aufgerüstet, wobei bis zuletzt der erhoffte Erfolg ausblieb.
Das alles und das Verbot der Fanzeitschrift wirkten sich auf große Teile der Fanszene aus, indem die Geraer Ultras auch noch das Heimspiel gegen Rudolstadt boykottierten. Diese Gruppierung begründete das so: Für uns gibt es leider keine andere Option. Eine Aussprache mit dem Vorstand brachte leider keinen Konsens. Wir müssen jetzt ein Zeichen setzen. Aber das sind nicht die Wacker-Probleme und wir werden sie nicht kommentieren. Die liegen vielmehr in der momentanen Kadersituation. Von den Langzeitverletzten dürfte nach Lage der Dinge noch niemand wieder für einen 90-Minuten-Einsatz zur Verfügung stehen. Auf alle Fälle wünschen wir denen und unseren beiden gegen Neustadt/Orla ausgeschiedenen Jindrich Pelan (Bild) und Marcel Goslar (Bild) eine schnelle Rückkehr ins Team. Wenn hinten – wie in der Rückrunde leider nur gegen Borsch und Leinefelde – die Null steht, dürfte Wacker um den mit 13 Treffern die interne Torschützenliste anführenden Robert Stark (Bild) auch in Gera ein Torerfolg zuzutrauen sein.
Wacker II empfängt fast zeitgleich am Sonntag um15 Uhr im Albert-Kuntz-Sportpark den TSV 03 Urbach, der zuletzt Spitzenreiter Bad Frankenhausen ein beachtliches 2:2 abtrotzte. Einen weiteren Punktverlust darf sich die Etzrodt-Mannschaft nicht leisten.
Klaus Verkouter
Autor: nnzZu Hause am Steg lautet die große Überschrift der Wismut-Homepage. Doch dieses Mal ist man aus Sicherheitsgründen Gastgeber des Verbandsligaspiels im einstigen Feindesstadion des insolventen 1. FC Gera 03. Ob sich dieses Stadion allerdings des Namens würdig erweist, ist bei am Sonntag – zumindest nach den Zuschauerausschreitungen beim letzten Pokalspiel –fraglich. Zu groß waren leider die Diskrepanzen beider Fanlager bei der letzten Begegnung. Eigentlich schade; denn in früheren Jahrzehnten ging es bei den vielen Punktspielen zwischen Wismut und Motor stimmungsvoll, aber fair auf den Rängen zu.
Wir Nordhäuser können nur hoffen, dass die Rückkehr zu einer solchen nostalgischen Atmosphäre möglich wird. Trotzdem wird Pfeffer im Spiel sein, will doch Gera nach dem 6:5-Pokalsieg im Elfmeterschießen Wacker zum zweiten Mal in die Knie zwingen und zugleich Revanche für die im Albert-Kuntz-Sportpark erlittene 1:4-Punktspiel-Niederlage nehmen. Bei der momentanen Lage scheint das nicht unmöglich zu sein.
Wismut wird nach längerer Talfahrt und den eigenen Turbulenzen hinter den Kulissen über den künftigen Weg, die man bis nach Nordhausen wahrnimmt, und dem 2:0-Auswärtssieg beim SV SCHOTT Jena den Aufwind nutzen wollen, dem ungeschlagenen Spitzenreiter die erste Liga-Niederlage zu zuzufügen. Die angespannte personelle Situation bei Wacker spricht momentan nicht unbedingt für eine Favoritenstellung des Tabellenführers.
Mehr noch als die Nordhäuser hatte Wismut vor der Saison mit den Zugängen Martin Gerold (FSV Ronneburg), Ronny Scholze (1. FC Gera), Michael Urbansky (VfB Pößneck), Rene Neumaier (SV Schmölln), Marcel Lange (Kraftsdorfer SV), Christian Kruschke (OTG Gera) und beim Nachschlag in der Winterpause mit Vinh Nong-Hoang, Oliver Hoffmann, Kevin Gareis und Alexander Just (alle 1. FC Gera), Chris Schiller (1. FC Trogen) aufgerüstet, wobei bis zuletzt der erhoffte Erfolg ausblieb.
Das alles und das Verbot der Fanzeitschrift wirkten sich auf große Teile der Fanszene aus, indem die Geraer Ultras auch noch das Heimspiel gegen Rudolstadt boykottierten. Diese Gruppierung begründete das so: Für uns gibt es leider keine andere Option. Eine Aussprache mit dem Vorstand brachte leider keinen Konsens. Wir müssen jetzt ein Zeichen setzen. Aber das sind nicht die Wacker-Probleme und wir werden sie nicht kommentieren. Die liegen vielmehr in der momentanen Kadersituation. Von den Langzeitverletzten dürfte nach Lage der Dinge noch niemand wieder für einen 90-Minuten-Einsatz zur Verfügung stehen. Auf alle Fälle wünschen wir denen und unseren beiden gegen Neustadt/Orla ausgeschiedenen Jindrich Pelan (Bild) und Marcel Goslar (Bild) eine schnelle Rückkehr ins Team. Wenn hinten – wie in der Rückrunde leider nur gegen Borsch und Leinefelde – die Null steht, dürfte Wacker um den mit 13 Treffern die interne Torschützenliste anführenden Robert Stark (Bild) auch in Gera ein Torerfolg zuzutrauen sein.
Wacker II empfängt fast zeitgleich am Sonntag um15 Uhr im Albert-Kuntz-Sportpark den TSV 03 Urbach, der zuletzt Spitzenreiter Bad Frankenhausen ein beachtliches 2:2 abtrotzte. Einen weiteren Punktverlust darf sich die Etzrodt-Mannschaft nicht leisten.
Klaus Verkouter



