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nnz-Betrachtung: Gut so!

Freitag, 31. Oktober 2003, 18:51 Uhr
Nordhausen (nnz). Nun haben die Nordhäuser Sozialdemokraten ihre Landtagskandidaten zum zweiten Mal gewählt. Das Ergebnis ist ähnlich. Manfred Breitrück konnte sich erneut durchsetzen...


Und das ist, wenn man es objektiv betrachtet, auch gut so. Hätte nämlich Andreas Wieninger in diesem zweiten Gang das Rennen gemacht, es hätte dieser Wahl immer ein unguter Geruch angehaftet. Insider in der Sozialdemokratie wissen doch, dass es bei einem ersten Wieninger-Wahlsieg wohl kaum die rechtliche Botschaft des Matthias Jendricke gegeben hätte. Das hatte man ihm auch schon des Öfteren gesagt. Nun gab es gestern erneut lange Gesichter bei den Wieninger-Unterstützern.

Breitrück muß es vermutlich gegen Dr. Klaus Zeh (CDU) aufnehmen. Die Chancen (auch ohne bundespolitischen Einfluß) scheinen da eher gering. Doch es geht eigentlich nicht um den zweiten oder dritten Platz in der Wählerlistengunst, sondern es geht um die Listenplätze. Die würfelt der Landesvorstand der Thüringer SPD aus. Klar auch, dass dabei die Direktkandidaten die ersten Plätze auf der Liste unter sich ausmachen, dann erst kann Andreas Wieninger seine Empfehlung abgeben.

Und machen wir uns doch nichts vor, die SPD wird wohl im kommenden Jahr kaum die Hälfte aller Abgeordneten im Thüringer Landtag stellen. Und so wird sich Andreas Wieninger wohl weiter auf seinen Job bei der Bahn, seine Nebenjobs in der kommunalen und gewerkschaftlichen Politik konzentrieren können. Und Manfred Breitrück, der wollte doch eigentlich schon lange mit dem Wahlkampf anfangen. Haben Sie schon was gemerkt? Aber es gibt jetzt die zweite Chance für den Anlauf.
Autor: nnz

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