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2.600.000.000 Kilogramm Abfall

Freitag, 31. Oktober 2003, 16:36 Uhr
Nordhausen (nnz). Können Sie sich noch an die Diskussionen um den Zweckverband Abfallwirtschaft Nordthüringen erinnern? Um Abfall geht es auch im folgenden Beitrag und zwar mit nur einem einzigen Klick.


An Thüringer Anlagen der Entsorgungswirtschaft wurden im Jahr 2002 insgesamt 2,6 Millionen Tonnen Abfälle geliefert, sieben Prozent weniger als im Jahr zuvor. Damit wurden über eine Millionen Tonnen auf Deponien beseitigt und 800 Tausend Tonnen in Kompostierungsanlagen verwertet. Die restlichen 800 Tausend Tonnen wurden in sonstigen Abfallbehandlungsanlagen, von der Bodenbehandlungs- bis zur Autoverwertungsanlage, zur Wiederverwertung aufbereitet.
Obwohl die in Thüringen behandelten Abfälle zu 30 Prozent aus anderen Bundesländern und geringe Mengen auch aus dem Ausland stammten, sind die 2,6 Millionen Tonnen die geringste Menge seit dem Inkrafttreten des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes im Jahr 1996.

An Thüringer Anlagen der Entsorgungswirtschaft wurden im Jahr 2002 insgesamt 2,6 Millionen Tonnen Abfälle geliefert. Nach Angaben des Thüringer Landesamtes für Statistik waren es sieben Prozent weniger als im Jahr zuvor. Obwohl die in Thüringen behandelten Abfälle zu 30 Prozent aus anderen Bundesländern und geringe Mengen auch aus dem Ausland stammen, sind die 2,6 Millionen Tonnen die geringste Menge seit dem Inkrafttreten des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes im Jahr 1996.

Ein besonders deutlicher Rückgang der Abfallmenge war bei den verbliebenen 24 Deponien (6 Deponien weniger als 2001) zu erkennen. Im Jahr 2002 wurden über eine Million Tonnen Abfälle auf Deponien beseitigt. Das waren 17,5 Prozent weniger als im Jahr 2001.
Von besonderer Bedeutung sind die deponierten Siedlungsabfälle. Auf 17 Deponien wurden 591 Tausend Tonnen Siedlungsabfälle abgelagert, fast 15 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Die Menge der Siedlungsabfälle reduzierte sich von 287 Kilogramm je Einwohner im Jahr 2001 auf 247 Kilogramm je Einwohner im abgelaufenen Kalenderjahr. Damit produzierte jeder Thüringer im Jahr 2002 im Durchschnitt weniger als 5 kg Abfall pro Woche.

Anders stellt sich die Situation in den 46 Thüringer Kompostierungsanlagen dar. Die kompostierte Abfallmenge stieg seit 1996 beständig an und legte 2002 gegenüber dem Jahr zuvor nochmals um 10 Prozent zu. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 803 Tausend Tonnen kompostierbare Abfälle zur Verwertung angeliefert. Wie in den Vorjahren stammen die Rohstoffe zu annähernd 60 Prozent aus anderen Bundesländern. 362 Tausend Tonnen der in Kompostierungsanlagen verarbeiteten Mengen zählen zu den Siedlungsabfällen.

Der Großteil der verbleibenden Abfallmengen, die an öffentlich zugängliche Entsorgungsanlagen geliefert wurden, sind in Bodenbehandlungsanlagen, in Schredder- oder Autoverwertungsanlagen zu wieder verwendbaren Rohstoffen umgewandelt worden. Die in derartigen Anlagen verwertete Abfallmenge hatte von 1996 bis 1999 rasant zugenommen, ist seitdem aber rückläufig. Im Jahr 2002 wurden nur noch 800 Tausend Tonnen behandelt, 40 Tausend Tonnen weniger als im Jahr zuvor. Der Rückgang wurde ausschließlich durch weniger Lieferungen aus anderen Bundesländern verursacht.
Autor: nnz

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