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Senioren sind keine schlechteren Autofahrer

Freitag, 13. April 2012, 13:54 Uhr
Wahlkämpfe bringen es mit sich, dass kein Thema, aber auch wirklich kein Thema ausgespart werden kann. Auch nicht die Fahrtüchtigkeit der älteren Menschen...


„Ich finde es unerhört, Senioren zu diskriminieren und zur freiwilligen Abgabe ihres Führerscheins aufzufordern“, sagte der Landratskandidat der CDU, Egon Primas, mit Blick auf die aktuelle öffentliche Diskussion heute in Nordhausen. Sogenannte „Verkehrsexperten“ hatten unter anderem vorgeschlagen, älteren Menschen ein Jahr lang kostenlos Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln zu gewähren, wenn sie freiwillig ihren Führerschein abgeben.

Primas fordert eine würdige Diskussion und kritisiert scharf die Verklärung, allein Senioren würden durch physische Defizite und Unsicherheiten vermehrt zum Unfallrisiko.

„Für die älteren Verkehrsteilnehmer, die angesichts der demografischen Entwicklung immer mehr werden, wird die Teilnahme am Straßenverkehr zunehmend zu einer Herausforderung“, stellt Egon Primas fest. Das bedeute aber nicht, dass man Senioren einfach den Führerschein wegnehmen solle. Vielmehr bedürfe es systematischer Aufklärungsarbeit und innovativer Kampagnen.

„Spezielle Fahrsicherheitstrainings eignen sich dazu, Unsicherheiten abzubauen und Fahrtechniken oder Reaktionen für Gefahrensituationen auszubilden. Hierbei müssen die spezifischen Probleme älterer Fahrer in den Mittelpunkt gestellt und die Grenzen des eigenen Fahrvermögens können gefahrlos sichtbar gemacht werden“, zeigt sich Primas überzeugt.
Autor: nnz

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