nnz-online

nnz-Sportvorschau: Handball

Donnerstag, 12. April 2012, 13:30 Uhr
Gleich zwei Mal kreuzten Mühlhausen und Nordhausen am Wochenende die Klingen auf dem Parkett der Ballspielhalle. Zum einem steht das Nachholspiel der Verbandsliga der Männer auf dem Programm und zum anderen das Duell der Nordlichter in der Thüringenliga. Die Vorschau auf ein Handball-Wochenende von Frank Ollech...


Mit einem Blick auf die Tabelle ist der 23. Spieltag in der Thüringenliga der Männer eigentlich kein besonderer. Dazu beigetragen haben auch einige Informationen die über Ostern eintrafen. Die Nordhäuser, als zwölfter, können seid dem letzten Wochenende aufatmen. Mit der Bildung einer Spielgemeinschaft zwischen Gotha und Goldbach/Hochheim sollte es keine Aufstockung der Anzahl von Abstiegskanditaten geben.

Laut Abstiegsregelung des Thüringer Handball Verbandes steigt am Ende der Saison nur eine Mannschaft aus der Liga ab. Da aber die Platzierungen von Thüringer Vereinen (Erfurt und Ziegelheim) in der mitteldeutschen Oberliga derzeit nach unten zeigen, hätte sich die Anzahl der Absteiger aus der Thüringenliga vergrößert. Bei diesem Rechenspiel sind auch noch die Absteiger aus der Regionalliga in die Mitteldeutsche zu berücksichtigen. Kurzum, es hätte bis zu drei Absteiger geben können.

Der Vfb TM Mühlhausen war da über die Saison entspannter, sie fanden nach anfänglichen Schwierigkeiten ihren Rhythmus. Vor allem ihre heimische "Damaschke-Halle" machten sie mit 18:4 Punkten zu einer wahren Festung. Auswärts hingegen ließen sie, wie die Nordhäuser, einige wichtige Punkte liegen. Da sie derzeit mit Rang 5 jenseits von Aufstieg und Abstieg liegen können sie gelöst aufspielen, tragen deshalb sogar erstmalig die Favoritenbürde im „ Duell der Nordlichter „ in der Ballspielhalle.

Ein Duell, welches seid Jahren nicht unbedingt von der Tabellensituation geprägt wird. Es ist halt ein Derby und die haben bekanntlich ihre eigenen Gesetze. Im Hinspiel kochten die Emotionen sehr hoch, die Partie eine Zerreißprobe für jedes Nervenkostüm. Damals rissen die Mühlhäuser buchstäblich in der letzten Minute den Sieg aus dem Feuer (26:24).

Die Nordhäuser hoffen am Samstag ab 19:00 Uhr auf ein umgekehrtes Ergebnis. Die in dieser Saison weit hinter den Erwartungen zurückgebliebenen Südharzer wollen sich, angesichts der guten Nachrichten über Ostern, in den zwei noch ausstehenden Heimspielen beim Fanblock für die Treue mit guten Leistungen bedanken.

Leider zieht sich der Faden der Verletzungen oder berufsbedingten Ausfälle wie ein roter Faden durch die Saison des NSV. Diesmal fehlt Martin Stritzel und hinter dem Einsatz von Andre Elster steht ein großes Fragezeichen. Seine Daumenverletzung erweist sich hartnäckiger als erwartet. Hinzu kommt der Langzeitverletzte Christian Flötling. Er wird den Nordhäusern im Rückraum enorm fehlen.

Hoffen wir, dass das Derby der Nordlichter am Samstag von allen sportlich ausgetragen wird. Auch wenn die Emotionen hoch kochen und die Partie Spannung verspricht gilt: Fair Play auf dem Spielfeld und auf den Zuschauerrängen (auf beiden Seiten).

Nicht ganz so spannungsreich, aber ebenfalls ein Derby, ist das Aufeinandertreffen der Zweiten und der Dritten von Nordhausen und Mühlhausen. Für beide Teams ist es die letzte Partie der Saison. Ihre Platzierungen haben sie schon in Beton gegossen, das Ergebnis hat nur noch rein statistischen Wert. Spielbeginn 17:00 Uhr.

Die Reise der Frauen führt am Samstag nach Jena, zur Zweiten des HBV. Für die ebenfalls in dieser Saison weit hinter den Erwartungen zurückgebliebenen NSV Damen wiederum ein schwerer Gang. Stehen ihnen doch seid geraumer Zeit nur noch wenige Spielerinnen zur Verfügung. Unter diesen Voraussetzungen wird das Ende der Spielserie sehnlichst erwartet. Spielbeginn Samstag 16:00 Uhr.
Frank Ollech
Autor: nnz

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de