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Luther im Mittelpunkt

Mittwoch, 11. April 2012, 13:51 Uhr
In der vergangenen Woche trafen sich der Superintendent des evangelischen Kirchenkreises Südharz, Michael Bornschein, und der Kandidat zur Oberbürgermeisterwahl für die Stadt Nordhausen Dr. Klaus Zeh zu einem Meinungsaustausch zur Lutherdekade...


Die Lutherdekade wird in den Jahren 2008 bis 2017 begangen und ist dem 500. Jahrestag von Martin Luthers Thesenanschlag in Wittenberg von 1517 gewidmet. Sie führt in unterschiedlichen Themenjahren bis 2016 zu den Feierlichkeiten des Reformationsjubiläums 2017 hin. Die Stadt Nordhausen beteiligt sich an diesem Ereignis.

„Auch wenn es im öffentlichen Raum um die Lutherdekade aktuell etwas ruhig geworden ist, so ist zu erwarten, dass mit zunehmender Nähe zum Termin des Jahrestages in 2017 das Interesse an diesem Jubiläum deutlich wachsen wird. Gläubige aus allen Ländern, Wissenschaftler und Touristen werden nach Deutschland kommen. Es ist mir wichtig, dass in diesem Zusammenhang die Aufmerksamkeit überregional auch auf die Stadt Nordhausen gelenkt wird“ – beschrieb Klaus Zeh ein wichtiges Arbeitsfeld der Stadt in den nächsten Jahren.

Michael Bornschein wies darauf hin, „dass dabei eine gute Vernetzung der Ideen und Planungen auf den verschiedenen kirchlichen und staatlichen Ebenen wichtig ist. Das Lutherforum der Stadt Nordhausen, in dem auch die evangelische Kirche mitarbeitet, nimmt sich seit Oktober vergangenen Jahres dieser Aufgabe an. So werden für jedes Themenjahr gemeinsame Jahresprogramme entwickelt und zwischen Kirche und Stadt abgestimmt.“

Am 10. November 2010 wurde bereits der ‚Lutherweg‘ in Nordhausen eröffnet. In diesem Jahr steht die ‚Reformation und Kirchenmusik‘ im Mittelpunkt. 2013 geht es um ‚Reformation und Toleranz‘ und 2014 wird es zum Thema ‚Reformation und Politik‘ Veranstaltungen geben. 2015, zum Weltrosenkongress in Sangerhausen, wird eine ‚Lutherrose‘ hier im Rosengarten gepflanzt.

Die Lutherrose ist das Symbol der lutherischen Kirche, da Martin Luther ab 1530 die Rose auf dem Siegel für seine Briefe nutzte. Gleichzeitig wird 2015 die ‚Reformation und bildende Kunst‘ Schwerpunktthema sein. 2016, im Jahr vor dem Reformationsjubiläum, steht die ‚Reformation und die eine Welt‘ besonders im Blickpunkt. Musik der Lutherzeit und andere Konzerte werden die gesamte Lutherdekade begleiten. Jährlich wird es in Nordhausen einen musikalischen Höhepunkt geben. Außerdem wird jährlich am 31. Oktober ein besonderer Festgottesdienst zur Reformation gefeiert.

Auch eigene Präsente zur Luther-Dekade sind in der Region kreiert worden, u.a. eine 0,7-Liter-Flasche „Luther-Korn“ und die Replik einer etwa 400 Jahre alten Ofenkachel, die auf der Burg Hohnstein gefunden wurde und das Konterfei des großen Reformators ziert. Gemeinsam mit Thimm Schertler Verpackungssysteme, der EN Traditionsbrennerei, der Stadt und dem Landratsamt Nordhausen wurden diese neuen Präsente erarbeitet. Die Gestaltung der historischen Ofenkachel übernahm Lothar Rechtaczek.

„Es wäre gut, wenn wir für die zu erwartenden Gäste ein Hotel der gehobenen Klasse in Nordhausen hätten und wenn das Lutherdenkmal auf dem Blasii-Kirchplatz stehen würde!“ – sagte Zeh abschließend.
Autor: nnz

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