Matthias Jendricke will Klage bei Verwaltungsgericht einreichen
Dienstag, 26. September 2000, 15:26 Uhr
Nordhausen (nnz). Sollte Matthias Jendricke (SPD) am 1. Oktober 2000 seinen "Job" als hauptamtlicher Beigeordneter nicht antreten können, dann wird er beim Verwaltungsgericht Weimar Klage einreichen. Jendricke hatte sich am Wochenende mit juristischen Experten in Jena über die derzeitige Situation beraten. Diese hätten ungläubig mit dem Kopf geschüttelt, ob der Zusammenhänge hinsichtlich der Wahl Anfang September und ihre Folgen.
Eine der Begründungen der Klage wird die ihm verweigerte Akteneinsicht durch das Landratsamt sein. Er habe weder den Widerspruch gegen die Wahl noch die Stellungnahmen des Landesverwaltungsamtes Weimar einsehen können, sagte der SPD-Politiker der nnz. Jendricke bestehe auch weiterhin auf sein Anhörungsrecht als unmittelbar Betroffener.
Nach seiner Ansicht werde jetzt nicht mehr an seiner fachlichen Qualifikation gezweifelt (er hat mittlerweile die für den Beigeordneten erforderlichen Fächer bestanden), vielmehr solle jetzt das Ausschreibungsverfahren und dessen Inhalt auf den Prüfstand. Angeblich seien die Anforderungen an die Bewerber zu hoch angesetzt worden.
Als eine Unverschämtheit seitens des Landrates wertet Jendricke den Umstand, daß zur Anhörung am Montag mit dem Landrat auch CDU-Fraktionsvorsitzender Egon Primas im Landesverwaltungsamt gewesen sein soll. Kritiken ähnlicher Art kamen heute auch von den Fraktionsvorsitzenden der SPD und PDS im Kreistag, Dagmar Becker und Klaus Hummitzsch.
Autor: psgEine der Begründungen der Klage wird die ihm verweigerte Akteneinsicht durch das Landratsamt sein. Er habe weder den Widerspruch gegen die Wahl noch die Stellungnahmen des Landesverwaltungsamtes Weimar einsehen können, sagte der SPD-Politiker der nnz. Jendricke bestehe auch weiterhin auf sein Anhörungsrecht als unmittelbar Betroffener.
Nach seiner Ansicht werde jetzt nicht mehr an seiner fachlichen Qualifikation gezweifelt (er hat mittlerweile die für den Beigeordneten erforderlichen Fächer bestanden), vielmehr solle jetzt das Ausschreibungsverfahren und dessen Inhalt auf den Prüfstand. Angeblich seien die Anforderungen an die Bewerber zu hoch angesetzt worden.
Als eine Unverschämtheit seitens des Landrates wertet Jendricke den Umstand, daß zur Anhörung am Montag mit dem Landrat auch CDU-Fraktionsvorsitzender Egon Primas im Landesverwaltungsamt gewesen sein soll. Kritiken ähnlicher Art kamen heute auch von den Fraktionsvorsitzenden der SPD und PDS im Kreistag, Dagmar Becker und Klaus Hummitzsch.
