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Abtauchen in die Nano-Welt

Mittwoch, 04. April 2012, 10:02 Uhr
„Treffpunkt Nanowelten“ in Nordhausen: Der nanoTruck des Bundesministeriums für Bildung und Forschung bietet spannende Einblicke in die Welt winziger Dimensionen. Und das Teil macht Mitte dieses Monats wieder einmal Station in Nordhausen...

Die Nano-Welt in Nordhausen (Foto: privat) Die Nano-Welt in Nordhausen (Foto: privat)

Für zwei Tage macht der nanoTruck des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) am 16. und 17. April 2012 Station auf dem Petersberg in Nordhausen. Mit interaktiver Exponatschau, Laborbereich für Workshops und einem seltenen Exemplar eines „mobilen“ Rasterelektronenmikroskops lädt das doppelstöckige Ausstellungsfahrzeug unter dem Motto „Treffpunkt Nanowelten“ zu Erkundungstouren in die Welt kleinster Teilchen und Strukturen ein.

Den Besuchern bietet sich dabei eine Welt, in der die Gesetze der Quantenphysik völlig neue Materialeigenschaften und Produktlösungen ermöglichen. Im Rahmen der „Offenen Tür“ mit themenspezifischen Impulsvorträgen für alle Interessierten sowie abwechslungsreicher Workshops für Schülerinnen und Schüler präsentiert die BMBF-Dialoginitiative zahlreiche faszinierende Produktinnovationen, revolutionäre Verfahren und neuartige Therapien.

Nanotechnologie zieht an – Die praktische Anwendung der Nanotechnologie rückt gleich am Montagvormittag beim Ideenworkshop in den Mittelpunkt. Unter dem Motto „nano goes textile“ können zwölf Jugendliche einen Blick in die Zukunft der Textilbranche werfen. Hier ist bei den Nachwuchsforschern* vor allem Kreativität gefragt.

Denn sie werden sowohl eigene Ideen entwickeln, wie Textilien mit Hilfe der Nanotechnologie zukünftig beschaffen sein könnten, aber auch über die Möglichkeiten ihrer Umsetzung in der Praxis diskutieren. Anschließend legen die Schüler selbst „Hand an die Nanotechnologie“: In Zweierteams bauen sie funktionstüchtige „Grätzelzellen“, die in flexibler Bauweise ihren Weg in die Textilbranche finden und dort unterschiedlichste und zugleich völlig neue Anwendungsfelder eröffnen könnten.

„Kleinstes ganz groß“: Mit dem Elektronenmikroskop in die Nanowelt –Schülerinnen und Schüler, die sich zudem für die Arbeitsweise und die Instrumente der Nano-Forscher interessieren, sind beim zweiten Workshop-Format am Dienstag genau richtig. Mithilfe des Rasterelektronenmikroskops im nanoTruck nehmen sie dabei einige spannende wissenschaftliche Rätsel wortwörtlich unter die Lupe: Wie sieht eigentlich die Oberfläche eines Haares aus? Wie winzig sind Bakterien? Welche Funktionen erfüllen kleinste Strukturen im Tierreich?

Im nanoTruck wird Unsichtbares sichtbar gemacht und die Nachwuchswissenschaftler dürfen einen ungewohnten Blick auf die winzigen Strukturen ganz gewöhnlicher, selbst mitgebrachter Materialproben werfen. Das ist nicht nur spannend, sondern vermittelt ebenso anschaulich und leicht verständlich, wie Prozesse im Mikro- und Nanometerbereich ablaufen und wie sie sich auswirken.

Willkommen im Nanokosmos – Doch nicht nur Schulklassen haben in Nordhausen die Gelegenheit, „Nanotechnologie live“ zu erleben. Bei individuellen Ausstellungsbesuchen während der „Offenen Tür“ am Montag und Dienstag können sich alle Interessierten eingehend über eine der Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts informieren und mit den Experten persönliche Fragen diskutieren. Zudem bieten Impulsvorträge der nanoTruck-Wissenschaftler zu unterschiedlichen (Alltags-)Themen interessante Erkenntnisse aus der Welt der „Winzlinge mit dem Zeug zum Großen“.

Außenansicht (Foto: privat) Außenansicht (Foto: privat)

Die Türen des nanoTrucks stehen der interessierten Öffentlichkeit am Montag, 16. April, von 12.00 bis 15.00 Uhr und am Dienstag, 17. April, von 12.00 bis 14.00 Uhr offen. Der Eintritt ist frei!
Autor: nnz

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