nnz-online

Gute Leistung nicht belohnt

Dienstag, 03. April 2012, 11:59 Uhr
In der fünften Runde des Thüringenpokals haben sich die Volleyball-Herren des SVC in Optimalbesetzung teuer verkauft und mussten sich trotzdem gegen den Geraer VC und den Ohrdrufer SV am Ende jeweils mit 1:3 geschlagen geben...


Gleich von Beginn an entwickelte sich ein kampfbetontes Spiel auf Augenhöhe gegen den Gastgeber aus Gera. Wie schon im Spielbetrieb der Thüringenliga schenkten sich beide gleichwertige Kontrahenten keinen Ball am hohen Netz. Michael Feitsch auf Zuspiel, Patrick Ohm auf der Diagonalposition, Tobias König und Chris Kampmeyer als Annahme-Außen, Andreas Otten und Rene Schüler im Mittelblock sowie Jasper Gemperlein und Dominik Rieger auf der Liberoposition gaben keinen Ball verloren und kämpften um jeden Punkt.

Die Dixstädter nutzten am Satzende den Heimvorteil gekonnt aus und sicherten sich den ersten Satz mit 25:21. Den Anfang des zweiten Satzes hatten die Nordhäuser verschlafen und lagen mit fünf Punkten im Hintertreffen. Mit einer fulminanten Aufholjagd rückte man den Geraern immer dichter auf die Pelle und erzielte beim 18:18 Gleichstand. Mit erfolgreichen Angriffen über die Netzmitte setzten die Rolandstädter nach 21 Minuten mit dem 25:22 den Schlusspunkt unter den zweiten Satz.

Im dritten Satz spielte der Gastgeber von Anfang an auf Sieg und überrumpelte die Südharzer. Als diese zu ihrem Spiel fanden, hatte sich der Gastgeber mit 25:18 den dritten Tagesabschnitt bereits gesichert. Satz Nummer vier entwickelte sich zum Krimi. Keines der beiden Teams konnte sich entscheidend absetzen, ein Beleg für die absolute Gleichwertigkeit ist auch die 24 Minuten lange Spieldauer. Einzig unglückliche Aktionen nach dem 23:23 verhinderten ein weiteres Erfolgserlebnis der Nordhäuser und die Geraer konnten mit Minimaldifferenz den Tagessieg bejubeln.

Davon ließen sich die Südharzer nicht beirren und zeigten zum Abschluss des Viertelfinales gegen den Ohrdrufer SV ihre beste Saisonleistung. Gegen den Kontrahenten aus der Regionalliga zeigte der SVC vom Anpfiff weg was in der Mannschaft steckt. Mit guter Feldabwehr und variablem Angriffsspiel erzielte man Punkt um Punkt und holte sich den ersten Satz mit 25:21. In den Folgesätzen konnten die Nordhäuser um Ergänzungsspieler Robert Lotze jeweils bis zur Satzmitte das Spiel offen gestalten, ein Klassenunterschied war nicht erkennbar.

Wie im ersten Spiel war auch jetzt das Glück des Tüchtigen nicht auf Seiten der Rolandstädter und die Gäste aus dem Thüringer Wald konnten mit jeweils 25:19 den zweiten und dritten Satz auf der Habenseite verbuchen. Der vierte Tagesabschnitt glich einer Kopie der vorherigen Sätze, bis Satzmitte konnten die Rolandstädter mithalten. Nachlassende Kräfte und wiederum einige unglückliche Aktionen besiegelten schließlich nach 81 Minuten den 3:1 Erfolg der Ohrdrufer, die damit ins Halbfinale einziehen. Auch wenn sich im Pokal der Erfolg nicht eingestellt hat, mit der gezeigten soliden Leistung der "jungen" liegen auch in der nächsten Saison viele Erfolgserlebnisse im Bereich des Möglichen die gefeiert werden können.
J. Moldenhawer
Autor: nnz

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 nnz-online.de