Zum letzten Mal
Montag, 27. Oktober 2003, 15:07 Uhr
Nordhausen (nnz). Fünf Monate ist es her, da der Connex in Nordhausen mit Pauken und Trompeten begrüßt worden war. Heute ist er das letzte Mal durch Nordthüringen gerollt. Viele Menschen zeigten sich enttäuscht.
Heute verkehrte zum letzten Mal die InterConnex-Linie Neuss-Köln-Halle-Berlin-Rostock. Wie die nnz schon vor einigen Wochen berichtete, werden die Fahrzeuge vom 1. November an auf der Strecke Hamburg-Flensburg-Padborg (Dänemark) eingesetzt. Die Connex-Tochtergesellschaft Nord-Ostsee-Bahn hatte am 25. September 2003 den Auftrag für diese unter der Bezeichnung FLEX betriebenen Linie erhalten. Der Betrieb der beiden anderen InterConnex-Linien, Gera-Berlin-Rostock und Zittau-Berlin-Stralsund, bleibt von der Einstellung der Linie Neuss-Rostock unberührt. Diese Züge fahren weiter.
Grund für die Einstellung sei das nicht ausreichende wirtschaftliche Potenzial der Strecke. Das private Verkehrsunternehmen Connex betreibt die Linie seit rund fünf Monaten. Die Auslastung habe sich zwar positiv entwickelt, aber ein wirtschaftlicher Betrieb sei in einem vertretbaren Zeitraum mit dem bis jetzt verfolgten Konzept nicht erreichbar. Der Geschäftsführer der Connex Regiobahn, Hans Leister, wies darauf hin, dass die Connex-Gruppe mit diesem Zug viel Engagement gezeigt habe. Wir als privates Unternehmen haben den Versuch unternommen, mit beträchtlichen Anlaufkosten und ohne staatliche Zuschüsse - also auf eigenes Risiko! - diese dritte Fernverkehrslinie auf die Beine zu stellen. In diesem Fall haben sich unsere Erwartungen leider nicht erfüllt. Auch das gehört zum Wettbewerb. Wie viele andere vergleichbare Unternehmen hätten wohl den Mut aufgebracht, es wenigstens zu versuchen?
Wir haben in den vergangenen Wochen viele Anrufe und Zuschriften von Kunden erhalten, die sich enttäuscht über die kurzfristige Einstellung gezeigt haben; einige äußerten aber auch Verständnis dafür. Auch uns ist diese Entscheidung nicht leicht gefallen, haben wir doch nicht nur viel Geld, sondern auch persönliches Engagement in dieses Projekt investiert, so Leister zu den Reaktionen der Fahrgäste. Mit den Waggons der InterConnex-Züge könne man das Land Schleswig-Holstein dabei unterstützen, eine bereits etablierte Fernverkehrsverbindung aufrecht zu erhalten und weiter zu entwickeln, erläutert Hans Leister. Da die vom bisherigen Betreiber dort eingesetzten Waggons den Qualitätsstandards von Connex nicht entsprechen, werden die Züge sofort ausgetauscht.
Der InterConnex auf der Strecke Köln-Siegen-Gießen-Kassel-Halle-Berlin-Rostock war am 6. Juni dieses Jahres gestartet. Am 1. August war die Linie von Köln nach Neuss verlängert worden. Zum ersten Mal hatte die Connex-Gruppe lokbespannte Wagenzüge und nicht Triebwagen eingesetzt.
Autor: nnzHeute verkehrte zum letzten Mal die InterConnex-Linie Neuss-Köln-Halle-Berlin-Rostock. Wie die nnz schon vor einigen Wochen berichtete, werden die Fahrzeuge vom 1. November an auf der Strecke Hamburg-Flensburg-Padborg (Dänemark) eingesetzt. Die Connex-Tochtergesellschaft Nord-Ostsee-Bahn hatte am 25. September 2003 den Auftrag für diese unter der Bezeichnung FLEX betriebenen Linie erhalten. Der Betrieb der beiden anderen InterConnex-Linien, Gera-Berlin-Rostock und Zittau-Berlin-Stralsund, bleibt von der Einstellung der Linie Neuss-Rostock unberührt. Diese Züge fahren weiter.
Grund für die Einstellung sei das nicht ausreichende wirtschaftliche Potenzial der Strecke. Das private Verkehrsunternehmen Connex betreibt die Linie seit rund fünf Monaten. Die Auslastung habe sich zwar positiv entwickelt, aber ein wirtschaftlicher Betrieb sei in einem vertretbaren Zeitraum mit dem bis jetzt verfolgten Konzept nicht erreichbar. Der Geschäftsführer der Connex Regiobahn, Hans Leister, wies darauf hin, dass die Connex-Gruppe mit diesem Zug viel Engagement gezeigt habe. Wir als privates Unternehmen haben den Versuch unternommen, mit beträchtlichen Anlaufkosten und ohne staatliche Zuschüsse - also auf eigenes Risiko! - diese dritte Fernverkehrslinie auf die Beine zu stellen. In diesem Fall haben sich unsere Erwartungen leider nicht erfüllt. Auch das gehört zum Wettbewerb. Wie viele andere vergleichbare Unternehmen hätten wohl den Mut aufgebracht, es wenigstens zu versuchen?
Wir haben in den vergangenen Wochen viele Anrufe und Zuschriften von Kunden erhalten, die sich enttäuscht über die kurzfristige Einstellung gezeigt haben; einige äußerten aber auch Verständnis dafür. Auch uns ist diese Entscheidung nicht leicht gefallen, haben wir doch nicht nur viel Geld, sondern auch persönliches Engagement in dieses Projekt investiert, so Leister zu den Reaktionen der Fahrgäste. Mit den Waggons der InterConnex-Züge könne man das Land Schleswig-Holstein dabei unterstützen, eine bereits etablierte Fernverkehrsverbindung aufrecht zu erhalten und weiter zu entwickeln, erläutert Hans Leister. Da die vom bisherigen Betreiber dort eingesetzten Waggons den Qualitätsstandards von Connex nicht entsprechen, werden die Züge sofort ausgetauscht.
Der InterConnex auf der Strecke Köln-Siegen-Gießen-Kassel-Halle-Berlin-Rostock war am 6. Juni dieses Jahres gestartet. Am 1. August war die Linie von Köln nach Neuss verlängert worden. Zum ersten Mal hatte die Connex-Gruppe lokbespannte Wagenzüge und nicht Triebwagen eingesetzt.
