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Schirmherrschaft übernommen

Montag, 02. April 2012, 10:58 Uhr
Thüringens Familienministerin Heike Taubert (SPD) hat die Schirmherrschaft über die lokalen Bündnisse für Familien in Thüringen übernommen. Anlass war die erste Tagung einer interdisziplinären Projektgruppe im Thüringer Sozialministerium. Sie nahm ihre Arbeit mit dem Ziel auf, die Lokalen Bündnisse für Familien in Thüringen voranzubringen...

Projektgruppe mit Ministerin (Foto: privat) Projektgruppe mit Ministerin (Foto: privat)

Sozialministerin Heike Taubert sagte: „Familie ist das Miteinander und die gegenseitige Fürsorge von Menschen aller Generationen in allen Lebensphasen. Familien benötigen Zeit und gute Strukturen ebenso wie ein gesichertes finanzielles Auskommen.

Familienfreundlichkeit äußert sich in der Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf für Männer und Frauen, aber auch darin, neben Arbeit und Familienpflichten Zeit für das Zusammensein, für Gemeinschaft zu haben. Notwendig ist dabei eine familienfreundliche Infrastruktur, die alle Bereiche des Lebens wie Wohnen, Lernen, Arbeiten, Versorgung, Gesundheit, Verkehr und Freizeit betrifft. Wichtig ist auch eine gesellschaftliche Kultur der Familienfreundlichkeit.“

Seit 2004 gibt es in Thüringen Lokale Bündnisse für Familien. Diese sind der Zusammenschluss verschiedener sozialer, wirtschaftlicher, politischer und bürgerschaftlicher Akteure und Akteurinnen mit dem Ziel, eine Verbesserung der Lebenssituation von Familien vor Ort zu erreichen. „Leider gibt es noch nicht genügend mit Leben erfüllte Bündnisse, besonders im ländlichen Raum Thüringens haben wir noch ‚weiße Flecken auf der Landkarte‘. Angesichts der Auswirkungen des demografischen Wandels wird es jedoch immer offensichtlicher, wie wichtig es ist, Familien zu unterstützen. Familienfreundlichkeit lässt sich aber nicht einfach verordnen. Ihr Wert für die Gesellschaft wird vielfach noch unterschätzt und noch zu wenig als gesamtgesellschaftliche Aufgabe wahrgenommen“, sagte Heike Taubert.

Laut Sozialministerin soll Familienfreundlichkeit das Markenzeichen Thüringens sein. „Familienfreundlichkeit ist ein harter Standortfaktor geworden, der über die Zukunft von Gemeinden und Regionen bestimmt, demografisch und wirtschaftlich. In Thüringen gibt es bereits viele gute Beispiele und Aktionen für Familienfreundlichkeit. Familien sind Leben und die Zukunft unseres Landes. Wenn Thüringen auch in Zukunft noch Heimat für Familien mit Menschen aller Generationen sein möchte, muss Thüringen auch für entsprechende Bedingungen und eine Kultur der Familienfreundlichkeit stehen.

Sozialministerin Heike Taubert dankte den bereits bestehenden lokalen Bündnissen für ihre gute Arbeit. „Es gilt jetzt, auch auf überregionaler Ebene alle Kräfte zu bündeln und miteinander zu vernetzen, die dafür sorgen können, dass Familien sich in Thüringen wohlfühlen und Zukunftsperspektiven haben. Genau hier setzt die neue Projektgruppe an: Sie will die familiäre Infrastruktur optimieren durch einen qualitativen und quantitativen Ausbau der Lokalen Bündnisse für Familien in Thüringen“, sagte Heike Taubert.

In der Projektgruppe sind vertreten:
  • Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit, Referat Familienpolitik
  • Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Technologie
  • Koordinatorin Lokale Bündnisse für Familien in Thüringen
  • Thüringer Mentorin für Lokale Bündnisse der Servicestelle Lokale Bündnisse des Bundes
  • zwei Lokale Bündnisse für Familie (Erfurt und Weimar)
  • Thüringer Elternakademie
  • Landesjugendhilfeausschuss
  • Arbeitskreis der Thüringer Familienorganisationen e.V.
  • Beirat für Nachhaltige Entwicklung.
Die Koordinationsstelle für lokale Bündnisse für Familien in Thüringen unterstützt Bündnisse vor Ort oder hilft bei deren Gründung. Koordinatorin ist die Sozialmanagerin Kathrin Liesegang.
Autor: nnz

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