Amis investieren in Nordhausen
Mittwoch, 28. März 2012, 08:04 Uhr
Mit 64 Jahren war es Zeit, die Nachfolge zu regeln und so verkaufte Hans-Jürgen Hoffmann seine Anteile an der AHN Biotechnologie an ein US-amerikanisches Unternehmen mit Sitz in Boston...
Die HARVARD BIOSCIENCE-BIOCHROM-Gruppe ist ein international agierendes Unternehmen, das Produkte für die Biotechnologie auf dem US-Markt vertreibt. Was den Managern und Eignern in den Staaten fehlte, das war eine eigene Produktionsstätte. Die fanden sie nun in Nordhausen, im privaten Gewerbegebiet am Uthleber Weg, wo die AHN Biotechnologie GmbH seit über zwölf Jahren erfolgreich arbeitet.
Planen gemeinsam die Erweiterung im Gewerbegebiet "Uthleber Weg": Paul Tucker, Niels Neu, Hans-Jürgen Hoffmann (von links)
Ein Ergebnis der rund ein Jahr dauernden Verhandlungen ist die Verdopplung der jetzigen Produktionskapazität. In einem neuen Gebäude mit einer Grundfläche von 1.000 Quadratmeter, das gegenwärtig errichtet wird, werden künftig Plastikteile für die Molekularbiologie und Labortechnik sowie molekularbiologische Reinigungskids hergestellt, mit denen Nukleinsäuren aus Blutzellen aufbereitet und gereinigt werden können. Die Ausschließlichkeit der Belieferung des Marktes in den USA und die Ausweitung der bisherigen Produktion erfordern neben dem aktuellen Neubau die Errichtung einer weiteren Produktionshalle.
Meine US-amerikanischen Partner haben sich trotz anderer Angebote aus Deutschland, England und USA für Nordhausen als Standort entschieden, weil sie von Beginn der Verhandlungen bis zur Investitionsentscheidung eine professionelle Begleitung durch den Juniorchef der TiRo-Neu-Gruppe, Niels Neu, erhalten haben. Ich selbst konnte diesen Standort empfehlen, weil sich über zwölf Jahre hinweg eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Herrn Neu entwickelt hat”, so Hans-Jürgen Hoffmann.
Die TiRo-Neu-Gruppe investiert in die neue Produktionshalle rund 600.000 Euro und hat den Bau an ein Nordhäuser Unternehmen vergeben. Durch die ANH Biotechnologie GmbH werden allein in diesem Jahr 1,5 Millionen Euro in Maschinen und Anlagen investiert, im kommenden Jahr sollen es weitere zwei Millionen Euro sein. Ich gehe davon aus, dass wir im April das Richtfest feiern können”, sagt Niels Neu.
Mit der Entscheidung für den Standort und den geplanten Investitionen werden langfristig -Hans-Jürgen Hoffmann geht von zwei Jahrzehnten aus- nicht nur die bisherigen 31 Arbeitsplätze gesichert, sondern es werden auch in einem ersten Schritt noch in diesem Jahr 18 neue Arbeitsplätze geschaffen. Dabei reicht die Palette von Produktionsarbeitsplätzen bis hin zu Einsatzmöglichkeiten für Absolventen von Hochschulen und Universitäten.
Von der hervorragenden Zusammenarbeit zwischen Niels Neu und Hans-Jürgen Hoffmann kann sich seit einiger Zeit auch Paul Tucker aus den USA überzeugen. Der Mann hat die Produktionsplanung übernommen und soll im Auftrag der neuen Gesellschafter die künftigen Abläufe innerhalb der Produktion so gestalten, dass am Ende eine effektive Herstellung der Produkte garantiert wird.
Für Niels Neu ist die unternehmerische Entscheidung der Firma erneut ein Beleg dafür, dass Standortentscheidungen vielfach mit der oft jahrelangen Pflege und Begleitung von Investoren einhergehen. Dies zahlt sich auch dann aus, wenn eine landeseigene Gesellschaft wie die LEG versucht, das bereits angesiedelte Unternehmen zu einer Verlagerung seines Standortes in das künftige Industriegebiet in der Goldenen Aue zu bewegen und die Investition der AHN gern dort gesehen hätte, statt sich um echte Neuansiedlungen zu bemühen, zumal wohl noch einige Zeit vergehen wird, bis sich tatsächlich ein Unternehmen im Industriegebiet Goldene Aue ansiedeln kann.
Neu ist sich jedoch sicher, dass bei gleichbleibender Entwicklung der AHN sich Nordhausen zu einem Biotechnologie-Standort entwickeln wird und dadurch Impulse für weitere Neuansiedlungen auch im Industriegebiet Golden Aue geben wird.
Autor: nnzDie HARVARD BIOSCIENCE-BIOCHROM-Gruppe ist ein international agierendes Unternehmen, das Produkte für die Biotechnologie auf dem US-Markt vertreibt. Was den Managern und Eignern in den Staaten fehlte, das war eine eigene Produktionsstätte. Die fanden sie nun in Nordhausen, im privaten Gewerbegebiet am Uthleber Weg, wo die AHN Biotechnologie GmbH seit über zwölf Jahren erfolgreich arbeitet.
Planen gemeinsam die Erweiterung im Gewerbegebiet "Uthleber Weg": Paul Tucker, Niels Neu, Hans-Jürgen Hoffmann (von links)
Ein Ergebnis der rund ein Jahr dauernden Verhandlungen ist die Verdopplung der jetzigen Produktionskapazität. In einem neuen Gebäude mit einer Grundfläche von 1.000 Quadratmeter, das gegenwärtig errichtet wird, werden künftig Plastikteile für die Molekularbiologie und Labortechnik sowie molekularbiologische Reinigungskids hergestellt, mit denen Nukleinsäuren aus Blutzellen aufbereitet und gereinigt werden können. Die Ausschließlichkeit der Belieferung des Marktes in den USA und die Ausweitung der bisherigen Produktion erfordern neben dem aktuellen Neubau die Errichtung einer weiteren Produktionshalle.
Meine US-amerikanischen Partner haben sich trotz anderer Angebote aus Deutschland, England und USA für Nordhausen als Standort entschieden, weil sie von Beginn der Verhandlungen bis zur Investitionsentscheidung eine professionelle Begleitung durch den Juniorchef der TiRo-Neu-Gruppe, Niels Neu, erhalten haben. Ich selbst konnte diesen Standort empfehlen, weil sich über zwölf Jahre hinweg eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Herrn Neu entwickelt hat”, so Hans-Jürgen Hoffmann.
Die TiRo-Neu-Gruppe investiert in die neue Produktionshalle rund 600.000 Euro und hat den Bau an ein Nordhäuser Unternehmen vergeben. Durch die ANH Biotechnologie GmbH werden allein in diesem Jahr 1,5 Millionen Euro in Maschinen und Anlagen investiert, im kommenden Jahr sollen es weitere zwei Millionen Euro sein. Ich gehe davon aus, dass wir im April das Richtfest feiern können”, sagt Niels Neu.
Mit der Entscheidung für den Standort und den geplanten Investitionen werden langfristig -Hans-Jürgen Hoffmann geht von zwei Jahrzehnten aus- nicht nur die bisherigen 31 Arbeitsplätze gesichert, sondern es werden auch in einem ersten Schritt noch in diesem Jahr 18 neue Arbeitsplätze geschaffen. Dabei reicht die Palette von Produktionsarbeitsplätzen bis hin zu Einsatzmöglichkeiten für Absolventen von Hochschulen und Universitäten.
Von der hervorragenden Zusammenarbeit zwischen Niels Neu und Hans-Jürgen Hoffmann kann sich seit einiger Zeit auch Paul Tucker aus den USA überzeugen. Der Mann hat die Produktionsplanung übernommen und soll im Auftrag der neuen Gesellschafter die künftigen Abläufe innerhalb der Produktion so gestalten, dass am Ende eine effektive Herstellung der Produkte garantiert wird.
Für Niels Neu ist die unternehmerische Entscheidung der Firma erneut ein Beleg dafür, dass Standortentscheidungen vielfach mit der oft jahrelangen Pflege und Begleitung von Investoren einhergehen. Dies zahlt sich auch dann aus, wenn eine landeseigene Gesellschaft wie die LEG versucht, das bereits angesiedelte Unternehmen zu einer Verlagerung seines Standortes in das künftige Industriegebiet in der Goldenen Aue zu bewegen und die Investition der AHN gern dort gesehen hätte, statt sich um echte Neuansiedlungen zu bemühen, zumal wohl noch einige Zeit vergehen wird, bis sich tatsächlich ein Unternehmen im Industriegebiet Goldene Aue ansiedeln kann.
Neu ist sich jedoch sicher, dass bei gleichbleibender Entwicklung der AHN sich Nordhausen zu einem Biotechnologie-Standort entwickeln wird und dadurch Impulse für weitere Neuansiedlungen auch im Industriegebiet Golden Aue geben wird.

