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Deutsche Erfolgsgeschichte

Dienstag, 27. März 2012, 13:03 Uhr
Die CDU-Kandidaten zur Wahl des Landrates und des Oberbürgermeisters Egon Primas und Klaus Zeh waren dieser Tage mit Staatssekretär Peter Bleser vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) bei der Van Asten Tierzucht GmbH & Co. KG. Hier ihr Bericht von einer Erfolgsgeschichte der Wiedervereinigung...

Erfolgsgeschichte (Foto: CDU) Erfolgsgeschichte (Foto: CDU)
Von links: Egon Primas, Steffen Sendig, Peter Bleser, Klaus Zeh, Friedhelm Etzrodt, Manfred Pilch (vom Landwirtschaftsamt)

Am Freitag kam mit Staatssekretär Peter Bleser ein hochrangiger Besuch aus dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz nach Nordhausen. Er war auf Einladung der Landtagsabgeordneten Primas und Zeh zur Van Asten Tierzucht GmbH & Co. KG gekommen. Sowohl Primas als auch Zeh arbeiten mit dem Staatssekretär schon länger zusammen: Egon Primas als landwirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion und Klaus Zeh als ehemaliger Gesundheits- und Verbraucherschutzminister.

Der Staatssekretär konnte sich davon überzeugen, dass hier in Nordhausen ein hochmoderner Betrieb steht, der neuesten Erkenntnissen über die Tierhaltung, die Tiergesundheit, regionaler Kreislaufwirtschaft in der Futterproduktion, der Abfallentsorgung und Energieautonomie entspricht.

Dr. Friedhelm Etzrodt von der Geschäftsleitung begrüßte die Gäste im Namen der Familie van Asten mit einem Einblick in die Firmengeschichte hier in Nordhausen. Es sei eine wechselvolle Geschichte mit vielen Höhen und Tiefen gewesen. Der Aufbau der Anlage begann 1970. Bis 1985 war in Nordhausen der maximale Ausbau bei einem Bestand von 90.000 Schweinen erreicht. Nach der Wiedervereinigung hätte man entsprechend der neuen bundesdeutschen Gesetze eine Genehmigung über einen Bestand von 78.000 Schweinen in die neue Zeit „hinüber retten“ können. Einer der ersten Investoren hätte leider den Fortbestand der Anlage nicht im Blick gehabt.

Mit dem Einstieg von Henry van Asten, der auch auf Initiative von Egon Primas nach Nordhausen gekommen sei, wendete sich das Schicksal des Betriebes ab 1997 wieder ins Positive und eine Erfolgsgeschichte begann. Der Bestand sei heute wieder auf 58.000 Tierplätze angewachsen. Im Februar 1999 wurde noch die Nordhäuser Schweinemast GmbH & Co. KG gegründet. Unser Unternehmen schließe damit an die über 150 Jahre alte Tradition der Schweinehaltung in und um Nordhausen. 1.500 Mastschweine und rund 1.500 Läufer pro Woche, das seien jährlich ca. 150.000 Schweine, verließen unseren Betrieb. Eine Stadt wie Leipzig könne damit versorgt werden.

Betriebsleiter Dr. Steffen Sendig berichtete anschließend über Millioneninvestitionen in die verschiedenen Bereiche, wie Abluftreinhaltung, Futtermittelherstellung, in Biogasanlagen und in moderne Ställe. Die Familie van Asten hat bisher rund 70 Millionen Euro in die Schweineanlagen im Freistaat investiert.

Die Van Asten Tierzucht ist ein Landwirtschaftsbetrieb, in dem von der Futtermittelerzeugung auf 2.100 Hektar Nutzfläche über die Flüssigfutterherstellung im Mischfutterwerk bis hin zur Biogaserzeugung natürliche Kreisläufe genutzt werden. Regionale Hersteller werden in die Futtermittelproduktion einbezogen: Schlempe von Nordbrand, Molke aus Erfurt, Bierhefe aus Hasserode und Weizenkleie aus Barbis.

Seit 1985 wird auf dem Standort Nordhausen Biogas erzeugt. Die Biogaserzeugung dient dabei nicht nur der Erzeugung von Wärme und Energie sondern mindert ebenso den Geruch aus der anfallenden Gülle um mittlerweile gut 80%. 2,5 Megawatt werden in 5 Blockheizkraftwerken erzeugt. Im Winter könnten dadurch die Schweineanlagen bis -15 Grad Celsius ohne Fremdenergie beheizt werden.

„Tiergesundheit ist das A & O. Mit der ‚Gesundhaltung durch interne Biosicherheit‘ wollen wir jedes Jahr 10% weniger Medikamente einsetzen. Z.B. nimmt der Betrieb mit 29 Ferkeln je Sau und Jahr eine Spitzenposition ein. Gleichzeitig liegen die Ferkelverluste mit 8 - 9% besonders niedrig. Üblich sind ca. 14 -15% in der Branche. Der Leitspruch von Henry van Asten ist: ‚Wir müssen die Besten sein. Das geht über Qualität und vor allem eine hohe Tiergesundheit mit wenigen Medikamenten‘!“

Im Nordhäuser Betrieb arbeiten 105 Frauen und Männer. Im gesamten Unternehmen in Thüringen seien es 170 Beschäftigte. Jährlich werden 2 – 4 Azubis hier ausgebildet. Neun von zehn Mitarbeitern sind aus der eigenen Ausbildung. „Hier in Nordhausen ist die Zentrale für alle deutschen Betriebe der Van Asten Gruppe. Das macht uns besonders stolz!“ – sagte der Leipziger Dr. Steffen Sendig abschließend.
Autor: nnz

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