nnz-Forum: Demokratie am Laternenpfahl
Montag, 26. März 2012, 12:20 Uhr
Skuril, aber so geschehen! Da hängen schon seit Wochen bei mir in der Straße Plakate der Kandidaten der Linken an den Laternenmasten. Mag man ja über die Linken denken was man will - aber es ist schon komisch, wenn über Nacht die Plakate weg sind und genau an der selben Stelle Plakate der Kandidaten einer christlichen Partei hängen. Das schreibt Michael Bethke im Forum der nnz...
Ein Schelm, der Böses dabei denkt. Wenn Demokratie und Fairness im kleinen schon nicht funktioniert, wen wunderts dann, wenns im großen nicht klappt.
Bedenken sollte man auch, welch Geschrei, Gezetere losbrechen würde, wenns umgekehrt gewesen wäre. Mag man, wie gesagt, von den politischen Parteien jeder halten, was er will - aber Demokratie und Fainess sind wohl auch bei den etablierten Parteien hier vor Ort, in der Kommune, auch nur "verbales Geblubbere", oder ????
Den Kandidaten, die nun "eingewechselt" worden sind, hat man damit einen "Bärendienst" erwiesen, denn so blöd sind die Menschen nicht, die sich nun auch wundern, wie soooooo schnell die Plakate des einen mit denen des anderen ausgewechselt worden sind.
Plakate abreißen, weils einem nicht gefällt oder man selbst anderer Meinung ist, ist wie zu DDR Zeiten, als man staatlicherseits die Meinung des anderen nicht gelten lassen wollte. Nun machen gerade die, die das immer angeprangert haben, genau das selbige und nennen das dann noch Demokratie.
Nun, meine Meinung einen entsprechenden Kandidaten zu wählen habe ich geändert, denn ich habe kein Vertrauen mehr! Statt sich inhaltlich auseinanderzusetzen, wer das bessere und überzeugendere Konzept hat, werden "wie im Kindergarten" die Plakate des anderen abgerissen und die eigenen darüber gehängt. Das lässt sehr tief blicken!
Diese Meinung veröffentliche ich bewusst unter meinem Klarnamen, denn sonst wäre ich nicht besser als die, die die Plakate anonym und im Schutz der Dunkelheit abgerissen und ersetzt haben.
Ich war bisher immer der felsenfesten Meinung, dass die Parteien Ihre Plakate selbst aufhängen, da ich in der Vergangenheit ab und zu auch Mitglieder einzelner Parteien dabei selbst beobachtet habe. Nun gut, dann entschuldige ich mich in aller Öffentlichkeit für meinen Schnellschuss.
Aber trotzdem: Wenn Plakate einzelner Parteien, egal ob rot, gelb, grün, schwarz oder sonst wie, abgerissen oder abgenommen werden ist das abzulehnen und jeder sollte (egal was er wählen will oder wird) aufgerufen sein diese kleinsten Spielregeln zu achten. Demokratie heißt auch auszuhalten und sich inhaltlich auseinanderzusetzen, sachlich und fair ! Ich bitte um Entschuldigung für meinen Schnellschuss. Gelernt habe ich also, bevor ich noch mal aus der Hüfte schieße zu hinterfragen. Aber in der Sache des Abreißens von Plakaten, egal welcher Partei, bleibe ich bei meiner Meinung das dies mit demokratischem Handeln nichts zu tun hat.
Michael Bethke
Ein Schelm, der Böses dabei denkt. Wenn Demokratie und Fairness im kleinen schon nicht funktioniert, wen wunderts dann, wenns im großen nicht klappt.
Bedenken sollte man auch, welch Geschrei, Gezetere losbrechen würde, wenns umgekehrt gewesen wäre. Mag man, wie gesagt, von den politischen Parteien jeder halten, was er will - aber Demokratie und Fainess sind wohl auch bei den etablierten Parteien hier vor Ort, in der Kommune, auch nur "verbales Geblubbere", oder ????
Den Kandidaten, die nun "eingewechselt" worden sind, hat man damit einen "Bärendienst" erwiesen, denn so blöd sind die Menschen nicht, die sich nun auch wundern, wie soooooo schnell die Plakate des einen mit denen des anderen ausgewechselt worden sind.
Plakate abreißen, weils einem nicht gefällt oder man selbst anderer Meinung ist, ist wie zu DDR Zeiten, als man staatlicherseits die Meinung des anderen nicht gelten lassen wollte. Nun machen gerade die, die das immer angeprangert haben, genau das selbige und nennen das dann noch Demokratie.
Nun, meine Meinung einen entsprechenden Kandidaten zu wählen habe ich geändert, denn ich habe kein Vertrauen mehr! Statt sich inhaltlich auseinanderzusetzen, wer das bessere und überzeugendere Konzept hat, werden "wie im Kindergarten" die Plakate des anderen abgerissen und die eigenen darüber gehängt. Das lässt sehr tief blicken!
Diese Meinung veröffentliche ich bewusst unter meinem Klarnamen, denn sonst wäre ich nicht besser als die, die die Plakate anonym und im Schutz der Dunkelheit abgerissen und ersetzt haben.
Update
Bei mir hat sich die Firma gemeldet, die im Auftrag einzelner Parteien die Wahlplakate aufgehängt hat. Da ich sogar den Inhaber dieser Werbefirma persönlich gut kenne, glaube ich mittlerweile, dass ich da einem Trugschluss aufgesessen bin. Mir wurde versichert, dass zu dem Zeitpunkt keine Plakate einer anderen Partei abgehängt und die der anderen aufgehängt worden sind.Ich war bisher immer der felsenfesten Meinung, dass die Parteien Ihre Plakate selbst aufhängen, da ich in der Vergangenheit ab und zu auch Mitglieder einzelner Parteien dabei selbst beobachtet habe. Nun gut, dann entschuldige ich mich in aller Öffentlichkeit für meinen Schnellschuss.
Aber trotzdem: Wenn Plakate einzelner Parteien, egal ob rot, gelb, grün, schwarz oder sonst wie, abgerissen oder abgenommen werden ist das abzulehnen und jeder sollte (egal was er wählen will oder wird) aufgerufen sein diese kleinsten Spielregeln zu achten. Demokratie heißt auch auszuhalten und sich inhaltlich auseinanderzusetzen, sachlich und fair ! Ich bitte um Entschuldigung für meinen Schnellschuss. Gelernt habe ich also, bevor ich noch mal aus der Hüfte schieße zu hinterfragen. Aber in der Sache des Abreißens von Plakaten, egal welcher Partei, bleibe ich bei meiner Meinung das dies mit demokratischem Handeln nichts zu tun hat.
Michael Bethke
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: nnzDie im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
