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nnz-Forum: Reaktion auf Kox-Austritt

Donnerstag, 23. Oktober 2003, 19:49 Uhr
Nordhausen (nnz). „Ich bin aus der PDS ausgetreten. Tut mir leid“, das schrieb Thoralf Kox heute der nnz. Jetzt hat der PDS-Kreisvorstand reagiert und teilt seine Meinung zum Kox-Austritt mit. Die nnz veröffentlicht das Statement in Ihrem Forum.


Es stimmt, ich habe am Dienstag im Auftrag des Sprecherrates der PDS das persönliche Gespräch mit Kox geführt. Das Gespräch verlief sachlich. Es ging dabei um die Veröffentlichung eines Artikels in der nnz. Darin hatte Kox den Fraktionsvorsitzenden der PDS des Kreistages Nordhausen, Klaus Hummitzsch, und Mitglieder des neu gewählten Kreisvorstandes diffamiert. Er tat dieses, obwohl er nicht zur konstituierenden Vorstandssitzung anwesend war und sich somit überhaupt kein Bild von der künftigen Arbeit machen konnte.

Dieses war nicht unwidersprochen hinzunehmen. Zumal sich Kox entsprechend seiner Art seit Niederlegung seines Amtes als Kreisvorsitzender in Stillschweigen gehüllt hat. Ihm wurde niemals das Wort entzogen. Vielmehr, er hat sich auf keiner Versammlung nach seinem Rücktritt zu Wort gemeldet. Sich im Nachhinein in der Presse zu äußern, zeugt von fehlender Akzeptanz zu demokratischen Spielregeln, an die sich jeder halten sollte.

Es ist das gute Recht von Kox, den vorgelegten ersten Entwurf der Schulnetzplanung aus seiner Sicht zu kritisieren. Das gleiche Recht steht aber auch den Wipperdorfer, Petersdorfer oder Wolkramshäuser Bürgern zu. Kritisieren ist die eine Seite, sich persönlich einzubringen und zum Wohle aller Menschen unseres Landkreises ehrenamtlich mitzuarbeiten und dafür seine Freizeit zur Verfügung zu stellen ist die andere Seite.

So stellt sich für mich die Frage, warum Kox nicht persönlich zur letzten Kreistagssitzung anwesend was und seine Auffassung in der Bürgerfragestunde vorgetragen hat. Oder, falls er nicht anwesend sein konnte, sich aus erster Hand über den Stand der ersten Lesung informiert hat. Es entbehrt jeder Grundlage, dass Kox im Gespräch vorgeworfen wurde, er habe sich schützend vor die Regelschule Sollstedt gestellt und sei dadurch der Kreistagsfraktion der PDS in den Rücken gefallen. Er wurde lediglich darauf hingewiesen, dass auf der Grundlage Thüringer Schulgesetze eine Schulnetzkonzeption für den Landkreis Nordhausen von der zuständigen Fachabteilung des Landratsamtes unter Federführung der 2. Beigeordneten erarbeitet worden sei, die weiter mit den zuständigen Gremien und Elternvertretern sachlich diskutiert werden muß.

Am Ende hat dann der Kreistag eine Entscheidung zu treffen, sich sicher keinem Kreistagsmitglied leicht fallen wird aber letztlich erforderlich ist. Dabei sollte das Wohl der Kinder an erster Stellen stehen. Aber wer den „demografischen Faktor“ und die erforderlichen Gelder völlig außer Acht lassen will, geht an den Realitäten vorbei. Wenn Kox in der nnz äußert, es handele sich nur um die „Nicker“ und die „PDS sei nur der Abklatsch anderer Parteien“, dann bringt das doch das gespaltene Verhältnis zu PDS und zu den anderen im Kreistag Nordhausen vertretenen Parteien zum Ausdruck.

Mit dem neugewählten Sprecherrat, dem Vorstand und den Basisorganisationen geht es der PDS im Landkreis Nordhausen darum, verlorengegangenes Vertrauen wiederzugewinnen, sich intensiv auf die kommenden Wahlen vorzubereiten und alles zu tun, damit im Jahr 2006 der Wiedereinzug in den Bundestag gelingt. Von diesem Weg lassen wir uns auch von einem Thoralf Kox nicht abbringen.
Rainer Bachmann, PDS-Kreisvorstand

Anmerkung der nnz-Redaktion: Die im nnz-Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Autor: nnz

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