Bürgerinitiative nun Mitglied im Bundesverband
Samstag, 03. März 2001, 10:13 Uhr
Urbach (nnz). Die Darstellungen zum Industriegebiet seitens des Planungsverbandes in dieser Woche wurden von der Bürgerinitiative massiv kritisiert. „Wie wenig Gespür der Planungsverband in Hinblick auf Befangenheit offen legt, zeigt die Tatsache, das der Vertreter des Planungsbüros hier massiv öffentlich für dieses Industriegebiet wirbt, um sich damit natürlich weiterhin die Planungskosten sichern möchte“, so Klaus-Dieter Korb. Mehr als bedauerlich findet die Bürgerinitiative, das bis zum heutigen Tage keinerlei konkrete Fakten der Öffentlichkeit vorgelegt werden konnte, die eine derartige Landschaftszerstörung rechtfertigen. Die Information, mit der BI im Dialog zu stehen, mussten vehement dementiert werden. Der Planungsverband hat bis zum heutigen Tage keinen Versuch unternommen, mit der BI zusammenzuarbeiten, um unsere Region voran zu bringen. Ebenso bedauert die BI, das sich die geladenen Vertreter wie z.B. IHK, Handwerkskammer oder DGB nur einseitig informieren lassen. Jede Medaille hat zwei Seiten. Es würde den Vertretern gut zu Gesicht stehen, sich auch bei denen zu informieren, die gegen dieses Industriegebiet votieren und deren Gründe zu hinterfragen.
Die vom Zweckverband Abfallwirtschaft Nordthüringen (ZAN) geführte Planung zur zukünftigen Müllentsorgung in Nordthüringen war ein zweites zentrales Thema. Die Bürgerinitiative fasste auch hier einmütig den Entschluß, aktiv gegen die europaweite Ausschreibung einer eventuellen Müllverbrennungsanlage (MVA) vorzugehen. Die kurzsichtige Entscheidung des ZAN, hier in aller Eile nur die MVA oder BMA (biologisch-mechanische Lösung) vorzusehen, wurde kritisiert. Eine nachhaltige und zukunftsfähige Lösung, auch unter Berücksichtigung neuer, innovativer Verfahren, könnte die Deponie Nenzelsrode als Musterbeispiel weit über die Kreisgrenzen bekannt machen. Hier könnten die Arbeitsplätze gesichert und viele weitere geschaffen werden. Die Möglichkeit, vom Müll-Tourismus gebrauch zu machen, wurde heftig kritisiert. Die Bürgerinitiative wird daher den Landrat sowie den Kreistag auffordern, der Öffentlichkeit ihre Vorstellungen einer möglichen Abfallverwertung darzulegen.
Autor: nnzDie vom Zweckverband Abfallwirtschaft Nordthüringen (ZAN) geführte Planung zur zukünftigen Müllentsorgung in Nordthüringen war ein zweites zentrales Thema. Die Bürgerinitiative fasste auch hier einmütig den Entschluß, aktiv gegen die europaweite Ausschreibung einer eventuellen Müllverbrennungsanlage (MVA) vorzugehen. Die kurzsichtige Entscheidung des ZAN, hier in aller Eile nur die MVA oder BMA (biologisch-mechanische Lösung) vorzusehen, wurde kritisiert. Eine nachhaltige und zukunftsfähige Lösung, auch unter Berücksichtigung neuer, innovativer Verfahren, könnte die Deponie Nenzelsrode als Musterbeispiel weit über die Kreisgrenzen bekannt machen. Hier könnten die Arbeitsplätze gesichert und viele weitere geschaffen werden. Die Möglichkeit, vom Müll-Tourismus gebrauch zu machen, wurde heftig kritisiert. Die Bürgerinitiative wird daher den Landrat sowie den Kreistag auffordern, der Öffentlichkeit ihre Vorstellungen einer möglichen Abfallverwertung darzulegen.
