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Geht es jetzt endlich aufwärts?

Mittwoch, 22. Oktober 2003, 09:12 Uhr
Nordhausen (nnz). Die führenden Wirtschaftsinstitute dieses Landes haben gestern ihre Prognose für das kommende Jahr veröffentlicht. Es soll aufwärts gehen! Und wie sieht es in Thüringen aus?


Die verhaltene Wachstumsprognose der Wirtschaftsforschungsinstitute stehe weitgehend in Übereinstimmung mit den Ergebnissen der jüngsten IHK-Konjunkturanalyse, erklärte die Industrie- und Handelskammer Erfurt vor dem Hintergrund des gestern veröffentlichten Herbstgutachtens. "Berücksichtigt man die vier zusätzlichen Arbeitstage im nächsten Jahr im Vergleich zu 2003, bleibt vom konjunkturell bedingten Wachstum nicht mehr viel übrig", so IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser.

Ob die wirtschaftliche Wende tatsächlich eintrete, hänge jetzt stark von der Politik und der Gestaltung verlässlicher Rahmenbedingungen ab. "Noch immer ist die Verunsicherung in der Wirtschaft groß, fehlt jede planbare Grundlage für künftige Investitionsentscheidungen", kritisiert Grusser. Wie solle der Unternehmer seine finanziellen Möglichkeiten einschätzen, wenn er im Oktober diesen Jahres weder seine steuerliche Belastung für 2004 in der Einkommenssteuer noch in der Gewerbesteuer oder in den Abschreibungssätzen kennt und die Berücksichtigung des betrieblichen Verlustes weiter eingeschränkt werden soll.

"Die bei jeder Kreditaufnahme in der Bank vorzulegende Rentabilitätsvorschau wird immer mehr zum Lotteriespiel, begleitet von einem immer neue Akzente setzenden politischen Aktionismus", bemängelt der IHK-Hauptgeschäftsführer. So wären die nächsten sechs Wochen entscheidend, ob es bei einem "Strohfeuer" bleibe oder eine Trendwende in der wirtschaftlichen Entwicklung eingeleitet würde.
Autor: nnz

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