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Energie-Vorstellungen

Samstag, 17. März 2012, 08:04 Uhr
Für viele Menschen im Südharz ist die Zukunft der Energie und die Versorgungssicherheit ein wichtiges Thema. Die beiden Bündnisgrünen Kandidaten John Dauert und Christian Darr haben im Rahmen ihrer Wahltour seit Dezember 2011 mit vielen Bürgerinnen und Bürgern gesprochen und ihre Ansichten diskutiert...


„Wir stehen für eine verantwortungsvolle Energiepolitik und werben dabei um die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Dabei ist es wenig hilfreich Stimmungen zu erzeugen und Energiequellen gegeneinander auszuspielen. Nachdem die Bundesregierung aus CDU/CSU und FDP erst durch eine erneute Atomkatastrophe im letzten Jahr den Weg zu den Erneuerbaren Energien gefunden hat, muss nun auch vor Ort die Energiewende organisiert werden. Hierbei muss die kommunale Politik mit Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger Antworten finden“, erklären Christian Darr und John Dauert.

Die kurzfristigen Kürzungen der Solarstromvergütung, u.a. durch Wirtschaftsminister Rösler (FDP) offenbaren aus ihrer Sicht die falschen Weichenstellungskompetenzen der liberalen Energiepolitik. „Viele Menschen im Südharz haben sich bewusst Photovoltaikanlagen auf ihre Dächer bauen lassen bzw. haben dies noch vor. Die Kürzung ab April 2012 wirft diese Branche zurück und vernichtet das Vertrauen in die Politik“, erklärt Landratskandidat und Kreissprecher John Dauert.

Für ihn und den OB-Kandidaten Christian Darr steht fest: „Photovoltaikanlagen gehören für uns Grüne zunächst auf die Dachflächen im Landkreis und der Stadt Nordhausen. Die Benutzung von Gewerbegebieten kann als Zwischenlösung nur im Dialog mit der angrenzenden Bevölkerung erfolgen. Verantwortungsvolle Energiepolitik bedarf heutzutage mehr Transparenz!“ Bei der Wahltour durch den Südharz wurden die grünen Kandidaten oft nach Lösungen gefragt. Auch hier haben Darr und Dauert Antworten.

Mit den flexiblen Gaskraftwerken der Nordhäuser Fernwärmeversorgung, welche neben Wärme auch Strom produzieren, habe man bereits eine gute Grundlage. „Je nach Bedarf kann hier mehr Strom produziert werden während die Wärme gespeichert wird“ sagt Christian Darr. Mit Sorge sieht er jedoch, dass viele Kommunalpolitiker die Erträge aus der Energieversorgung nutzen um Haushaltslöcher zu stopfen. „Wir müssen die kommunalen Energieversorger fit für die Zukunft machen, dazu braucht es eine finanzielle Grundlage. Auch ein Dukatenesel kann nicht nur gemolken werden, sonst ist es irgendwann vorbei mit dem Geldsegen.“

Denn nach Ansicht der grünen Kandidaten wird die Bedeutung der kommunalen Unternehmen wie den Nordhäuser Stadtwerken und der Energieversorgung in Zukunft noch weiter steigen. Zusätzlich dazu müssten vermehrt Privatleute und Energiegenossenschaften Anlagen errichten und betreiben. „Die Gemeinden und die Menschen vor Ort sollen mit Energie Geld verdienen können “ erläutert John Dauert. Sie wollen daher in naher Zukunft mit einer Veranstaltung über die Möglichkeiten von Bürgerenergiegenossenschaften informieren.

Auch zum Thema Speicherung haben sie Lösungsansätze formuliert: „Neben der Verstromung von Wasserstoff gibt es viele weitere Möglichkeiten, dabei hat jede Technologie ihre Berechtigung. Doch die Angleichung von Angebot und Bedarf muss ebenso verbessert werden,“ gibt John Dauert zu bedenken.

Die Fachhochschule Nordhausen und die regionalen Unternehmen müssen dabei stärker beteiligt werden. „Wir haben die Fachleute hier vor Ort und müssen alles versuchen neue Betriebe anzusiedeln, die verstärkt im Bereich der Erneuerbaren Energie forschen und entwickeln. Wir brauchen dafür Standortvorteile wie einer guten Verkehrsinfrastruktur, einem schnellen Internet und einem lebenswerten Wohnumfeld mit Freizeitangeboten,“ erklärt John Dauert.
Autor: nnz

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