Der Dieter war da
Donnerstag, 16. Oktober 2003, 13:35 Uhr
Bleicherode (nnz). Es war die erste öffentliche Veranstaltung von Dieter Althaus als Ministerpräsident im Landkreis Nordhausen. Im Bleicheröder Kulturhaus hielt er nicht nur eine Rede, sondern hörte seinen Thüringern aufmerksam zu.
Dieter Althaus erwartete bei seinem gestrigen Besuch im Bleicheröder Klubhaus nicht nur ein gut gefüllter Saal, es war Neugierde, es war Spannung zu spüren. Nach einer kurzen Eröffnung und Begrüßung durch den Bleicheröder CDU-Chef, Andreas Eisfeld, und den Landtagsabgeordneten Egon Primas stieg der Ministerpräsident und Landesvorsitzende der CDU Thüringen sofort nicht in die Bütt, sondern in aktuelle Themen ein.
Nach seiner Auffassung sei das zentrale Thema der Umbau Deutschlands im Interesse einer wieder wachsenden Wirtschaft. Nur Wachstum in der Wirtschaft führt zu mehr Arbeitsplätzen. Und so positionierte sich der Ministerpräsident klar für die Notwendigkeit, ein Industriegebiet in der Goldenen Aue zu entwickeln und Flächen mit Baurecht für Ansiedlungen zur Verfügung zu stellen. Auch erklärte er, dass die Themen Familie und Bildung in der politischen Agenda der nächsten Jahre ganz oben stehen. Familie mit dem klaren Bekenntnis zu Ehe und Kindern seien immer noch die zu vermittelnden Werte für die er und die Thüringer Union werben.
Nach konkreten Erläuterungen der Vorschläge der Herzog-Kommission zum Umbau des Sozialstaates und der klaren Position, dass man nicht nur in legislativen Zeitabständen sondern in Generationen denken muss erkannte man unter den Besuchern, dass dieses Thema nicht nur mit Überschriften beschrieben werden kann. "Hier müssen wir Inhalte vermitteln.", so Althaus.
Die Vorschläge zur Arbeitsmarktreform und der Beschleunigung der Vermittlung bezeichnete er als für die neuen Länder ungeeignet. Erst wenn es etwas an Arbeit zu vermitteln und zu verteilen gäbe, könne man über Beschleunigung und Zumutbarkeit diskutieren. Abschließend meinte er hierzu: "Wir werden unsere Vorstellungen und Konzepte über den Bundesrat und den Vermittlungsausschuss einbringen!"
Abschließend fanden noch verschiedene Gespräche mit dem Ministerpräsidenten, Minister Dr. Klaus Zeh und Besuchern der Veranstaltung in lockerer Runde statt und man konnte erkennen, dass sich Dieter Althaus im Norden Thüringens sehr wohl gefühlt hat. Wohlgefühlt hatten sich auch die Neugierigen im Bleicheröder Kulturhaus. Das waren nicht nur Christdemokraten. Und viele hatten da so ein komisches Gefühl: Da war gestern nicht ein Landesvater im Stil des Bernhard Vogel unter ihnen, sondern einfach der Dieter.
Eine in Südthüringen erscheinende Tageszeitung schrieb in dieser Woche: Wen Lieschen Müller gegenwärtig als den personifizierten Beitrag Thüringens zur Reformdebatte erkennt, ist niemand anders als CDU-Landeschef und Ministerpräsident Dieter Althaus. Der versteht es nicht nur, gut aufgelegt in Fernseh-Talkrunden aufzutauchen. Geschickt besetzt Althaus ein Thüringen-Image, welches unter dem Motto steht: Das Land zuerst. ... Was Thüringen nützt, dafür ist er zu haben, erst danach kommen die Parteigrenzen.
Und weiter steht da geschrieben: Wer da dachte, ein Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesbildungsministerium – was für ein voluminöser Titel! – habe einen Standort- und Verkaufsfaktor gegenüber einem als blass unterschätzten Ministerpräsidenten, der hat sich gründlich getäuscht. Die Dinge haben sich nämlich umgekehrt. Zumindest die Menschen, die gestern in Bleicherode waren, haben dem vielleicht nichts hinzuzufügen.
Autor: nnz
Dieter Althaus erwartete bei seinem gestrigen Besuch im Bleicheröder Klubhaus nicht nur ein gut gefüllter Saal, es war Neugierde, es war Spannung zu spüren. Nach einer kurzen Eröffnung und Begrüßung durch den Bleicheröder CDU-Chef, Andreas Eisfeld, und den Landtagsabgeordneten Egon Primas stieg der Ministerpräsident und Landesvorsitzende der CDU Thüringen sofort nicht in die Bütt, sondern in aktuelle Themen ein. Nach seiner Auffassung sei das zentrale Thema der Umbau Deutschlands im Interesse einer wieder wachsenden Wirtschaft. Nur Wachstum in der Wirtschaft führt zu mehr Arbeitsplätzen. Und so positionierte sich der Ministerpräsident klar für die Notwendigkeit, ein Industriegebiet in der Goldenen Aue zu entwickeln und Flächen mit Baurecht für Ansiedlungen zur Verfügung zu stellen. Auch erklärte er, dass die Themen Familie und Bildung in der politischen Agenda der nächsten Jahre ganz oben stehen. Familie mit dem klaren Bekenntnis zu Ehe und Kindern seien immer noch die zu vermittelnden Werte für die er und die Thüringer Union werben.
Nach konkreten Erläuterungen der Vorschläge der Herzog-Kommission zum Umbau des Sozialstaates und der klaren Position, dass man nicht nur in legislativen Zeitabständen sondern in Generationen denken muss erkannte man unter den Besuchern, dass dieses Thema nicht nur mit Überschriften beschrieben werden kann. "Hier müssen wir Inhalte vermitteln.", so Althaus.
Die Vorschläge zur Arbeitsmarktreform und der Beschleunigung der Vermittlung bezeichnete er als für die neuen Länder ungeeignet. Erst wenn es etwas an Arbeit zu vermitteln und zu verteilen gäbe, könne man über Beschleunigung und Zumutbarkeit diskutieren. Abschließend meinte er hierzu: "Wir werden unsere Vorstellungen und Konzepte über den Bundesrat und den Vermittlungsausschuss einbringen!"
Abschließend fanden noch verschiedene Gespräche mit dem Ministerpräsidenten, Minister Dr. Klaus Zeh und Besuchern der Veranstaltung in lockerer Runde statt und man konnte erkennen, dass sich Dieter Althaus im Norden Thüringens sehr wohl gefühlt hat. Wohlgefühlt hatten sich auch die Neugierigen im Bleicheröder Kulturhaus. Das waren nicht nur Christdemokraten. Und viele hatten da so ein komisches Gefühl: Da war gestern nicht ein Landesvater im Stil des Bernhard Vogel unter ihnen, sondern einfach der Dieter.
Eine in Südthüringen erscheinende Tageszeitung schrieb in dieser Woche: Wen Lieschen Müller gegenwärtig als den personifizierten Beitrag Thüringens zur Reformdebatte erkennt, ist niemand anders als CDU-Landeschef und Ministerpräsident Dieter Althaus. Der versteht es nicht nur, gut aufgelegt in Fernseh-Talkrunden aufzutauchen. Geschickt besetzt Althaus ein Thüringen-Image, welches unter dem Motto steht: Das Land zuerst. ... Was Thüringen nützt, dafür ist er zu haben, erst danach kommen die Parteigrenzen.
Und weiter steht da geschrieben: Wer da dachte, ein Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesbildungsministerium – was für ein voluminöser Titel! – habe einen Standort- und Verkaufsfaktor gegenüber einem als blass unterschätzten Ministerpräsidenten, der hat sich gründlich getäuscht. Die Dinge haben sich nämlich umgekehrt. Zumindest die Menschen, die gestern in Bleicherode waren, haben dem vielleicht nichts hinzuzufügen.
