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Was ist das?

Donnerstag, 23. Februar 2012, 13:48 Uhr
Gestern haben sich zwölf interessierte Teilnehmer der Fortbildung „Menschenverachtende Texte im HipHop“ des Kreisjugendrings Nordhausen gefragt: Was sind eigentlich Gangstarap und Horrorkore...


Längst wird nicht mehr nur über’s Verprügeln und gegenseitiges Beleidigen gerappt. Verherrlichung von Vergewaltigung und Drogenkonsum, Erniedrigungen von Frauen und verschiedenste Todes- und Tötungsphantasien sind Inhalte der beliebten Songs der „Hassrapper“.
Jugendliche hören diese im Internet und auf dem Handy und Lehrer, Sozialpädagogen aber auch andere Jugendliche sind sich unsicher, wie ein Umgang damit erfolgen soll. Welche Möglichkeiten gibt es Abseits von rigorosen Verboten? Wie kann eine gemeinsame Arbeit mit Jugendlichen zu diesem Thema gestaltet werden? Und was machen die Inhalte mit mir selbst als Person?

All diesen Fragen wurden offen und zum Teil auch betroffen besprochen. Musikausschnitte der einzelnen Rapper wurden durch die anwesenden Jugendlichen, Sozialarbeiter und Pädagogen diskutiert. Die Seminargruppe wurde hierbei durch „Sookee“ – ein erfolgreiche berliner Szenerapperin – unterstützt. Sie kennt die Szene, hat selbst einmal die Musik gehört und arbeitet mit Jugendlichen als Jugendkulturarbeiterin zu diesem Thema.

Ihre Botschaft: „Traut euch an die Jugendlichen ran! Akzeptiert ihr Interesse für diese Musik! Lernt mit ihnen zu rappen und sprecht über die Texte! Entwickelt mit ihnen gemeinsam eigene Texte und macht so deutlich, dass es Alternativen gibt!“ Neben diesen eindringlichen Worten gab die engagierte Rapperin allen Gästen eine Vielzahl an Hintergrundinformationen und praktischen Tipps mit an die Hand.
Autor: nnz

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