Linke Vorstellung
Dienstag, 21. Februar 2012, 19:29 Uhr
Zum Jahresempfang hatte die LINKE heute nach Nordhausen eingeladen. Es sollte unter anderem der Auftakt zum Wahlkampf sein. Den zelebrierten dann auch zahlreiche Menschen, die der politisch Interessierte aus Funk und Fernsehen kennt...
Allen voran der Mann, der über Jahre hinweg Bundesgeschäftsführer der Partei und sich nun – nach dem Zoff mit Genossen Lafontaine - stellvertretender Vorsitzender der Bundestagsfraktion nennen darf: Dietmar Bartsch. Aus Sicht des Landes kam Stargast Bodo Ramelow in den Nordhäuser Ratskeller. Mit ihm Dr. Birgit Klaubert und Kersten Steincke, also die immer in Nordhausen zu Gast sind.
Alexander Scharff, der Kreisvorsitzende der LINKEn, kritisierte zum Beispiel das Nichtvorhandensein der Linken bei der Suche nach einem Wulff-Nachfolger und redete sich dann in mehrere Fallen. So ist zum Beispiel selbst Birgit Keller nicht direkt in den Thüringer Landtag gewählt worden, sondern erlangte ihr Mandat über einen komfortablen Listenplatz. Und im Übrigen habe man tolle KandidatInnen mit tollen Programmen für anstehenden Wahlen im April dieses Jahres.
Simsen statt zuhören (Foto: nnz)
Nach diesen einleitenden Gedanken war erst einmal Ronald Gäßlein mit einigen Songs und seiner Gitarre an der Reihe. Dem hörten weder die Stars des Abends noch die breite Masse der 70 Gäste zu. Die durchstöberten ihre Smartphones nach dem Neuesten aus Bundes- und Landeshauptstadt. Der Rest erinnerte sich vermutlich an die guten alten Zeiten.
Bartsch (Foto: nnz)
Nun endlich war denn der Herr Bartsch an der Reihe, der wie die Bundeskanzlerin und der künftige Bundespräsident in Mecklenburg-Vorpommern beheimatet ist. Nach einigen Höflichkeitsfloskeln war der Mann bei 2,8 Millionen armen Kindern in Deutschland, bei den ungelösten Problemen in Fukushima und anderen Katastrophen. Die größte Katastrophe jedoch, das sei die schwarz-gelbe Koalition. was sie bei der Gauck-Kür wieder bewiesen habe. Gauck übrigens, das betonte Bartsch, sei von der Linken nicht wählbar, weil der zum Beispiel die "Begutachtung" durch den Verfassungsschutz für richtig befinde.
Am Ende seines Mauńuskripts tauchte er in die kommunalen Niederungen ein: Natürlich sollen auch die Kandidaten der LINKE bei den Wahlen zu Bürgermeistern oder Landräten gewählt werden, vor allem die weiblichen Kandidaten. Mit Frauen in kommunalen Positionen habe man als Partei die besten Erfahrungen gemacht. Dass die dann vielleicht auch vom Verfassungsschutz beobachtet werden, hat einen gewissen Charme, sei jedoch aus Ausdruck einer Bananenrepublik, wie man gern mal andere Staaten bezeichne, in denen der Inlandsgeheimdienst Parteien überwacht, die in vielen Parlamenten Politik machen.
Dietmar Bartsch ging auf zum Schluss auf die Innereien der Partei ein. Es muss den Linken gelingen zu vermitteln, dass die Grundbedürfnisse der Menschen von kommunalen Unternehmen befriedigt werden. Es müsse linke Politik deutlich gemacht werden, damit sich deren Aussagen deutlich von anderen Parteien abheben, zum Beispiel die Einführung einer Millionärssteuer.
Die Kandidaten für die kommenden Wahlen (Birgit Keller, Hannelore Haase und Jens Lepak) wurden - und das war außergewöhnlich - nicht mit langen Reden, sondern per Videoclip vorgestellt, der die Handschrift von Familie Mitteldorf trägt.
Autor: nnzAllen voran der Mann, der über Jahre hinweg Bundesgeschäftsführer der Partei und sich nun – nach dem Zoff mit Genossen Lafontaine - stellvertretender Vorsitzender der Bundestagsfraktion nennen darf: Dietmar Bartsch. Aus Sicht des Landes kam Stargast Bodo Ramelow in den Nordhäuser Ratskeller. Mit ihm Dr. Birgit Klaubert und Kersten Steincke, also die immer in Nordhausen zu Gast sind.
Alexander Scharff, der Kreisvorsitzende der LINKEn, kritisierte zum Beispiel das Nichtvorhandensein der Linken bei der Suche nach einem Wulff-Nachfolger und redete sich dann in mehrere Fallen. So ist zum Beispiel selbst Birgit Keller nicht direkt in den Thüringer Landtag gewählt worden, sondern erlangte ihr Mandat über einen komfortablen Listenplatz. Und im Übrigen habe man tolle KandidatInnen mit tollen Programmen für anstehenden Wahlen im April dieses Jahres.
Simsen statt zuhören (Foto: nnz)
Nach diesen einleitenden Gedanken war erst einmal Ronald Gäßlein mit einigen Songs und seiner Gitarre an der Reihe. Dem hörten weder die Stars des Abends noch die breite Masse der 70 Gäste zu. Die durchstöberten ihre Smartphones nach dem Neuesten aus Bundes- und Landeshauptstadt. Der Rest erinnerte sich vermutlich an die guten alten Zeiten.
Bartsch (Foto: nnz)
Nun endlich war denn der Herr Bartsch an der Reihe, der wie die Bundeskanzlerin und der künftige Bundespräsident in Mecklenburg-Vorpommern beheimatet ist. Nach einigen Höflichkeitsfloskeln war der Mann bei 2,8 Millionen armen Kindern in Deutschland, bei den ungelösten Problemen in Fukushima und anderen Katastrophen. Die größte Katastrophe jedoch, das sei die schwarz-gelbe Koalition. was sie bei der Gauck-Kür wieder bewiesen habe. Gauck übrigens, das betonte Bartsch, sei von der Linken nicht wählbar, weil der zum Beispiel die "Begutachtung" durch den Verfassungsschutz für richtig befinde.Am Ende seines Mauńuskripts tauchte er in die kommunalen Niederungen ein: Natürlich sollen auch die Kandidaten der LINKE bei den Wahlen zu Bürgermeistern oder Landräten gewählt werden, vor allem die weiblichen Kandidaten. Mit Frauen in kommunalen Positionen habe man als Partei die besten Erfahrungen gemacht. Dass die dann vielleicht auch vom Verfassungsschutz beobachtet werden, hat einen gewissen Charme, sei jedoch aus Ausdruck einer Bananenrepublik, wie man gern mal andere Staaten bezeichne, in denen der Inlandsgeheimdienst Parteien überwacht, die in vielen Parlamenten Politik machen.
Dietmar Bartsch ging auf zum Schluss auf die Innereien der Partei ein. Es muss den Linken gelingen zu vermitteln, dass die Grundbedürfnisse der Menschen von kommunalen Unternehmen befriedigt werden. Es müsse linke Politik deutlich gemacht werden, damit sich deren Aussagen deutlich von anderen Parteien abheben, zum Beispiel die Einführung einer Millionärssteuer.
Die Kandidaten für die kommenden Wahlen (Birgit Keller, Hannelore Haase und Jens Lepak) wurden - und das war außergewöhnlich - nicht mit langen Reden, sondern per Videoclip vorgestellt, der die Handschrift von Familie Mitteldorf trägt.


