Krone zum Greifen nah
Sonntag, 19. Februar 2012, 12:18 Uhr
Paukenschlag gestern Abend in der Nordhäuser Ballspielhalle: Vor heimischen Publikum schlägt der NSV Nordhausen in der 1.Bundesliga den Dauer-Champion der deutschen Box-Amateure klar mit 13:10. Damit ist für die Nordhäuser Mannschaft – sie sind Neulinge in der 1. Bundesliga – die Krone des Deutschen Meisters zum Greifen nah...
Doch wir bleiben vorsichtig, sagte Nordhausens Box-Chef Mathias Geidel. Denn: Noch steht der Rückkampf in Velbert bevor am kommenden Sonnabend. Dort müssen die Nordhäuser noch drei der insgesamt acht Kämpfe gewinnen. Das ist nicht ausgeschlossen, doch man soll den Abend nicht vor dem Tag loben. Jetzt sind wir erstmals riesig stolz über unseren furiosen Sieg.
Grund dazu haben die Nordhäuser - lediglich zwei Kämpfe gingen verloren, einer endete unentschieden. Darüber hinaus fanden die Kämpfe vor einer Traum-Kulisse in der berstend vollen Ballspielhalle statt, in der die Kämpfer das Publikum mit erstklassigen fights verwöhnten. Das Semi-Finale hatte eine solche Anziehungskraft, dass selbst Nordhausens Oberbürgermeisterin Barbara Rinke in die Halle gekommen waren, wie auch sämtliche Kandidaten um ihre Nachfolge, die in wenigen Wochen entschieden wird. Doch nicht nur die Kämpfe waren Hingucker: In der Pause zog Kelvin Kalvus – Vizemeister beim RTL-Supertalent – mit seiner Kugeljonglage die Gäste in den Bann.
Schon der 1. Kampf war für die Nordhäuser ein Achtungserfolg – und richtungsweisend für den Rest des Abends: Im Bantamgewicht muss sich immerhin der amtierende Europameister Denis Makarov gegen den Nordhäuser Kasi Sopa geschlagen geben. Eine Riesen-Überraschung.
Der zweite Kampf im Leichtgewicht geht unglücklich verloren für die Nordhäuser: Sebastian Günther fällt eine Stunde vor dem geplanten Kampf aus. Der junge, 17-jährige Alexander Fenski springt kurzfristig für ihn ein, muss sich aber seinem Gegner – dem amtierenden Deutschen Meister und Jugend-Olympiasieger Artur Brill - geschlagen geben.
Im Halbwelter waren dann die Nordhäuser wieder vorn durch einen souveränen Sieg von David Müller gegen seinen Velberter Konkurrenten Eugen Burhard. Auch im anschließenden Weltergewichts-Kampf bleibt Nordhausen auf der Gewinnerspur: Balazs Bacskai machte es kurz: Der Trainer seines Gegners Damian Malecki greift schon in Runde zwei zum Handtuch und wirft es in den Ring.
Auch nach der Pause keinen Änderung im Drehbuch: Nordhausen verlieret nicht. Im Mittelgewicht kann Xhek Paskali für Nordhausen dem Holländischen Nationalmeister und Militärweltmeister Peter Mullenberg ein Unentschieden abtrotzen.
Es folgt im Halbschwergewicht der Kampf des Abends: Der Nordhäuser Yasin Basar liegt bis in die zweite Runde hinein zurück, startet dann eine fulminante Aufholjagd. Er wendet das Blatt durch eine tolle kämpferische-taktische Leistung und siegt nach Punkten – angetrieben durch eine euphorisiertes Nordhäuser Publikum, das den Saal zum Kochen bringt. Der anschließende Schwergewichtskampf ist die Neuauflage der DM-Finals von 2011: Der deutsche Meister Johann Witt schlägt Stefan Sittner (Velbert) klar nach Punkten. Lediglich den letzten Kampf des Abends im Superschwergewicht mussten die Nordhäuser abgeben: Erik Pfeifer – Dritter der WM in Baku und Olympiaqualifikant für London – ließ dem Nordhäuser Metin Coruk kleine Chance, so dass diesmal Nordhausens Trainer Conny Werner das Handtuch wirft.
Autor: nnzDoch wir bleiben vorsichtig, sagte Nordhausens Box-Chef Mathias Geidel. Denn: Noch steht der Rückkampf in Velbert bevor am kommenden Sonnabend. Dort müssen die Nordhäuser noch drei der insgesamt acht Kämpfe gewinnen. Das ist nicht ausgeschlossen, doch man soll den Abend nicht vor dem Tag loben. Jetzt sind wir erstmals riesig stolz über unseren furiosen Sieg.
Grund dazu haben die Nordhäuser - lediglich zwei Kämpfe gingen verloren, einer endete unentschieden. Darüber hinaus fanden die Kämpfe vor einer Traum-Kulisse in der berstend vollen Ballspielhalle statt, in der die Kämpfer das Publikum mit erstklassigen fights verwöhnten. Das Semi-Finale hatte eine solche Anziehungskraft, dass selbst Nordhausens Oberbürgermeisterin Barbara Rinke in die Halle gekommen waren, wie auch sämtliche Kandidaten um ihre Nachfolge, die in wenigen Wochen entschieden wird. Doch nicht nur die Kämpfe waren Hingucker: In der Pause zog Kelvin Kalvus – Vizemeister beim RTL-Supertalent – mit seiner Kugeljonglage die Gäste in den Bann.
Schon der 1. Kampf war für die Nordhäuser ein Achtungserfolg – und richtungsweisend für den Rest des Abends: Im Bantamgewicht muss sich immerhin der amtierende Europameister Denis Makarov gegen den Nordhäuser Kasi Sopa geschlagen geben. Eine Riesen-Überraschung.
Der zweite Kampf im Leichtgewicht geht unglücklich verloren für die Nordhäuser: Sebastian Günther fällt eine Stunde vor dem geplanten Kampf aus. Der junge, 17-jährige Alexander Fenski springt kurzfristig für ihn ein, muss sich aber seinem Gegner – dem amtierenden Deutschen Meister und Jugend-Olympiasieger Artur Brill - geschlagen geben.
Im Halbwelter waren dann die Nordhäuser wieder vorn durch einen souveränen Sieg von David Müller gegen seinen Velberter Konkurrenten Eugen Burhard. Auch im anschließenden Weltergewichts-Kampf bleibt Nordhausen auf der Gewinnerspur: Balazs Bacskai machte es kurz: Der Trainer seines Gegners Damian Malecki greift schon in Runde zwei zum Handtuch und wirft es in den Ring.
Auch nach der Pause keinen Änderung im Drehbuch: Nordhausen verlieret nicht. Im Mittelgewicht kann Xhek Paskali für Nordhausen dem Holländischen Nationalmeister und Militärweltmeister Peter Mullenberg ein Unentschieden abtrotzen.
Es folgt im Halbschwergewicht der Kampf des Abends: Der Nordhäuser Yasin Basar liegt bis in die zweite Runde hinein zurück, startet dann eine fulminante Aufholjagd. Er wendet das Blatt durch eine tolle kämpferische-taktische Leistung und siegt nach Punkten – angetrieben durch eine euphorisiertes Nordhäuser Publikum, das den Saal zum Kochen bringt. Der anschließende Schwergewichtskampf ist die Neuauflage der DM-Finals von 2011: Der deutsche Meister Johann Witt schlägt Stefan Sittner (Velbert) klar nach Punkten. Lediglich den letzten Kampf des Abends im Superschwergewicht mussten die Nordhäuser abgeben: Erik Pfeifer – Dritter der WM in Baku und Olympiaqualifikant für London – ließ dem Nordhäuser Metin Coruk kleine Chance, so dass diesmal Nordhausens Trainer Conny Werner das Handtuch wirft.


