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Glänzende Industrie

Montag, 13. Februar 2012, 13:24 Uhr
Die Thüringer Industrie hat im vergangenen Jahr wieder deutlich zugelegt. 2011 stiegen die Umsätze in den Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes mit 50 und mehr Beschäftigten gegenüber 2010 um 2,8 Milliarden Euro bzw. 11,0 Prozent auf 28,2 Milliarden Euro...


Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt sieht darin auch einen Beleg für die gestiegene Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. „Die heute vorgelegten Zahlen sind überaus erfreulich und bestätigen noch einmal die positiven Einschätzungen der Unternehmer aus unserer Konjunkturumfrage vom Jahresbeginn“, erklärt IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser.

Laut dieser liefen Maschinen und Bänder wie geschmiert, das Auftragsvolumen sei unverändert hoch und fast drei Viertel der Unternehmer würden bereits an ihre Kapazitätsgrenze stoßen. Dementsprechend gut beurteilten die Manager ihre aktuelle Situation. „Immerhin 43 Prozent der Befragten haben keinen Grund zur Klage und freuen sich über einen positiven Geschäftsverlauf, 48 Prozent bewerten ihre derzeitige Lage zumindest mit befriedigend“, berichtet der IHK-Chef. Klar sei jedoch auch, dass man sich in naher Zukunft auf eine langsamere Gangart einrichten müsse.

„Angesichts des inzwischen erreichten Niveaus werden die Wachstumsraten deutlich abflachen“, so Grusser. Zudem drückten steigende Energie- und Rohstoffpreise die Erträge in den Unternehmen. Ungeachtet dessen rechneten jedoch die wenigsten mit drastischen Einbrüchen.

„Bisher konnten sich die Firmen recht erfolgreich gegen die zunehmenden Risiken stemmen. Umstrukturierungen in den Betriebsabläufen und eine erhöhte Flexibilität haben die Krisenanfälligkeit deutlich abgeschwächt“, betont der IHK-Hauptgeschäftsführer. Damit wirke sich eine konjunkturelle Delle nicht mehr so gravierend aus, wie noch in vergangenen Schwächeperioden.
Autor: nnz

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