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Sportlich getagt

Montag, 13. Februar 2012, 09:19 Uhr
Am Freitag fand im Burghof Kyffhäuser die Klausurtagung des Präsidiums des Kreissportbundes Nordhausen und der Sportjugend Nordhausen statt. Allerdings wurde nicht sofort hart gearbeitet...


Vor Beginn der eigentlichen Tagung stärkten sich die Präsidiumsmitglieder gemeinschaftlich bei Kaffee und Kuchen und nutzten das schöne Wetter zur Besichtigung der Anlagen rund um das Kyffhäuserdenkmal.
Die jährlich stattfindende Klausurtagung dient dem Präsidium des KSB Nordhausen zur Aufarbeitung des vergangenen Sportjahres und der damit verbundenen Arbeit, sowie zur Diskussion über die zukünftigen sportlichen Schwerpunkte und Hauptaufgaben im Kreis Nordhausen. Weiterhin soll mit der Sitzung eine regelmäßige Kontrolle der Qualität der geleisteten Arbeit erreicht werden, um auch in Zukunft den eigenen und öffentlichen Ansprüchen gerecht zu werden und um die wichtige Stellung des Kreissportbundes im sportpolitischen Leben zu festigen.

Zum Auftakt sprach Vizepräsident Klaus Körber über die Hauptausschusssitzung beim Landessportbund und im speziellen zum Sportentwicklungsbericht im Vereinssport. Grundlage dieses Konzepts war eine Umfrage der Sporthochschule Köln in den Vereinen. Vierzig Prozent der angeschriebenen Thüringer Vereine beteiligten sich an der Umfrage. Ausgewertet wurden die Vereinsphilosophie, Sportversorgung, Gesundheitsversorgung, Kooperation, Geselligkeit, Ehrenamt, Aus- und Weiterbildung, Unterstützungsmöglichkeiten, Sportanlagen und Haushalt. Eingehendere Informationen zu diesem Thema, kann man auf der Homepage des Landessportbundes Thüringen beziehen.

Als Geschäftsführer des KSB Nordhausen berichtete Andreas Meyer über die Struktur und die Finanzentwicklung des Kreissportbundes, die Bestandserhebung und die neue Homepage. Im einzelnen erläutert Andreas Meyer, dass die finanzielle Entwicklung sehr positiv verläuft und verdeutlicht dies an einer kleinen Einnahmen - Ausgaben Aufstellung von 2006 bis 2011. Dies verdeutlicht, dass die geleistete Arbeit effizienter gestaltet wurde und bring die Wertschöpfung und Qualität selbiger zum Ausdruck. Leider ist auch für das vergangenen Jahr, im Zuge der Auswertung der Bestandserhebung, festzustellen, dass die Anzahl der Vereinsmitglieder deutlich rückläufig ist.

Zwar konnte die Anzahl der Abgänge, im Vergleich zum vorhergehenden Abrechnungszeitraum, reduziert werden, trotzdem gibt es keinen Grund, die vorhandenen Zahlen positiv zu interpretieren. Somit sind in den vergangen zwei Jahren mehr als 1100 Mitgliederabgänge zu verzeichnen.

Die neue Homepage des KSB Nordhausen ist weiterhin in Arbeit und wird voraussichtlich am 15. Februar voll funktionsfähig ans Netz gehen.

Auch der Vorsitzende der Nordhäuser Sportjugend, Klaus Gorges, beginnt seine Ausführungen, mit einem kurzen Abriss der Struktur seiner Abteilung. Er berichtet über die vorhandenen Probleme seiner Arbeit, die hauptsächlich auf der sehr dünnen Personaldecke beruhen. Weiterhin erläutert Klaus Gorges die Durchführung der einzelnen Veranstaltung auf der Kreisebene, aber auch im internationalen Bereich. Sowohl die Qualität als auch die Menge der Veranstaltung, die durch die Nordhäuser Sportjugend durchgeführt oder organisiert wurden, sind sehr positiv zu betrachten. Für die Zukunft stellt sich die Jugendabteilung des KSB Nordhausen die Verbesserung und Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen den Kindergärten, den Schulen und dem Sportbund, sowie die Mitgliedergewinnung zum Ziel.

Die Frauensportbeauftragte Wolfra Herbst kann auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2011 zurückschauen. Sowohl der Frauensporttag als auch die Aerobic-Night, haben sich zu absoluten Highlights im Nordhäuser Sportkalender entwickelt. Die allseitigen positiven Resonanzen wollen nicht abreißen und auch Anfragen bezüglich der Organisation solch großer Veranstaltungen liegen bereits vor. Ihrer Meinung nach waren diese Veranstaltungen in allen Belangen perfekt organisiert, es wurde kostendeckend gearbeitet und die Teilnehmerzahlen steigen permanent. Leider kommt man langsam an die möglichen Kapazitätsgrenzen.

Reiner Berndt zeichnet für die Seniorenarbeit im Kreissportbund Nordhausen verantwortlich und beginnt seine Ausführung, mit der Freude über die positive Mitgliederentwicklung im Seniorensport. Wie jedes Jahr legt er einen sehr umfangreichen Veranstaltungsplan für die Senioren des Kreises vor und erläutert, anhand der demographischen Entwicklung, die Wichtigkeit, ein großes und auch nichtkommerzielles Angebot für die ältere Bevölkerung anzubieten. Anhand von Broschüren zeigt er wie bestimmte Vereine den Seniorensport interpretieren und lobt deren Informationspolitik. Dies ist dann auch der Ansatz seiner Kritik. Im KSB Nordhausen muss sich seiner Meinung nach, die Öffentlichkeitsarbeit bezüglich des Seniorensports erheblich verbessern.

Der Schulsportbeauftragte des Kreissportbundes Nordhausen, Werner Hütcher, beginnt seine Ausführungen mit einem Lob für das Präsidium und hebt die sehr gute, geleistete Arbeit noch mal ausdrücklich hervor.

Werner Hütcher weist auf die vielen Initiativen und Verbindungen zwischen Schulen und Sportvereinen hin und lobt die vorhandenen und sich neu entwickelnden Kooperationen zwischen den Institutionen. Zukünftig möchte er sich aber auch wieder um den Leistungssport kümmern und zur Stärkung dieses Bereiches beitragen. Werner Hütcher richtet das Augenmerk diesbezüglich auf die Außenwirkung des Sports, welcher von der großen Aufmerksamkeit und Identifikation im Leistungsport profitiert. Hütcher stellt weitere sportpolitische Themen zur Diskussion und lobt noch mal eingehend die Zusammenarbeit mit der Sportjugend Nordhausen.

Vor ziemlich genau einem Jahr hat es sich Vizepräsident Gert Störmer zur Aufgabe gemacht, im Bereich Marketing und Sponsoring tätig zu werden. Jetzt war Zeit zur Abrechnung und Auswertung der geleisteten Arbeit, dabei wurde jedem im Raum schnell klar, wie wichtig die Initiative von Störmer in diesem Aufgabenbereich war. Er konnte in seinen Ausführungen deutlich machen, wie er seine Ideen umgesetzt hat und wie die neuen Herausforderungen zukünftig zu meistern sind. In seinen Ausführungen schwört er das Präsidium des Kreissportbundes Nordhausen darauf ein, dass jeder zukünftig noch mehr seine Aufgaben, in seinem Sachgebiet, erkennt und zur Umsetzung bringt. Beispielhaft erläutert Gert Störmer sachgebietsübergreifend neue Ideen für die zukünftige Tätigkeit des Präsidiums.

Abschließend kann man feststellen, dass auch diese Klausurtagung des KSB Nordhausen, ihre wichtige Aufgabe erfüllt hat und erheblich zur Verständigung und Neuausrichtung des Präsidiums beigetragen hat. Jetzt gilt es wieder, die guten Ideen und Ansätze zu verarbeiten und in die Realität umzusetzen
Autor: nnz

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