Am Ende alles gut?
Donnerstag, 09. Oktober 2003, 11:56 Uhr
Nordhausen (nnz). Im Nordhäuser Arbeitsamt sind heute nicht nur die monatlichen Arbeitsmarktdaten vorgestellt worden. Heute wurde auch der Jahresbericht zur Berufsberatung veröffentlicht. Und so schlecht sieht die Bilanz nicht aus.
Von Anfang Oktober 2002 bis Ende September 2003 sprachen 12.427 Ratsuchende in der Berufsberatung vor, 1.225 weniger als im Vorjahr. 4.720 dieser Jugendlichen wurden in den letzten 12 Monaten aktiv bei ihrer Ausbildungsplatzsuche durch die Berufsberater unterstützt. Damit hat sich die Zahl der Bewerber gegenüber dem Vorjahr nur um 5 erhöht. Insgesamt traten 2.545 Jungen als Bewerber auf, 17 mehr als vor einem Jahr. Bei den Mädchen ist die Zahl der Bewerberinnen mit 2.175 um 12 niedriger als vor zwölf Monaten.
Die Zahl der Entlassschüler ist zum Vorjahr mit rund 5.670 um 160 niedriger als 2002. Dadurch hat sich der Anteil der Schulabgänger, die eine Vermittlungshilfe beim Arbeitsamt in Anspruch genommen haben, von 80,5 Prozent auf 83,4 Prozent erhöht. Innerhalb der Dienststellen ist im Bezirk des Hauptamtes Nordhausen die Bewerberzahl gegenüber 2002 um 91 auf 1.554 angestiegen. Dieser Anstieg resultiert zu gleichen Teilen aus mehr männlichen und weiblichen Bewerbern. In der Geschäftsstelle Artern registrierten die Berufsberater 57 Bewerber weniger als im Jahr 2002, hier ist nur die Zahl der Mädchen rückläufig. In den Geschäftsstellen Heiligenstadt und Sondershausen blieb die Bewerberzahl auf dem Vorjahresniveau. Einen geringen Rückgang um 28 verzeichneten die Berufsberater in der Geschäftsstelle Leinefelde.
Schulabschluss der Bewerber
Die Hälfte aller Bewerber, genau 2.400, weisen einen Realschulabschluss nach, 40 weniger als im letzten Jahr. Einen Hauptschulabschluss erlangten 1.180 Mädchen und Jungen, fast so viele wie 2002. Auch die Zahl der Entlassschüler aus den Sonderschulen veränderte sich kaum, 178 Bewerber wurden hier registriert. Um 31 angestiegen ist die Zahl der Jungen und Mädchen, die keinen Schulabschluss erreicht haben.
560 Abiturienten suchten erst einmal einen beruflichen Ausbildungsplatz, so viele wie im Vorjahr. Unverändert hoch ist auch die Zahl der Studienabbrecher von Fachhoch- und Hochschulen, die ihren beruflichen Weg in einer betrieblichen Ausbildung fortsetzen wollen. Sowohl die Abiturienten als auch die Studienabbrecher stellen für die Vermittlung keinen schwierigen Kundenkreis dar. Diese jungen Menschen entscheiden sich letztendlich für einen Studiengang oder sie werden von den Unternehmen gern eingestellt.
Am Ende des Berufsberatungsjahres haben von den Bewerbern mit Realschulabschluss 94 noch keinen Ausbildungsbetrieb gefunden, das sind 29 mehr als Ende September des Vorjahres. Bei den Schülern, die die Haupt- oder Sonderschule beendet haben, stehen noch 38 zur Vermittlung an und 12 Jungen und Mädchen, die keinen Schulabschluss erlangt haben.
Berufswünsche unverändert
Gewerbliche Berufe standen bei den Schulabgängern wieder hoch im Kurs. So interessierten sich für Metallberufe 760 Bewerber (730 im Vorjahr) und für den Beruf des Elektrikers 210 (250 im Vorjahr). Für Ernährungsberufe gab es 280 Ausbildungssuchende, 40 mehr als 2002. In den letzten Jahren fragten immer weniger Schulabgänger nach Berufen im Baugewerbe nach. Auch im Berichtsjahr verringerte sich die Zahl der Bewerber um 85, trotzdem strebten immer noch 629 Jugendliche in dieser Wirtschaftsabteilung eine Ausbildung an. Die Land- und Forstwirtschaft erfreut sich einer zunehmenden Beliebtheit. 214 junge Leute haben sich hier für eine Ausbildung beworben, 30 mehr als noch vor zwölf Monaten.
Ungebrochen hoch ist das Interesse an der Ausbildung als Waren- und Dienstleistungskaufmann, 795 vorwiegend Mädchen, standen zur Vermittlung an. Ebenfalls besteht mit 726 ein hoher Anteil an Bewerbern für Organisations-, Verwaltungs- und Büroberufe. Für Gesundheitsdienst-, Sozial- und Erziehungsberufe gaben 270 Schulabgänger ihre Bewerbung ab, 30 weniger als im Vorjahr. Um fast 50 zugenommen haben die Ausbildungssuchenden für die Berufe Körperpflege, Gästebetreuung sowie Hauswirtschafts- und Reinigungsberufe. 509 Jugendliche wählten diese Berufsziele, 445 davon waren Mädchen.
Stellenangebote so hoch wie im Vorjahr
Die Berufsberater registrierten seit Oktober 2002 im Arbeitsamtsbezirk 2.421 Stellen, im Jahr 2002 waren das 2.414. Von diesen Ausbildungsstellen kamen 1.522 aus Wirtschaftsunternehmen der Region, 86 weniger als im Vorjahr. In außerbetrieblichen Einrichtungen standen in diesem Jahr 899 Stellen zur Verfügung, 93 mehr als im vergangenen Jahr.
Außerbetriebliche Berufsausbildungsstellen:
Über die Förderung nach dem SGB III, § 241 Abs. 2 zur Förderung benachteiligter Jugendlicher richtete das Arbeitsamt für 442 Schulabgänger Ausbildungsmöglichkeiten ein. 127 Jugendliche davon erlernen Bauberufe, 63 Metallberufe und 30 landwirtschaftliche Berufe. Auch in Dienstleistungsberufen erhielten 77 als Waren- und Dienstleistungskaufmann, 67 als Gästebetreuer oder Hauswirtschaftler und 34 in Organisations-, Verwaltungs- und Büroberufen eine Chance. Vor einem Jahr förderte das Arbeitsamt 105 Mädchen und Jungen weniger. 299 Bewerber mündeten in Ausbildungen, die aus dem Sonderprogramm "Zukunftsinitiative 2003" des Bundes und des Landes finanziert werden. Für 123 jugendliche Rehabilitanden und Schwerbehinderte wurden in speziellen Ausbildungseinrichtungen Ausbildungsplätze bereit gestellt. Im Berufsberatungsjahr 2001/2002 mussten hier noch 43 Jugendliche mehr gefördert werden.
Betriebliche Berufsausbildungsstellen:
Aus der Land- und Forstwirtschaft kamen 79 Ausbildungsangebote für Pflanzenbauer und Tierzüchter. Für Metallberufe konnten 286 Stellen akquiriert werden und 195 für Bau- und Baunebenberufe einschließlich Tischler. Für den Beruf des Elektrikers stellten Unternehmen 96 Plätze bereit und für Ernährungsberufe 120. Die Ausbildung für 240 Waren- und Dienstleistungskaufleute und für weitere 194 Organisations-, Verwaltungs- und Büroberufe boten Unternehmen der Region an.
Herkunft der Stellen nach Kammerzugehörigkeit
Von den eingegangenen Stellenangeboten kamen 58 Prozent (56,5 Prozent 2002) aus Unternehmen der Industrie- und Handelskammer. Aus Handwerksbetrieben konnten 719 Ausbildungsstellen gewonnen werden, das waren 37 weniger als vor einem Jahr. Mit 29 Angeboten der Ärzte- und Zahnärztekammer standen genau so viele Stellen wie vor einem Jahr zur Besetzung an. Auch im Öffentlichen Dienst verblieben die Angebote auf dem Vorjahresniveau. Während die Ausbildungsmöglichkeiten in Rechtsanwaltbüros von 16 im Vorjahr auf 21 in diesem Jahr angestiegen sind, gingen die Ausbildungsplätze in Steuerberatungskanzleien von 48 im Vorjahr auf 17 in diesem Jahr zurück. Aus Betrieben, die der Landwirtschaftskammer zugehörig sind, wurden 141 Stellen gemeldet, 28 mehr als vor einem Jahr.
Verbleib der Bewerber
2.152 Jugendliche mündeten in eine betriebliche Ausbildung ein, 433 in außerbetriebliche Einrichtungen, die nach dem SGB III gefördert werden und 302 in Maßnahmen nach dem Sonderprogramm "Zukunftsinitiative Ost 2003". Von diesen insgesamt 2.893 Jugendlichen begannen 2.166 (74,9 Prozent) eine Ausbildung in Nordthüringen und 727 in Unternehmen außerhalb des Arbeitsamtsbezirkes. Vor einem Jahr schlossen 65 junge Leute mehr einen Ausbildungsvertrag mit Unternehmen außerhalb der Region ab. Damals gab es mehr Jugendliche, die in westdeutschen Unternehmen eine Chance erhielten. Ende September dieses Jahres begannen 531 junge Menschen in den alten Bundesländern eine Ausbildung, 302 in Niedersachsen, 108 in Hessen, 32 in Nordrhein-Westfalen, 37 in Bayern, jeweils 16 in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg sowie 18 in Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen.
67 Schulabgänger begannen in berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen, 42 davon Jungen. Diese Jugendlichen unterliegen nicht mehr der Schulpflicht, haben aber noch keine Berufsreife erlangt und werden sich in einem Jahr beruflich orientieren und auf eine Ausbildung vorbereiten. 254 Bewerber besuchen eine Berufsfachschule. Hier können Hauptschüler mit einem Abschluss sich auf einen Beruf schulisch vorbereiten oder in zwei Jahren ihren Realschulabschluss nachholen.
Weitere 9 Mädchen und Jungen meldeten sich in sonstige berufsbildende Schulen oder in ein Berufsvorbereitungsjahr ab, und für einen weiteren Besuch allgemein bildender Schulen entschieden sich 299 Bewerber. 97 Abiturienten, die sich für eine Ausbildung beworben haben, erhielten im September die Zulassung für ein Studium an einer Fachhoch- oder Hochschule.
Für ein Arbeitsverhältnis entschieden sich erst einmal 168 Bewerber, und 35 wurden in den Wehr- oder Zivildienst einberufen. Vorwiegend Mädchen haben sich für ein Freiwilliges ökologisches oder soziales Jahr entschieden, insgesamt 23. 613 der Bewerber meldeten sich nach einer oder mehreren Beratungen und Vermittlungsvorschlägen nicht mehr im Arbeitsamt, sind verzogen oder haben selbst eine schulische oder betriebliche Ausbildung gesucht.
154 Bewerber noch nicht versorgt
Bis Ende September 2003 wurde mit den verantwortlichen Stellen bei den Kammern intensiv zusammen gearbeitet, um die Schulabgänger zu vermitteln. Letztendlich sind 154 Bewerber noch nicht versorgt. Damit suchen 48 Jugendliche mehr eine Ausbildung als vor einem Jahr. Bis Ende Dezember werden alle Möglichkeiten geprüft, um jedem der Ausbildungssuchenden noch eine Chance zu bieten.
Noch 29 Stellen frei
Im August und September dieses Jahres wurden noch mehrere hundert Stellenangebote aus der Region der Berufsberatung offeriert. Diese Stellen waren wichtig, um den noch hohen Bestand an unversorgten Bewerbern bis Ende September abzubauen. Letztendlich sind noch 29 Stellen nicht besetzt, das sind z. B. 5 Stellen für Bau- und Baunebenberufe, 3 Stellen für Ernährungsberufe, 6 Stellen für hauswirtschaftliche und 4 für Waren- und Dienstleistungskaufleute.
Autor: nnzVon Anfang Oktober 2002 bis Ende September 2003 sprachen 12.427 Ratsuchende in der Berufsberatung vor, 1.225 weniger als im Vorjahr. 4.720 dieser Jugendlichen wurden in den letzten 12 Monaten aktiv bei ihrer Ausbildungsplatzsuche durch die Berufsberater unterstützt. Damit hat sich die Zahl der Bewerber gegenüber dem Vorjahr nur um 5 erhöht. Insgesamt traten 2.545 Jungen als Bewerber auf, 17 mehr als vor einem Jahr. Bei den Mädchen ist die Zahl der Bewerberinnen mit 2.175 um 12 niedriger als vor zwölf Monaten.
Die Zahl der Entlassschüler ist zum Vorjahr mit rund 5.670 um 160 niedriger als 2002. Dadurch hat sich der Anteil der Schulabgänger, die eine Vermittlungshilfe beim Arbeitsamt in Anspruch genommen haben, von 80,5 Prozent auf 83,4 Prozent erhöht. Innerhalb der Dienststellen ist im Bezirk des Hauptamtes Nordhausen die Bewerberzahl gegenüber 2002 um 91 auf 1.554 angestiegen. Dieser Anstieg resultiert zu gleichen Teilen aus mehr männlichen und weiblichen Bewerbern. In der Geschäftsstelle Artern registrierten die Berufsberater 57 Bewerber weniger als im Jahr 2002, hier ist nur die Zahl der Mädchen rückläufig. In den Geschäftsstellen Heiligenstadt und Sondershausen blieb die Bewerberzahl auf dem Vorjahresniveau. Einen geringen Rückgang um 28 verzeichneten die Berufsberater in der Geschäftsstelle Leinefelde.
Schulabschluss der Bewerber
Die Hälfte aller Bewerber, genau 2.400, weisen einen Realschulabschluss nach, 40 weniger als im letzten Jahr. Einen Hauptschulabschluss erlangten 1.180 Mädchen und Jungen, fast so viele wie 2002. Auch die Zahl der Entlassschüler aus den Sonderschulen veränderte sich kaum, 178 Bewerber wurden hier registriert. Um 31 angestiegen ist die Zahl der Jungen und Mädchen, die keinen Schulabschluss erreicht haben.
560 Abiturienten suchten erst einmal einen beruflichen Ausbildungsplatz, so viele wie im Vorjahr. Unverändert hoch ist auch die Zahl der Studienabbrecher von Fachhoch- und Hochschulen, die ihren beruflichen Weg in einer betrieblichen Ausbildung fortsetzen wollen. Sowohl die Abiturienten als auch die Studienabbrecher stellen für die Vermittlung keinen schwierigen Kundenkreis dar. Diese jungen Menschen entscheiden sich letztendlich für einen Studiengang oder sie werden von den Unternehmen gern eingestellt.
Am Ende des Berufsberatungsjahres haben von den Bewerbern mit Realschulabschluss 94 noch keinen Ausbildungsbetrieb gefunden, das sind 29 mehr als Ende September des Vorjahres. Bei den Schülern, die die Haupt- oder Sonderschule beendet haben, stehen noch 38 zur Vermittlung an und 12 Jungen und Mädchen, die keinen Schulabschluss erlangt haben.
Berufswünsche unverändert
Gewerbliche Berufe standen bei den Schulabgängern wieder hoch im Kurs. So interessierten sich für Metallberufe 760 Bewerber (730 im Vorjahr) und für den Beruf des Elektrikers 210 (250 im Vorjahr). Für Ernährungsberufe gab es 280 Ausbildungssuchende, 40 mehr als 2002. In den letzten Jahren fragten immer weniger Schulabgänger nach Berufen im Baugewerbe nach. Auch im Berichtsjahr verringerte sich die Zahl der Bewerber um 85, trotzdem strebten immer noch 629 Jugendliche in dieser Wirtschaftsabteilung eine Ausbildung an. Die Land- und Forstwirtschaft erfreut sich einer zunehmenden Beliebtheit. 214 junge Leute haben sich hier für eine Ausbildung beworben, 30 mehr als noch vor zwölf Monaten.
Ungebrochen hoch ist das Interesse an der Ausbildung als Waren- und Dienstleistungskaufmann, 795 vorwiegend Mädchen, standen zur Vermittlung an. Ebenfalls besteht mit 726 ein hoher Anteil an Bewerbern für Organisations-, Verwaltungs- und Büroberufe. Für Gesundheitsdienst-, Sozial- und Erziehungsberufe gaben 270 Schulabgänger ihre Bewerbung ab, 30 weniger als im Vorjahr. Um fast 50 zugenommen haben die Ausbildungssuchenden für die Berufe Körperpflege, Gästebetreuung sowie Hauswirtschafts- und Reinigungsberufe. 509 Jugendliche wählten diese Berufsziele, 445 davon waren Mädchen.
Stellenangebote so hoch wie im Vorjahr
Die Berufsberater registrierten seit Oktober 2002 im Arbeitsamtsbezirk 2.421 Stellen, im Jahr 2002 waren das 2.414. Von diesen Ausbildungsstellen kamen 1.522 aus Wirtschaftsunternehmen der Region, 86 weniger als im Vorjahr. In außerbetrieblichen Einrichtungen standen in diesem Jahr 899 Stellen zur Verfügung, 93 mehr als im vergangenen Jahr.
Außerbetriebliche Berufsausbildungsstellen:
Über die Förderung nach dem SGB III, § 241 Abs. 2 zur Förderung benachteiligter Jugendlicher richtete das Arbeitsamt für 442 Schulabgänger Ausbildungsmöglichkeiten ein. 127 Jugendliche davon erlernen Bauberufe, 63 Metallberufe und 30 landwirtschaftliche Berufe. Auch in Dienstleistungsberufen erhielten 77 als Waren- und Dienstleistungskaufmann, 67 als Gästebetreuer oder Hauswirtschaftler und 34 in Organisations-, Verwaltungs- und Büroberufen eine Chance. Vor einem Jahr förderte das Arbeitsamt 105 Mädchen und Jungen weniger. 299 Bewerber mündeten in Ausbildungen, die aus dem Sonderprogramm "Zukunftsinitiative 2003" des Bundes und des Landes finanziert werden. Für 123 jugendliche Rehabilitanden und Schwerbehinderte wurden in speziellen Ausbildungseinrichtungen Ausbildungsplätze bereit gestellt. Im Berufsberatungsjahr 2001/2002 mussten hier noch 43 Jugendliche mehr gefördert werden.
Betriebliche Berufsausbildungsstellen:
Aus der Land- und Forstwirtschaft kamen 79 Ausbildungsangebote für Pflanzenbauer und Tierzüchter. Für Metallberufe konnten 286 Stellen akquiriert werden und 195 für Bau- und Baunebenberufe einschließlich Tischler. Für den Beruf des Elektrikers stellten Unternehmen 96 Plätze bereit und für Ernährungsberufe 120. Die Ausbildung für 240 Waren- und Dienstleistungskaufleute und für weitere 194 Organisations-, Verwaltungs- und Büroberufe boten Unternehmen der Region an.
Herkunft der Stellen nach Kammerzugehörigkeit
Von den eingegangenen Stellenangeboten kamen 58 Prozent (56,5 Prozent 2002) aus Unternehmen der Industrie- und Handelskammer. Aus Handwerksbetrieben konnten 719 Ausbildungsstellen gewonnen werden, das waren 37 weniger als vor einem Jahr. Mit 29 Angeboten der Ärzte- und Zahnärztekammer standen genau so viele Stellen wie vor einem Jahr zur Besetzung an. Auch im Öffentlichen Dienst verblieben die Angebote auf dem Vorjahresniveau. Während die Ausbildungsmöglichkeiten in Rechtsanwaltbüros von 16 im Vorjahr auf 21 in diesem Jahr angestiegen sind, gingen die Ausbildungsplätze in Steuerberatungskanzleien von 48 im Vorjahr auf 17 in diesem Jahr zurück. Aus Betrieben, die der Landwirtschaftskammer zugehörig sind, wurden 141 Stellen gemeldet, 28 mehr als vor einem Jahr.
Verbleib der Bewerber
2.152 Jugendliche mündeten in eine betriebliche Ausbildung ein, 433 in außerbetriebliche Einrichtungen, die nach dem SGB III gefördert werden und 302 in Maßnahmen nach dem Sonderprogramm "Zukunftsinitiative Ost 2003". Von diesen insgesamt 2.893 Jugendlichen begannen 2.166 (74,9 Prozent) eine Ausbildung in Nordthüringen und 727 in Unternehmen außerhalb des Arbeitsamtsbezirkes. Vor einem Jahr schlossen 65 junge Leute mehr einen Ausbildungsvertrag mit Unternehmen außerhalb der Region ab. Damals gab es mehr Jugendliche, die in westdeutschen Unternehmen eine Chance erhielten. Ende September dieses Jahres begannen 531 junge Menschen in den alten Bundesländern eine Ausbildung, 302 in Niedersachsen, 108 in Hessen, 32 in Nordrhein-Westfalen, 37 in Bayern, jeweils 16 in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg sowie 18 in Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen.
67 Schulabgänger begannen in berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen, 42 davon Jungen. Diese Jugendlichen unterliegen nicht mehr der Schulpflicht, haben aber noch keine Berufsreife erlangt und werden sich in einem Jahr beruflich orientieren und auf eine Ausbildung vorbereiten. 254 Bewerber besuchen eine Berufsfachschule. Hier können Hauptschüler mit einem Abschluss sich auf einen Beruf schulisch vorbereiten oder in zwei Jahren ihren Realschulabschluss nachholen.
Weitere 9 Mädchen und Jungen meldeten sich in sonstige berufsbildende Schulen oder in ein Berufsvorbereitungsjahr ab, und für einen weiteren Besuch allgemein bildender Schulen entschieden sich 299 Bewerber. 97 Abiturienten, die sich für eine Ausbildung beworben haben, erhielten im September die Zulassung für ein Studium an einer Fachhoch- oder Hochschule.
Für ein Arbeitsverhältnis entschieden sich erst einmal 168 Bewerber, und 35 wurden in den Wehr- oder Zivildienst einberufen. Vorwiegend Mädchen haben sich für ein Freiwilliges ökologisches oder soziales Jahr entschieden, insgesamt 23. 613 der Bewerber meldeten sich nach einer oder mehreren Beratungen und Vermittlungsvorschlägen nicht mehr im Arbeitsamt, sind verzogen oder haben selbst eine schulische oder betriebliche Ausbildung gesucht.
154 Bewerber noch nicht versorgt
Bis Ende September 2003 wurde mit den verantwortlichen Stellen bei den Kammern intensiv zusammen gearbeitet, um die Schulabgänger zu vermitteln. Letztendlich sind 154 Bewerber noch nicht versorgt. Damit suchen 48 Jugendliche mehr eine Ausbildung als vor einem Jahr. Bis Ende Dezember werden alle Möglichkeiten geprüft, um jedem der Ausbildungssuchenden noch eine Chance zu bieten.
Noch 29 Stellen frei
Im August und September dieses Jahres wurden noch mehrere hundert Stellenangebote aus der Region der Berufsberatung offeriert. Diese Stellen waren wichtig, um den noch hohen Bestand an unversorgten Bewerbern bis Ende September abzubauen. Letztendlich sind noch 29 Stellen nicht besetzt, das sind z. B. 5 Stellen für Bau- und Baunebenberufe, 3 Stellen für Ernährungsberufe, 6 Stellen für hauswirtschaftliche und 4 für Waren- und Dienstleistungskaufleute.
