nnz-doku: Der Markt im September
Donnerstag, 09. Oktober 2003, 11:01 Uhr
Nordhausen (nnz). Die Arbeitsmarktdaten des Arbeitsamtes Nordhausen sind raus. In der doku-Reihe veröffentlicht die nnz auch diesmal den kompletten Bericht mit allen Zahlen und Fakten.
Die Arbeitslosigkeit in Nordthüringen hat sich im September relativ günstig entwickelt. Die Beschäftigungsmöglichkeiten haben aber nicht zugenommen, vielmehr ist seit Juni dieses Jahres ein gleichbleibend hoher Abgang in eine Erwerbstätigkeit von Arbeitslosen zu verzeichnen. Vielmehr resultiert die Entwicklung im Berichtsmonat aus rund 200 Arbeitslosmeldungen weniger als im August und leicht mehr Austritten aus der Arbeitslosigkeit.
Hier wirken sich die verstärkten Bemühungen der Vermittlungsfachkräfte zur Aktivierung der Arbeitslosen in Verbindung mit dem ersten und zweiten Gesetz zur Verbesserung der Dienstleistungen am Arbeitsmarkt aus. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Abmeldungen von Arbeitslosen in eine Erwerbstätigkeit auf einem gleich hohen Niveau verblieben. Auf die Höhe der Arbeitslosenzahl wirken sich aber in diesem Jahr der Rückgang der Beschäftigung auf dem zweiten Arbeitsmarkt und die niedrigeren Teilnehmerzahlen in beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen aus.
Niedrigste Arbeitslosenzahl in diesem Jahr
Ende des Berichtsmonats gab es in Nordthüringen 28.669 Arbeitslose, fast 700 weniger als einen Monat vorher. Dabei ist die Zahl der arbeitslosen Männer von 13.449 Ende August auf 12.958 Ende September zurück gegangen. Auch die Frauenarbeitslosenzahl entwickelte sich mit 15.711 rückläufig, hier gab es 200 weniger als Ende August.
Die ausgewiesene Arbeitslosenzahl ist in diesem Jahr die niedrigste, liegt aber weit über dem Vorjahresniveau. Ende des ersten Halbjahres näherte sich die Zahl der Arbeitslosen um 500 an den Vorjahreswert an. Seit Juli erhöhte sich der Abstand zum Vorjahr von Monat zu Monat. Ende September registrierte das Arbeitsamt 2.108 arbeitslose Personen mehr als vor einem Jahr. Angestiegen sind vor allem die Zahlen bei den Frauen, so gab es 1.270 mehr als Ende September des Vorjahres.
Die Arbeitslosenquote auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen hat sich um einen halben Prozentpunkt gegenüber August auf 18,6 Prozent verringert. Auf der Basis der abhängigen zivilen Erwerbspersonen fiel der Rückgang genau so hoch aus, hier errechnet sich die Quote in Höhe von 20,0 Prozent.
17,2 Prozent beträgt die Arbeitslosenquote für die Männer, sie ist um 0,7 Prozentpunkte niedriger als vor vier Wochen, aber um rund einen Prozentpunkt höher als vor einem Jahr. Die Quote der Frauen sank gegenüber dem Vormonat leicht auf 23,1 Prozent, gegenüber dem Vorjahr stieg sie aber um 2,1 Prozentpunkte an.
Fast 3.700 Arbeitslosmeldungen
Im September meldeten sich zwar 215 Personen weniger arbeitslos als im August, dennoch gingen 3.693 Frauen und Männer neu in die Arbeitslosigkeit. Vor einem Jahr fiel diese Zahl um 310 niedriger aus. Von den gemeldeten Personen hatten 1.505 vorher eine Beschäftigung im ersten und weitere 270 im zweiten Arbeitsmarkt, im August mussten sich nur 60 Arbeitnehmer mehr arbeitslos melden. Aus der sonstigen Erwerbstätigkeit (nach Wehr- und Zivildienst oder nach einer selbständigen Tätigkeit) kamen 110 Personen, fast so viele wie im Vormonat. Im September des Vorjahres wurden 356 Meldungen weniger nach Beschäftigungen entgegen genommen.
Im Baugewerbe haben allein 400 Arbeitnehmer ihren Arbeitsplatz verloren, rund 80 mehr als im August und 50 mehr als vor einem Jahr. Die meisten der entlassenen 226 Arbeitnehmer aus dem verarbeitenden Gewerbe hatten ein Beschäftigungsverhältnis in Unternehmen zur Herstellung und Bearbeitung von Metallerzeugnissen. Auch im August und im Vergleichsmonat des Vorjahres erfolgten in dieser Wirtschaftsabteilung gleich hohe Entlassungen. Im Handel ist weiterhin ein hoher Arbeitsplatzabbau zu beobachten. Fast 180 Frauen und Männer, so viele wie im August und 20 mehr als im Vorjahresmonat, verloren hier ihren Job.
Betriebe, die Dienstleistungen für Unternehmen erbringen, setzten wie im Vormonat 145 Arbeitkräfte frei, über 30 mehr als vor einem Jahr. Für 245 Arbeitnehmer endeten Beschäftigungen in öffentlichen Verwaltungen und für weitere 215 in Betrieben, die persönliche Dienstleistungen erbringen. Auch vor vier Wochen wurden hier genau so viele Arbeitslosmeldungen festgestellt.
Im September beendeten 580 Frauen und Männer eine Ausbildung und fanden nicht unmittelbar im Anschluss einen Arbeitsplatz, das waren rund 150 mehr als vor Jahresfrist. Für 385 Personen davon endeten schulische und für 195 betriebliche Ausbildungen. Von diesen gemeldeten Arbeitslosen waren 344 im Alter unter 25 Jahren. Gegenüber August ist diese Zahl um 120 niedriger, aber fast so hoch wie vor einem Jahr.
Von den 1.225 neu registrierten Arbeitslosen, die vorher keiner Erwerbstätigkeit nachgingen, stellten sich 630 nach Arbeitsunfähigkeit wieder der Vermittlung zur Verfügung.
Über 1.870 Abmeldungen in die Wirtschaft
Im September haben 4.385 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beendet, das waren sowohl rund 80 mehr als im Vormonat als auch im Vorjahresmonat. Allein 2.072 Arbeitslose begannen im September eine Beschäftigung im ersten und zweiten Arbeitsmarkt, knapp 70 mehr als vor vier Wochen. Dabei erfolgten für 100 Arbeitnehmer weniger Vermittlungen in den zweiten Arbeitsmarkt, aber die Arbeitsaufnahmen in Wirtschaftsunternehmen stiegen um 124 an. Mit rund 40 Einberufungen in den Wehr- und Zivildienst sind fast so viele junge Menschen aus der Arbeitslosigkeit gegangen wie im August.
Von den insgesamt 1.931 Arbeitsaufnahmen erfolgten 408 ohne finanzielle Hilfen des Arbeitsamtes. 91 Vermittlungen wurden durch die verschiedenen Arten von Eingliederungszuschüssen unterstützt, und 58 Personen unterschrieben einen Arbeitsvertrag in Personal-Service-Agenturen. 955 Arbeitsaufnahmen erfolgten nach persönlichen Vorsprachen in Unternehmen oder der Arbeitsuche in den verschiedenen Medien des Arbeitsamtes und anderer Anbieter. Von ihrem vorherigen Arbeitgeber wurden 243 Frauen und Männer wieder eingestellt, und 103 Arbeitslose wagten den Schritt in die Selbständigkeit.
In neu bewilligten Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen begannen im September 139 Arbeitslose und weitere 13 in Strukturanpassungsmaßnahmen. In Unternehmen, die den Auftrag für Beschäftigung schaffende Infrastrukturmaßnahmen erhalten haben, nahmen 7 Arbeitnehmer eine befristete Tätigkeit auf. In eine Ausbildung meldeten sich 479 Frauen und Männer ab, 100 davon wegen Aufnahme einer betrieblichen Erstausbildung und 160 wegen Aufnahme eines Studiums. Abmeldungen in die Nichterwerbstätigkeit erfolgten in 1.785 Fällen, 1.000 allein wegen Arbeitsunfähigkeit.
Seit Jahresbeginn haben sich 37.550 Arbeitslose abgemeldet, das waren 1.300 mehr als im Vorjahreszeitraum. Diese Zunahme resultiert aus mehr Eintritten in Beschäftigungen und aus mehr Abmeldungen in die sonstige Nichterwerbstätigkeit. Zugenommen haben die Abgänge von Arbeitslosen in den ersten Arbeitsmarkt. Hier wurden 17.924 registriert, das sind 1.200 mehr als 2002. Allerdings stehen den 20.036 Abmeldungen in Arbeit 20.276 Arbeitslosmeldungen aus einer Beschäftigung gegenüber.
In Ausbildung gingen in den ersten drei Quartalen 2003 insgesamt 2.472 Arbeitsuchende, über 1.500 weniger als im Vorjahreszeitraum. Das begründet sich in weniger begonnenen beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen.
Über 1.000 Stellenangebote
Die Vermittlungsfachkräfte des Arbeitsamtes Nordhausen akquirierten im Monat 1.014 Stellenangebote, 226 mehr als im August, aber knapp 70 weniger als im Vorjahresmonat. 274 dieser Stellen resultieren aus neu bewilligten Maßnahmen des zweiten Arbeitsmarktes. 30 Angebote gingen für versicherungsfreie geringfügige Beschäftigungen ein. Für Beschäftigungen im ersten Arbeitsmarkt standen damit 710 Arbeitsangebote bereit, 135 davon in Personal-Service-Agenturen. Im August lagen die Arbeitsmöglichkeiten in Unternehmen um 140 unter den Angeboten des Berichtsmonats, vor einem Jahr allerdings um 150 höher. Das Baugewerbe suchte im September 150 Arbeitnehmer, das verarbeitende Gewerbe 94 und die Wirtschaftsabteilung Dienstleistungen für Unternehmen 128. Auch der Handel gab Angebote für 87 Arbeitsplätze ab, und aus dem Bereich Erziehung und Unterricht wurden 140 zu besetzende Stellen gemeldet.
Aktive Förderleistungen zur Integration in den Arbeitsprozess
In Beschäftigungen im ersten Arbeitsmarkt förderte das Arbeitsamt Ende September 2.979 Arbeitnehmer, 416 mehr als vor einem Jahr. Über Eingliederungszuschüsse wurden die Beschäftigungsverhältnisse von 1.851 Frauen und Männern unterstützt. Damit erhielten 192 Personen mehr als im Vormonat diese Förderung und fast 730 mehr als im Vorjahresmonat. Rund 60 Prozent der Arbeitnehmer haben das fünfzigste Lebensjahr bereits überschritten.
In Strukturanpassungsmaßnahmen Ost erhielten noch 109 und über Beschäftigungshilfen für Langzeitarbeitslose 135 Frauen und Männer Lohnkostenzuschüsse. Mit diesen zwei auslaufenden Förderinstrumenten förderte das Arbeitsamt 700 Beschäftigte weniger als vor einem Jahr, aber mit den oben genannten Eingliederungszuschüssen konnten im September diese Instrumente kompensiert werden.
Im Berichtsmonat bewilligte das Arbeitsamt für 59 ehemals Arbeitslose Überbrückungsgeld neu und unterstützte damit für insgesamt 530 junge Unternehmer die Existenzgründung, vor einem Jahr erhielten 151 Personen weniger diese Leistungen. Als Ich-AG erfolgten im Monatsverlauf weitere 27 Existenzgründungen, insgesamt bestanden Ende des Monats in Nordthüringen 178 dieser Unternehmen.
585 Arbeitslose, die außerhalb des Tagespendelbereiches ein Arbeitsverhältnis aufnahmen, erhielten im September Mobilitätshilfen wie Fahrkostenbeihilfe, Trennungskostenbeihilfe oder Umzugskosten. Für 789 Arbeitsuchende übernahm das Arbeitsamt Bewerbungskosten und für 1.872 die Reisekosten zu den Vorstellungsgesprächen.
Beschäftigung schaffende Maßnahmen
In Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen waren am Monatsende 1.368 Frauen und Männer beschäftigt, im Vergleich zum Vorjahr sank damit die Zahl der Arbeitnehmer um 904. In Maßnahmen des Garten- und Landschaftsbaues sind davon gegenwärtig 527 der Beschäftigten tätig, und 368 haben Aufgaben in sozialen Diensten übernommen. In Strukturanpassungsmaßnahmen hatten 1.010 Personen einen Arbeitsplatz, das waren fast so viele wie im Vormonat, aber 428 weniger als vor einem Jahr. Über Beschäftigung schaffende Infrastrukturmaßnahmen fanden im Berichtsmonat 8 Arbeitslose einen Job, somit arbeiteten insgesamt 60 Frauen und Männer in diesen Maßnahmen.
Freie Förderung
Über die Freie Förderung haben im September 1.057 Personen eine Unterstützung erhalten, das sind 62 mehr als im August und sogar 239 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Von diesen wird für 188 Jugendliche, die förderungsfähig sind, aber aus den üblichen Programmen keine Hilfe erhalten können, über die Freie Förderung eine berufliche Ausbildung finanziert. Zusätzlich zum Überbrückungsgeld erhalten 638 Existenzgründer, das sind fast doppelt so viele wie vor einem Jahr, über dieses Förderinstrument eine finanzielle Hilfe, und für 126 Beschäftigte werden Lohnkostenzuschüsse gezahlt.
Berufliche Weiterbildung
Mit 212 Eintritten in berufliche Weiterbildungsmaßnahmen qualifizierten sich am Monatsende 1.909 Arbeitsuchende, das sind fast genau so viele wie im Vormonat, aber 1.211 weniger als vor einem Jahr. 1.121 Frauen und Männer lernen mit dem Ziel, einen Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf zu erreichen. Von den Qualifizierungsteilnehmern waren vorher 666 mehr als zwölf Monate arbeitslos, durch eine Qualifizierung sollen sich ihre Chancen auf dem ersten Arbeitsmarkt verbessern. 230 Frauen und Männer nutzen die Bildungsmaßnahmen, um einen beruflichen Abschluss zu erlangen. Genau so viele Teilnehmer waren vor Beginn der Maßnahme jünger als 25 Jahre, und fast 130 haben bereits das fünfzigste Lebensjahr überschritten.
Kurzarbeit
Im Monat September zeigten 63 Betriebe für 804 Arbeitnehmer Kurzarbeit an. Damit hat sich die Kurzarbeiterzahl gegenüber dem Vormonat nur geringfügig erhöht, gegenüber September 2002 liegt sie jedoch um 79 niedriger. Von Kurzarbeit waren allein 362 Arbeitnehmer aus Betrieben des Maschinenbaus und der Elektrotechnik betroffen. Dagegen mussten Dienstleistungsunternehmen und Betriebe im Baugewerbe deutlich weniger Arbeitnehmer in Kurzarbeit schicken, hier sank die Zahl von 248 im August auf 76 im September. 46 Prozent der betroffenen Arbeitnehmer erhalten Kurzarbeitergeld mindestens 3, aber höchstens 6 Monate, vor vier Wochen waren das noch rund 80 Prozent.
Die regionale Entwicklung des Arbeitsmarktes
Die Arbeitslosigkeit ist in allen Dienststellen des Arbeitsamtes zurück gegangen. Im Vergleich zum Vorjahr ist aber ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen. Besonders im Kyffhäuserkreis mit den Geschäftsstellen Artern und Sondershausen liegt die Arbeitslosenzahl weit über dem Vorjahresniveau.
Im Landkreis Nordhausen waren Ende des Monats 9.623 Frauen und Männer arbeitslos, 210 weniger als im Vormonat, aber 493 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen veränderte sich damit von 20,1 Prozent im August auf 19,7 Prozent im September. Vor einem Jahr lag diese Quote allerdings noch bei 18,4 Prozent. Aus dem Landkreis meldeten sich im Berichtsmonat 1.127 Personen arbeitslos, 45 weniger als vor vier Wochen, aber 161 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. In keiner anderen Dienststelle des Arbeitsamtes ist damit ein so hoher Anstieg bei den Arbeitslosmeldungen gegenüber dem Vorjahr erfolgt.
Im Monatsverlauf konnten 1.337 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beenden, das sind 58 mehr als im August und 179 mehr als im September des Vorjahres. Insgesamt sind aber die Abmeldungen in eine Erwerbstätigkeit seit Jahresbeginn um rund 100 höher als im Vorjahreszeitraum, die Arbeitslosmeldungen sind um 962 angestiegen. Aus Unternehmen des ersten Arbeitsmarktes akquirierten die Mitarbeiter im Hauptamt Nordhausen 392 Stellen, das sind fast genau so viele wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres, im Vergleich zum Vormonat sind es aber 138 mehr. Für den zweiten Arbeitsmarkt wurden im Berichtsmonat 63 Stellen neu bewilligt, damit arbeiteten 616 Arbeitnehmer in Arbeitsbeschaffungs- und Strukturanpassungsmaßnahmen. In vom Arbeitsamt geförderten Qualifizierungen befanden sich am Monatsende 668 Teilnehmer.
Im Kyffhäuserkreis mit den Geschäftstellen Artern und Sondershausen waren Ende September 10.671 Personen arbeitslos, 207 weniger als im August. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt ungünstiger entwickelt. Vor einem Jahr gab es 1.020 Arbeitslose im Landkreis weniger. Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen stieg somit gegenüber dem Vorjahr um 2,6 Prozentpunkte an und beträgt im Berichtsmonat 23,0 Prozent.
In der Geschäftsstelle Artern waren Ende September 5.634 Arbeitslose gemeldet, das waren nur 85 weniger als vier Wochen vorher. Damit liegt die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen weiterhin über 25 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Abstand von 607 Ende August auf 654 Ende des Berichtsmonats weiter erhöht. Vor einem Jahr errechnete sich für die Region Artern eine Quote von 21,7 Prozent. Im Monatsverlauf gingen 796 Arbeitslosmeldungen ein, 180 weniger als im August und über 90 mehr als im September des Vorjahres. Aus der Arbeitslosigkeit meldeten sich 881 Frauen und Männer ab, rund 60 weniger als im August, aber fast 50 mehr als im September des Vorjahres. Seit Jahresbeginn beendeten 7.326 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 475 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Gleichzeitig wurden 7.758 Arbeitslosmeldungen entgegen genommen, 1.536 mehr als von Januar bis September 2002.
194 Stellenangebote gingen im September zur Vermittlung ein, 62 davon aus neu bewilligten Maßnahmen des zweiten Arbeitsmarktes. Damit verblieb die Zahl der Beschäftigungen in geförderten Maßnahmen auf dem Vormonatsniveau und bedeutet gegenüber dem Vergleichsmonat 2002 sogar einen Anstieg um 43. Insgesamt mündeten 346 Arbeitslose in und außerhalb der Region in ein Arbeitsverhältnis in Unternehmen ein. 72 dieser Arbeitsaufnahmen wurden über finanzielle Förderinstrumente des Arbeitsamtes unterstützt. In Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen begannen 74 Arbeitslose und weitere 5 in Strukturanpassungsmaßnahmen. Im zweiten Arbeitsmarkt hatten am Monatsende 481 Personen eine Beschäftigung, 380 weniger als vor einem Jahr. Für 35 Arbeitsuchende begannen im September berufliche Weiterbildungsmaßnahmen, in denen insgesamt 278 Teilnehmer gefördert werden.
Im Bezirk der Geschäftsstelle Sondershausen suchten 5.037 Personen einen Arbeitsplatz, 122 weniger als Ende August. Die Arbeitslosenquote verringerte sich gegenüber August um einen halben Prozentpunkt auf 20,9 Prozent. Vor einem Jahr lag die Quote um 1,7 Prozentpunkte niedriger, damals gab es 365 Arbeitslose weniger. Während des Monats meldeten sich weniger Personen arbeitslos, gleichzeitig ist die Zahl der Abmeldungen gegenüber dem Vormonat leicht angestiegen. Insgesamt mussten sich 614 Personen arbeitslos melden und 736 konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden. Von den abgemeldeten Personen haben 382 eine Beschäftigung aufgenommen, 43 in Maßnahmen des zweiten Arbeitsmarktes. Die Arbeitsaufnahmen in Unternehmen wurden in 70 Fällen über Eingliederungszuschüsse unterstützt. Die Beschäftigtenzahl auf dem zweiten Arbeitsmarkt hat sich gegenüber August nicht verändert. Die 672 Arbeitnehmer in Arbeitsbeschaffungs- bzw. Strukturanpassungsmaßnahmen bedeuten gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang der Beschäftigtenzahl um 81. In beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen qualifizierten sich im September 424 Frauen und Männer.
Im Landkreis Eichsfeld registrierte das Arbeitsamt 8.375 Arbeitslose, 275 weniger als vor vier Wochen. Dadurch ist die Arbeitslosenquote von 14,8 Prozent Ende August auf 14,3 Prozent Ende September zurück gegangen. Diese Quote ist um mehr als 5 Prozentpunkte niedriger als im Landkreis Nordhausen und sogar um 8,7 Prozentpunkte niedriger als im Kyffhäuserkreis. Insgesamt ist die Entwicklung im Berichtsmonat aber nicht so günstig verlaufen wie im Vorjahresmonat. Dadurch wird ein größerer Abstand zur Vorjahresfrist ausgewiesen als noch einen Monat vorher. Ende September 2002 waren 596 Eichsfelder weniger von Arbeitslosigkeit betroffen.
In der Geschäftsstelle Heiligenstadt meldeten sich rund 400 Personen arbeitslos, so viele wie im August und 30 weniger als im Vorjahresmonat. Ihre Arbeitslosigkeit konnten 495 Frauen und Männer beenden, nur 39 weniger als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenzahl konnte dadurch leicht um 97 auf 2.840 am Monatsende abgebaut werden. Auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen ergibt sich für die Region eine Arbeitslosenquote in Höhe von 13 Prozent. Vor einem Jahr wurden hier sogar nur 11,8 Prozent ausgewiesen, damals waren 280 Personen weniger arbeitslos. Im Monat fanden 196 Arbeitslose einen neuen Job, 35 im zweiten Arbeitsmarkt. Insgesamt konnten die Vermittlungsfachkräfte 92 Arbeitsangebote neu gewinnen, von denen 33 aus geförderten Maßnahmen resultierten. Auf dem zweiten Arbeitsmarkt gingen insgesamt 290 Beschäftigte einer Arbeit nach, 100 weniger als vor einem Jahr. In Bildungsmaßnahmen begannen 32 Frauen und Männer, insgesamt wurden hier 255 Teilnehmer gefördert.
Im Geschäftsstellenbezirk Leinefelde verlief die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt wie im Vormonat. 758 Personen mussten sich arbeitslos melden, fast 100 mehr als im Vorjahresmonat. Dagegen haben 936 Frauen und Männer die Arbeitslosigkeit beendet, so dass Ende September 5.535 Arbeitslose, fast 180 weniger als im August, registriert waren. Die Arbeitslosenquote auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen verringerte sich um 0,4 Prozentpunkte auf 15,1 Prozent. Vor einem Jahr lag die Quote noch bei 14,1 Prozent.
Dem Arbeitsamt Leinefelde wurden insgesamt 226 Stellen angeboten, 185 davon aus dem ersten Arbeitsmarkt. 437 Arbeitslose nahmen eine Beschäftigung in der Wirtschaft auf und weitere 30 in neu bewilligten Maßnahmen des zweiten Arbeitsmarktes. Die Zahl der geförderten Arbeitnehmer in Beschäftigung schaffenden Maßnahmen betrug am Monatsende 319 und ist damit auf dem Vormonatsniveau verblieben, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum aber um fast 200 niedriger.
Autor: nnzDie Arbeitslosigkeit in Nordthüringen hat sich im September relativ günstig entwickelt. Die Beschäftigungsmöglichkeiten haben aber nicht zugenommen, vielmehr ist seit Juni dieses Jahres ein gleichbleibend hoher Abgang in eine Erwerbstätigkeit von Arbeitslosen zu verzeichnen. Vielmehr resultiert die Entwicklung im Berichtsmonat aus rund 200 Arbeitslosmeldungen weniger als im August und leicht mehr Austritten aus der Arbeitslosigkeit.
Hier wirken sich die verstärkten Bemühungen der Vermittlungsfachkräfte zur Aktivierung der Arbeitslosen in Verbindung mit dem ersten und zweiten Gesetz zur Verbesserung der Dienstleistungen am Arbeitsmarkt aus. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Abmeldungen von Arbeitslosen in eine Erwerbstätigkeit auf einem gleich hohen Niveau verblieben. Auf die Höhe der Arbeitslosenzahl wirken sich aber in diesem Jahr der Rückgang der Beschäftigung auf dem zweiten Arbeitsmarkt und die niedrigeren Teilnehmerzahlen in beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen aus.
Niedrigste Arbeitslosenzahl in diesem Jahr
Ende des Berichtsmonats gab es in Nordthüringen 28.669 Arbeitslose, fast 700 weniger als einen Monat vorher. Dabei ist die Zahl der arbeitslosen Männer von 13.449 Ende August auf 12.958 Ende September zurück gegangen. Auch die Frauenarbeitslosenzahl entwickelte sich mit 15.711 rückläufig, hier gab es 200 weniger als Ende August.
Die ausgewiesene Arbeitslosenzahl ist in diesem Jahr die niedrigste, liegt aber weit über dem Vorjahresniveau. Ende des ersten Halbjahres näherte sich die Zahl der Arbeitslosen um 500 an den Vorjahreswert an. Seit Juli erhöhte sich der Abstand zum Vorjahr von Monat zu Monat. Ende September registrierte das Arbeitsamt 2.108 arbeitslose Personen mehr als vor einem Jahr. Angestiegen sind vor allem die Zahlen bei den Frauen, so gab es 1.270 mehr als Ende September des Vorjahres.
Die Arbeitslosenquote auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen hat sich um einen halben Prozentpunkt gegenüber August auf 18,6 Prozent verringert. Auf der Basis der abhängigen zivilen Erwerbspersonen fiel der Rückgang genau so hoch aus, hier errechnet sich die Quote in Höhe von 20,0 Prozent.
17,2 Prozent beträgt die Arbeitslosenquote für die Männer, sie ist um 0,7 Prozentpunkte niedriger als vor vier Wochen, aber um rund einen Prozentpunkt höher als vor einem Jahr. Die Quote der Frauen sank gegenüber dem Vormonat leicht auf 23,1 Prozent, gegenüber dem Vorjahr stieg sie aber um 2,1 Prozentpunkte an.
Fast 3.700 Arbeitslosmeldungen
Im September meldeten sich zwar 215 Personen weniger arbeitslos als im August, dennoch gingen 3.693 Frauen und Männer neu in die Arbeitslosigkeit. Vor einem Jahr fiel diese Zahl um 310 niedriger aus. Von den gemeldeten Personen hatten 1.505 vorher eine Beschäftigung im ersten und weitere 270 im zweiten Arbeitsmarkt, im August mussten sich nur 60 Arbeitnehmer mehr arbeitslos melden. Aus der sonstigen Erwerbstätigkeit (nach Wehr- und Zivildienst oder nach einer selbständigen Tätigkeit) kamen 110 Personen, fast so viele wie im Vormonat. Im September des Vorjahres wurden 356 Meldungen weniger nach Beschäftigungen entgegen genommen.
Im Baugewerbe haben allein 400 Arbeitnehmer ihren Arbeitsplatz verloren, rund 80 mehr als im August und 50 mehr als vor einem Jahr. Die meisten der entlassenen 226 Arbeitnehmer aus dem verarbeitenden Gewerbe hatten ein Beschäftigungsverhältnis in Unternehmen zur Herstellung und Bearbeitung von Metallerzeugnissen. Auch im August und im Vergleichsmonat des Vorjahres erfolgten in dieser Wirtschaftsabteilung gleich hohe Entlassungen. Im Handel ist weiterhin ein hoher Arbeitsplatzabbau zu beobachten. Fast 180 Frauen und Männer, so viele wie im August und 20 mehr als im Vorjahresmonat, verloren hier ihren Job.
Betriebe, die Dienstleistungen für Unternehmen erbringen, setzten wie im Vormonat 145 Arbeitkräfte frei, über 30 mehr als vor einem Jahr. Für 245 Arbeitnehmer endeten Beschäftigungen in öffentlichen Verwaltungen und für weitere 215 in Betrieben, die persönliche Dienstleistungen erbringen. Auch vor vier Wochen wurden hier genau so viele Arbeitslosmeldungen festgestellt.
Im September beendeten 580 Frauen und Männer eine Ausbildung und fanden nicht unmittelbar im Anschluss einen Arbeitsplatz, das waren rund 150 mehr als vor Jahresfrist. Für 385 Personen davon endeten schulische und für 195 betriebliche Ausbildungen. Von diesen gemeldeten Arbeitslosen waren 344 im Alter unter 25 Jahren. Gegenüber August ist diese Zahl um 120 niedriger, aber fast so hoch wie vor einem Jahr.
Von den 1.225 neu registrierten Arbeitslosen, die vorher keiner Erwerbstätigkeit nachgingen, stellten sich 630 nach Arbeitsunfähigkeit wieder der Vermittlung zur Verfügung.
Über 1.870 Abmeldungen in die Wirtschaft
Im September haben 4.385 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beendet, das waren sowohl rund 80 mehr als im Vormonat als auch im Vorjahresmonat. Allein 2.072 Arbeitslose begannen im September eine Beschäftigung im ersten und zweiten Arbeitsmarkt, knapp 70 mehr als vor vier Wochen. Dabei erfolgten für 100 Arbeitnehmer weniger Vermittlungen in den zweiten Arbeitsmarkt, aber die Arbeitsaufnahmen in Wirtschaftsunternehmen stiegen um 124 an. Mit rund 40 Einberufungen in den Wehr- und Zivildienst sind fast so viele junge Menschen aus der Arbeitslosigkeit gegangen wie im August.
Von den insgesamt 1.931 Arbeitsaufnahmen erfolgten 408 ohne finanzielle Hilfen des Arbeitsamtes. 91 Vermittlungen wurden durch die verschiedenen Arten von Eingliederungszuschüssen unterstützt, und 58 Personen unterschrieben einen Arbeitsvertrag in Personal-Service-Agenturen. 955 Arbeitsaufnahmen erfolgten nach persönlichen Vorsprachen in Unternehmen oder der Arbeitsuche in den verschiedenen Medien des Arbeitsamtes und anderer Anbieter. Von ihrem vorherigen Arbeitgeber wurden 243 Frauen und Männer wieder eingestellt, und 103 Arbeitslose wagten den Schritt in die Selbständigkeit.
In neu bewilligten Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen begannen im September 139 Arbeitslose und weitere 13 in Strukturanpassungsmaßnahmen. In Unternehmen, die den Auftrag für Beschäftigung schaffende Infrastrukturmaßnahmen erhalten haben, nahmen 7 Arbeitnehmer eine befristete Tätigkeit auf. In eine Ausbildung meldeten sich 479 Frauen und Männer ab, 100 davon wegen Aufnahme einer betrieblichen Erstausbildung und 160 wegen Aufnahme eines Studiums. Abmeldungen in die Nichterwerbstätigkeit erfolgten in 1.785 Fällen, 1.000 allein wegen Arbeitsunfähigkeit.
Seit Jahresbeginn haben sich 37.550 Arbeitslose abgemeldet, das waren 1.300 mehr als im Vorjahreszeitraum. Diese Zunahme resultiert aus mehr Eintritten in Beschäftigungen und aus mehr Abmeldungen in die sonstige Nichterwerbstätigkeit. Zugenommen haben die Abgänge von Arbeitslosen in den ersten Arbeitsmarkt. Hier wurden 17.924 registriert, das sind 1.200 mehr als 2002. Allerdings stehen den 20.036 Abmeldungen in Arbeit 20.276 Arbeitslosmeldungen aus einer Beschäftigung gegenüber.
In Ausbildung gingen in den ersten drei Quartalen 2003 insgesamt 2.472 Arbeitsuchende, über 1.500 weniger als im Vorjahreszeitraum. Das begründet sich in weniger begonnenen beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen.
Über 1.000 Stellenangebote
Die Vermittlungsfachkräfte des Arbeitsamtes Nordhausen akquirierten im Monat 1.014 Stellenangebote, 226 mehr als im August, aber knapp 70 weniger als im Vorjahresmonat. 274 dieser Stellen resultieren aus neu bewilligten Maßnahmen des zweiten Arbeitsmarktes. 30 Angebote gingen für versicherungsfreie geringfügige Beschäftigungen ein. Für Beschäftigungen im ersten Arbeitsmarkt standen damit 710 Arbeitsangebote bereit, 135 davon in Personal-Service-Agenturen. Im August lagen die Arbeitsmöglichkeiten in Unternehmen um 140 unter den Angeboten des Berichtsmonats, vor einem Jahr allerdings um 150 höher. Das Baugewerbe suchte im September 150 Arbeitnehmer, das verarbeitende Gewerbe 94 und die Wirtschaftsabteilung Dienstleistungen für Unternehmen 128. Auch der Handel gab Angebote für 87 Arbeitsplätze ab, und aus dem Bereich Erziehung und Unterricht wurden 140 zu besetzende Stellen gemeldet.
Aktive Förderleistungen zur Integration in den Arbeitsprozess
In Beschäftigungen im ersten Arbeitsmarkt förderte das Arbeitsamt Ende September 2.979 Arbeitnehmer, 416 mehr als vor einem Jahr. Über Eingliederungszuschüsse wurden die Beschäftigungsverhältnisse von 1.851 Frauen und Männern unterstützt. Damit erhielten 192 Personen mehr als im Vormonat diese Förderung und fast 730 mehr als im Vorjahresmonat. Rund 60 Prozent der Arbeitnehmer haben das fünfzigste Lebensjahr bereits überschritten.
In Strukturanpassungsmaßnahmen Ost erhielten noch 109 und über Beschäftigungshilfen für Langzeitarbeitslose 135 Frauen und Männer Lohnkostenzuschüsse. Mit diesen zwei auslaufenden Förderinstrumenten förderte das Arbeitsamt 700 Beschäftigte weniger als vor einem Jahr, aber mit den oben genannten Eingliederungszuschüssen konnten im September diese Instrumente kompensiert werden.
Im Berichtsmonat bewilligte das Arbeitsamt für 59 ehemals Arbeitslose Überbrückungsgeld neu und unterstützte damit für insgesamt 530 junge Unternehmer die Existenzgründung, vor einem Jahr erhielten 151 Personen weniger diese Leistungen. Als Ich-AG erfolgten im Monatsverlauf weitere 27 Existenzgründungen, insgesamt bestanden Ende des Monats in Nordthüringen 178 dieser Unternehmen.
585 Arbeitslose, die außerhalb des Tagespendelbereiches ein Arbeitsverhältnis aufnahmen, erhielten im September Mobilitätshilfen wie Fahrkostenbeihilfe, Trennungskostenbeihilfe oder Umzugskosten. Für 789 Arbeitsuchende übernahm das Arbeitsamt Bewerbungskosten und für 1.872 die Reisekosten zu den Vorstellungsgesprächen.
Beschäftigung schaffende Maßnahmen
In Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen waren am Monatsende 1.368 Frauen und Männer beschäftigt, im Vergleich zum Vorjahr sank damit die Zahl der Arbeitnehmer um 904. In Maßnahmen des Garten- und Landschaftsbaues sind davon gegenwärtig 527 der Beschäftigten tätig, und 368 haben Aufgaben in sozialen Diensten übernommen. In Strukturanpassungsmaßnahmen hatten 1.010 Personen einen Arbeitsplatz, das waren fast so viele wie im Vormonat, aber 428 weniger als vor einem Jahr. Über Beschäftigung schaffende Infrastrukturmaßnahmen fanden im Berichtsmonat 8 Arbeitslose einen Job, somit arbeiteten insgesamt 60 Frauen und Männer in diesen Maßnahmen.
Freie Förderung
Über die Freie Förderung haben im September 1.057 Personen eine Unterstützung erhalten, das sind 62 mehr als im August und sogar 239 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Von diesen wird für 188 Jugendliche, die förderungsfähig sind, aber aus den üblichen Programmen keine Hilfe erhalten können, über die Freie Förderung eine berufliche Ausbildung finanziert. Zusätzlich zum Überbrückungsgeld erhalten 638 Existenzgründer, das sind fast doppelt so viele wie vor einem Jahr, über dieses Förderinstrument eine finanzielle Hilfe, und für 126 Beschäftigte werden Lohnkostenzuschüsse gezahlt.
Berufliche Weiterbildung
Mit 212 Eintritten in berufliche Weiterbildungsmaßnahmen qualifizierten sich am Monatsende 1.909 Arbeitsuchende, das sind fast genau so viele wie im Vormonat, aber 1.211 weniger als vor einem Jahr. 1.121 Frauen und Männer lernen mit dem Ziel, einen Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf zu erreichen. Von den Qualifizierungsteilnehmern waren vorher 666 mehr als zwölf Monate arbeitslos, durch eine Qualifizierung sollen sich ihre Chancen auf dem ersten Arbeitsmarkt verbessern. 230 Frauen und Männer nutzen die Bildungsmaßnahmen, um einen beruflichen Abschluss zu erlangen. Genau so viele Teilnehmer waren vor Beginn der Maßnahme jünger als 25 Jahre, und fast 130 haben bereits das fünfzigste Lebensjahr überschritten.
Kurzarbeit
Im Monat September zeigten 63 Betriebe für 804 Arbeitnehmer Kurzarbeit an. Damit hat sich die Kurzarbeiterzahl gegenüber dem Vormonat nur geringfügig erhöht, gegenüber September 2002 liegt sie jedoch um 79 niedriger. Von Kurzarbeit waren allein 362 Arbeitnehmer aus Betrieben des Maschinenbaus und der Elektrotechnik betroffen. Dagegen mussten Dienstleistungsunternehmen und Betriebe im Baugewerbe deutlich weniger Arbeitnehmer in Kurzarbeit schicken, hier sank die Zahl von 248 im August auf 76 im September. 46 Prozent der betroffenen Arbeitnehmer erhalten Kurzarbeitergeld mindestens 3, aber höchstens 6 Monate, vor vier Wochen waren das noch rund 80 Prozent.
Die regionale Entwicklung des Arbeitsmarktes
Die Arbeitslosigkeit ist in allen Dienststellen des Arbeitsamtes zurück gegangen. Im Vergleich zum Vorjahr ist aber ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen. Besonders im Kyffhäuserkreis mit den Geschäftsstellen Artern und Sondershausen liegt die Arbeitslosenzahl weit über dem Vorjahresniveau.
Im Landkreis Nordhausen waren Ende des Monats 9.623 Frauen und Männer arbeitslos, 210 weniger als im Vormonat, aber 493 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen veränderte sich damit von 20,1 Prozent im August auf 19,7 Prozent im September. Vor einem Jahr lag diese Quote allerdings noch bei 18,4 Prozent. Aus dem Landkreis meldeten sich im Berichtsmonat 1.127 Personen arbeitslos, 45 weniger als vor vier Wochen, aber 161 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. In keiner anderen Dienststelle des Arbeitsamtes ist damit ein so hoher Anstieg bei den Arbeitslosmeldungen gegenüber dem Vorjahr erfolgt.
Im Monatsverlauf konnten 1.337 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beenden, das sind 58 mehr als im August und 179 mehr als im September des Vorjahres. Insgesamt sind aber die Abmeldungen in eine Erwerbstätigkeit seit Jahresbeginn um rund 100 höher als im Vorjahreszeitraum, die Arbeitslosmeldungen sind um 962 angestiegen. Aus Unternehmen des ersten Arbeitsmarktes akquirierten die Mitarbeiter im Hauptamt Nordhausen 392 Stellen, das sind fast genau so viele wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres, im Vergleich zum Vormonat sind es aber 138 mehr. Für den zweiten Arbeitsmarkt wurden im Berichtsmonat 63 Stellen neu bewilligt, damit arbeiteten 616 Arbeitnehmer in Arbeitsbeschaffungs- und Strukturanpassungsmaßnahmen. In vom Arbeitsamt geförderten Qualifizierungen befanden sich am Monatsende 668 Teilnehmer.
Im Kyffhäuserkreis mit den Geschäftstellen Artern und Sondershausen waren Ende September 10.671 Personen arbeitslos, 207 weniger als im August. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt ungünstiger entwickelt. Vor einem Jahr gab es 1.020 Arbeitslose im Landkreis weniger. Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen stieg somit gegenüber dem Vorjahr um 2,6 Prozentpunkte an und beträgt im Berichtsmonat 23,0 Prozent.
In der Geschäftsstelle Artern waren Ende September 5.634 Arbeitslose gemeldet, das waren nur 85 weniger als vier Wochen vorher. Damit liegt die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen weiterhin über 25 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Abstand von 607 Ende August auf 654 Ende des Berichtsmonats weiter erhöht. Vor einem Jahr errechnete sich für die Region Artern eine Quote von 21,7 Prozent. Im Monatsverlauf gingen 796 Arbeitslosmeldungen ein, 180 weniger als im August und über 90 mehr als im September des Vorjahres. Aus der Arbeitslosigkeit meldeten sich 881 Frauen und Männer ab, rund 60 weniger als im August, aber fast 50 mehr als im September des Vorjahres. Seit Jahresbeginn beendeten 7.326 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 475 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Gleichzeitig wurden 7.758 Arbeitslosmeldungen entgegen genommen, 1.536 mehr als von Januar bis September 2002.
194 Stellenangebote gingen im September zur Vermittlung ein, 62 davon aus neu bewilligten Maßnahmen des zweiten Arbeitsmarktes. Damit verblieb die Zahl der Beschäftigungen in geförderten Maßnahmen auf dem Vormonatsniveau und bedeutet gegenüber dem Vergleichsmonat 2002 sogar einen Anstieg um 43. Insgesamt mündeten 346 Arbeitslose in und außerhalb der Region in ein Arbeitsverhältnis in Unternehmen ein. 72 dieser Arbeitsaufnahmen wurden über finanzielle Förderinstrumente des Arbeitsamtes unterstützt. In Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen begannen 74 Arbeitslose und weitere 5 in Strukturanpassungsmaßnahmen. Im zweiten Arbeitsmarkt hatten am Monatsende 481 Personen eine Beschäftigung, 380 weniger als vor einem Jahr. Für 35 Arbeitsuchende begannen im September berufliche Weiterbildungsmaßnahmen, in denen insgesamt 278 Teilnehmer gefördert werden.
Im Bezirk der Geschäftsstelle Sondershausen suchten 5.037 Personen einen Arbeitsplatz, 122 weniger als Ende August. Die Arbeitslosenquote verringerte sich gegenüber August um einen halben Prozentpunkt auf 20,9 Prozent. Vor einem Jahr lag die Quote um 1,7 Prozentpunkte niedriger, damals gab es 365 Arbeitslose weniger. Während des Monats meldeten sich weniger Personen arbeitslos, gleichzeitig ist die Zahl der Abmeldungen gegenüber dem Vormonat leicht angestiegen. Insgesamt mussten sich 614 Personen arbeitslos melden und 736 konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden. Von den abgemeldeten Personen haben 382 eine Beschäftigung aufgenommen, 43 in Maßnahmen des zweiten Arbeitsmarktes. Die Arbeitsaufnahmen in Unternehmen wurden in 70 Fällen über Eingliederungszuschüsse unterstützt. Die Beschäftigtenzahl auf dem zweiten Arbeitsmarkt hat sich gegenüber August nicht verändert. Die 672 Arbeitnehmer in Arbeitsbeschaffungs- bzw. Strukturanpassungsmaßnahmen bedeuten gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang der Beschäftigtenzahl um 81. In beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen qualifizierten sich im September 424 Frauen und Männer.
Im Landkreis Eichsfeld registrierte das Arbeitsamt 8.375 Arbeitslose, 275 weniger als vor vier Wochen. Dadurch ist die Arbeitslosenquote von 14,8 Prozent Ende August auf 14,3 Prozent Ende September zurück gegangen. Diese Quote ist um mehr als 5 Prozentpunkte niedriger als im Landkreis Nordhausen und sogar um 8,7 Prozentpunkte niedriger als im Kyffhäuserkreis. Insgesamt ist die Entwicklung im Berichtsmonat aber nicht so günstig verlaufen wie im Vorjahresmonat. Dadurch wird ein größerer Abstand zur Vorjahresfrist ausgewiesen als noch einen Monat vorher. Ende September 2002 waren 596 Eichsfelder weniger von Arbeitslosigkeit betroffen.
In der Geschäftsstelle Heiligenstadt meldeten sich rund 400 Personen arbeitslos, so viele wie im August und 30 weniger als im Vorjahresmonat. Ihre Arbeitslosigkeit konnten 495 Frauen und Männer beenden, nur 39 weniger als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenzahl konnte dadurch leicht um 97 auf 2.840 am Monatsende abgebaut werden. Auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen ergibt sich für die Region eine Arbeitslosenquote in Höhe von 13 Prozent. Vor einem Jahr wurden hier sogar nur 11,8 Prozent ausgewiesen, damals waren 280 Personen weniger arbeitslos. Im Monat fanden 196 Arbeitslose einen neuen Job, 35 im zweiten Arbeitsmarkt. Insgesamt konnten die Vermittlungsfachkräfte 92 Arbeitsangebote neu gewinnen, von denen 33 aus geförderten Maßnahmen resultierten. Auf dem zweiten Arbeitsmarkt gingen insgesamt 290 Beschäftigte einer Arbeit nach, 100 weniger als vor einem Jahr. In Bildungsmaßnahmen begannen 32 Frauen und Männer, insgesamt wurden hier 255 Teilnehmer gefördert.
Im Geschäftsstellenbezirk Leinefelde verlief die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt wie im Vormonat. 758 Personen mussten sich arbeitslos melden, fast 100 mehr als im Vorjahresmonat. Dagegen haben 936 Frauen und Männer die Arbeitslosigkeit beendet, so dass Ende September 5.535 Arbeitslose, fast 180 weniger als im August, registriert waren. Die Arbeitslosenquote auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen verringerte sich um 0,4 Prozentpunkte auf 15,1 Prozent. Vor einem Jahr lag die Quote noch bei 14,1 Prozent.
Dem Arbeitsamt Leinefelde wurden insgesamt 226 Stellen angeboten, 185 davon aus dem ersten Arbeitsmarkt. 437 Arbeitslose nahmen eine Beschäftigung in der Wirtschaft auf und weitere 30 in neu bewilligten Maßnahmen des zweiten Arbeitsmarktes. Die Zahl der geförderten Arbeitnehmer in Beschäftigung schaffenden Maßnahmen betrug am Monatsende 319 und ist damit auf dem Vormonatsniveau verblieben, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum aber um fast 200 niedriger.
