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Bürger fragen

Mittwoch, 08. Februar 2012, 18:01 Uhr
Auch die Bürgerfragestunde der heutigen Sitzung des Stadtrates wurde von den Frauen und Männern genutzt, um Aufklärung zu verlangen über die Kindertagesstätten in dieser Stadt...


Dirk Förster, der Elternsprecher der Spielkiste in Nordhausen-Ost, wollte wissen, warum es denn eigentlich Mehrkosten für die Betreibung gebe? Ein Mann aus Urbach, dessen Kinder im Leimbacher Kindergarten betreut werden, wollte wissen, welche Folgen es für die freien Träger habe, wenn sie der Empfehlung der Stadtverwaltung nicht folgen wollen.

Lutz Kaufmann, der Stadtelternsprecher der Kitas, wollte wissen, warum es keine Anpassung der Gebühren der Petersdorfer Einrichtung an die der freien Träger gegeben habe? Dann wollten Bürger wissen, wohin die Mehreinnahmen hinfließen, ob das zusätzliche Geld auch der Betreuung der Kinder zugute kommen würde.

Laut Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) ist das mit den Gebühren natürlich eine Empfehlung, allerdings soll es keinen Wettbewerb zwischen den Kitas über die Höhe der Gebühren geben.

Dann war der Bürgermeister dran: Seit 2006 gebe es die gleichen Gebühren. Damals seien rund sechs Millionen Euro ausgegeben worden, aktuell seien es rund neun Millionen Euro. Der Zuschuss der Stadt beläuft sich auf rund 4,6 Millionen Euro. Die Eltern werden mit 18 Prozent zur Kasse gebeten, ein Drittel der Gesamtkosten steuert das Land Thüringen bei. Und im übrigen seien alle Details mit den freien Trägern besprochen worden. Wenn es da Kommunikationsprobleme zwischen Trägern und Eltern gegeben habe, dann sei das deren Problem. Im Klartext: Es wird bis zum 30. Juni weiter diskutiert, dafür gab es Beifall aus der Runde der Eltern.

Und Anfang März wird es auf dem Petersberg ein Stadtgespräch geben und die nnz-Redaktion hofft auf einige Kommentare.

Und wieder war ein Vertreter des „Felix“ aus der Nordhäuser Altstadt in der Bütt. Der warnte erneut vor den bösen Pollern, die vielleicht irgendwann einmal aufgestellt werden sollen. Er zweifelte die Sinnhaftigkeit des gesamten Pollersystems an und drohte mit sechs Vollzeitbeschäftigten und einem 20prozentigen Umsatzrückgang. An die Nachtruhe der Menschen, die noch in der Altstadt wohnen und nicht jeden Tag im „Felix“ gastieren, dachte der Herr Dietrich vermutlich nicht.
Autor: nnz

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