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Wohlfühlen und Geld sparen

Mittwoch, 08. Februar 2012, 07:55 Uhr
Wenn über Wärmedämmung gesprochen wird, steht meist die Energiekostenersparnis im Vordergrund. Dies ist ein wichtiger Aspekt, verstellt aber den Blick auf andere wesentliche Aspekte, sagt Ramona Ballod von der Verbraucherzentrale Thüringen. Einer hiervon ist die Behaglichkeit...


Ein entscheidendes Kriterium für die Behaglichkeit ist die empfundene Temperatur. Diese ergibt sich als Mittelwert aus umgebenden Oberflächen und Lufttemperatur. Von den meisten Menschen werden ca. 21 °C als behaglich empfunden. Zur Zeit ist es draußen recht kalt. Wie verhält sich da ein unsanierter Altbau im Vergleich zu einem gedämmten? Um in einem unsanierten Altbau eine empfundene Temperatur von 21 °C zu erreichen, muss die Luft auf ca. 25 °C aufgeheizt werden, um die ca. 17 °C kalten Außenwände auszugleichen.

Theoretisch hat man damit die Wohlfühltemperatur erreicht. Aber die Temperaturunterschiede sind so groß, dass sich der Lagerfeuereffekt einstellt, erläutert die Energieexpertin der Verbraucherzentrale: vorne warm, hinten kalt. Man empfindet Zug. In einem gut gedämmten Altbau ist das völlig anders: Hier braucht die Luft nur auf knapp über 21 °C aufgeheizt werden und die Außenwände erreichen eine Oberflächentemperatur von knapp unter 21 °C. Die Temperaturen liegen sehr nah beisammen, man fühlt sich wohl.

Und natürlich werden auch Energiekosten gespart. Einmal gibt es weniger Wärmeverluste infolge der Dämmung und zum anderen reicht eine niedrigere Raumtemperatur infolge der höheren Wand-Oberflächentemperatur.

Was man alles tun kann, um sich in seinen vier Wänden wohl zu fühlen, erfährt man von den Architekten und Ingenieure der Energieberatung der Verbraucherzentrale Thüringen. Beratung und Termine für ein persönliches Gespräch gibt es unter 018 – 809 802 400 (0,14 €/Min. aus dem deutschen Festnetz, abweichende Preise für Mobilfunkteilnehmer). Eine Terminvereinbarung ist auch möglich unter 0361 55514-0.
Autor: nnz

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