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nnz-Betrachtung: Vorspiel zum Roulette

Montag, 06. Februar 2012, 19:20 Uhr
Bis zur Klärung der Nachfolge-Regelung wird Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) das Nordhäuser Bau- und Wirtschaftsdezernat führen. Inge Klaan, die derzeitige Dezernentin, wird zum 1. März als Staatssekretärin in das Thüringer Bauministerium wechseln. Doch bereits jetzt beginnt das Geschacher hinter den Kulissen...

In den kommenden Tagen wird Frau Rinke mit Frau Klaan die Amtsübergabe regeln. Insbesondere mit Blick auf so bedeutende laufende Projekte wie die Entwicklung des Industriegebiets Goldene Aue sei Kontinuität wichtig.

Parallel dazu wird Frau Rinke Gespräche mir den Fraktionen des Stadtrats aufnehmen über die Wiederbesetzung der Dezernentenstelle entsprechend den Regelungen der Thüringer Kommunalordnung. Aus Sicht von Barbara Rinke wäre eine zügige Wiederbesetzung der Stelle wichtig.

Warum das so sein wird ist kein Geheimnis, denn mit dem Klaan-Wechsel nach Erfurt sind alle Personalkarten im Nordhäuser Rathaus neu in der Mischung. Jetzt wird die LINKE verstärkt ihre Anwartschaft deutlich machen. Auch sie wollen endlich mal teilhaben an der Macht am Nordhäuser Markt 1. Natürlich kommt es darauf an, wer wem die glaubwürdigsten Versprechungen macht.

Ist es Matthias Jendricke, der den Linken anbieten wird, für die Besetzung des Postens der Beigeordneten ein "gutes Wort" in Verwaltung und seiner SPD-Fraktion einzulegen, wenn die ihn in der Stichwahl unterstützen? Oder hat Dr. Klaus Zeh (CDU) die besseren, nein, die glaubwürdigeren Argumente für das Mischen der Karten? Den Erfahrungen der zurückliegenden Monate seit der Kommunalwahl 2009 zufolge, könnten politische Beobachter zu der Meinung neigen, das Pendel schlage eher in Richtung Zeh und damit in Richtung des CDU-Kandidaten aus. Zu tief sind die Gräben zwischen LINKE und CDU auf der einen sowie SPD und Jendricke auf der anderen Seite.

Fakt ist, das Spiel um die Macht hat in Nordhausen eine weitere Komponente erhalten. Und Gott sei Dank kann der mündige Wahl-Bürger wenigstens bei einer Wahl selbst entscheiden.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnz

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