Unendliche Geschichte 2013 zu Ende?
Montag, 06. Februar 2012, 13:10 Uhr
Heute ist ein weiteres Kapitel der scheinbar unendlichen Geschichte um den Nordhäuser Pferdemarkt aufgeschlagen worden. Nach dem ersten Spatenstich vor einigen Jahren, wurde heute die Baugenehmigung an die Investoren übergeben...
Von links: Inge Klaan, Rüdiger Weitzel, Barbara Rinke, Dirk Gubuatz
nnz-Leser werden sich erinnern: Vor langer, langer Zeit wurde in den Räumen der Nordhäuser Kreissparkasse ein eigentümlicher Spatenstich vollzogen. Er sollte den Baubeginn der Arbeiten am Nordhäuser Pferdemarkt dokumentieren. Das ist Geschichte.
Nun gibt es seit einigen Monaten einen neuen Investor, die Immobilien Treuhand Gesellschaft (ITG), die natürlich alles größer, alles heller, alles freundlicher bauen will, als das bislang der Fall war. Und wieder wurde alles in attraktiven Bildern an den Projektionsflächen geworfen. nnz-Leser kennen das schon: Im Untergeschoss (Basement) ein Lebensmittler und ein Drogeriemarkt, im Erdgeschoss wird es die textilen Angebote (2.100 Quadratmeter) geben, hinzu kommt ein Sortimentskaufhaus (2.800 Quadratmeter/mehrere Branchen - außer Textil). Diese beiden Geschäfte werden über das Erdgeschoss und das erste Obergeschoss reichen. Dort sollen dann auch die Freunde der Unterhaltungselektronik auf ihre Kosten kommen.
13 bis 14 kleinere Läden werden das Angebot der so genannten Ankermieter ergänzen. Hierzu liegen bereits erste Absichtserklärungen vor. Für die großen Mietflächen soll es laut Rüdiger Weitzel mehrere Interessenten geben, die dann im Rahmen eines Wettbewerbes vergeben werden können, man steht so zusagen Schlange, um in Nordhausen seine Angebote offerieren zu können. Mobile Kunden aus dem Nordhäuser Umland sollen vor dem Einkauf auf 370 Stellplätze treffen. Die Veraufsfläche wird sich auf rund 10.000 Quadratmeter belaufen, das sind etwa 3.000 Qudratmeter mehr als beim Ursprungsprojekt. Ein Viertel davon sind dem kleinteiligen Handel vorbehalten, das Gros sind die Giganten, die noch nicht verraten wurden, weil sie noch nicht unterschrieben haben. Jetzt, wo die Baugenehmigung für mehrere zehntausend Euro Gebühr in den Investorenhänden ist, soll alles ganz schnell gehen.
Im April soll mit dem Hochbau begonnen werden, als Eröffnungstermin steht der Oktober 2013 in den Terminkalendern der Investoren, damit das Weihnachtsgeschäft mitgenommen werden kann, ist sich Dirk Gubatz von der ITG sicher. Insgesamt kann das Investitionsvolumen seitens des Bauherren (ITG Düsseldorf) auf runde 30 Millionen Euro angegeben werden. Diese Summe muss – so ist das Usus – auf die Mieter umgelegt werden. Fachleute aus der Baubranche hegen hier allerdings erste Zweifel, ob das auch so umgesetzt werden kann.
Nun aber sind alle Beteiligten frohen Mutes. Das Ziel ist klar abgesteckt (wieder einmal), eine Fremdfinanzierung sei nicht nötig, so der ITG-Vertreter und die Unterschriften unter den Mietverträgen von sind nur noch eine Frage von Tagen oder Wochen.
Die nnz bleibt weiter skeptisch-kritisch, weil in den zurückliegenden zehn Jahren wirklich schon allzu viel geschehen ist - selbst rund um den Pferdemarkt.
Autor: nnzVon links: Inge Klaan, Rüdiger Weitzel, Barbara Rinke, Dirk Gubuatz
nnz-Leser werden sich erinnern: Vor langer, langer Zeit wurde in den Räumen der Nordhäuser Kreissparkasse ein eigentümlicher Spatenstich vollzogen. Er sollte den Baubeginn der Arbeiten am Nordhäuser Pferdemarkt dokumentieren. Das ist Geschichte.
Nun gibt es seit einigen Monaten einen neuen Investor, die Immobilien Treuhand Gesellschaft (ITG), die natürlich alles größer, alles heller, alles freundlicher bauen will, als das bislang der Fall war. Und wieder wurde alles in attraktiven Bildern an den Projektionsflächen geworfen. nnz-Leser kennen das schon: Im Untergeschoss (Basement) ein Lebensmittler und ein Drogeriemarkt, im Erdgeschoss wird es die textilen Angebote (2.100 Quadratmeter) geben, hinzu kommt ein Sortimentskaufhaus (2.800 Quadratmeter/mehrere Branchen - außer Textil). Diese beiden Geschäfte werden über das Erdgeschoss und das erste Obergeschoss reichen. Dort sollen dann auch die Freunde der Unterhaltungselektronik auf ihre Kosten kommen.
13 bis 14 kleinere Läden werden das Angebot der so genannten Ankermieter ergänzen. Hierzu liegen bereits erste Absichtserklärungen vor. Für die großen Mietflächen soll es laut Rüdiger Weitzel mehrere Interessenten geben, die dann im Rahmen eines Wettbewerbes vergeben werden können, man steht so zusagen Schlange, um in Nordhausen seine Angebote offerieren zu können. Mobile Kunden aus dem Nordhäuser Umland sollen vor dem Einkauf auf 370 Stellplätze treffen. Die Veraufsfläche wird sich auf rund 10.000 Quadratmeter belaufen, das sind etwa 3.000 Qudratmeter mehr als beim Ursprungsprojekt. Ein Viertel davon sind dem kleinteiligen Handel vorbehalten, das Gros sind die Giganten, die noch nicht verraten wurden, weil sie noch nicht unterschrieben haben. Jetzt, wo die Baugenehmigung für mehrere zehntausend Euro Gebühr in den Investorenhänden ist, soll alles ganz schnell gehen.
Im April soll mit dem Hochbau begonnen werden, als Eröffnungstermin steht der Oktober 2013 in den Terminkalendern der Investoren, damit das Weihnachtsgeschäft mitgenommen werden kann, ist sich Dirk Gubatz von der ITG sicher. Insgesamt kann das Investitionsvolumen seitens des Bauherren (ITG Düsseldorf) auf runde 30 Millionen Euro angegeben werden. Diese Summe muss – so ist das Usus – auf die Mieter umgelegt werden. Fachleute aus der Baubranche hegen hier allerdings erste Zweifel, ob das auch so umgesetzt werden kann.
Nun aber sind alle Beteiligten frohen Mutes. Das Ziel ist klar abgesteckt (wieder einmal), eine Fremdfinanzierung sei nicht nötig, so der ITG-Vertreter und die Unterschriften unter den Mietverträgen von sind nur noch eine Frage von Tagen oder Wochen.
Die nnz bleibt weiter skeptisch-kritisch, weil in den zurückliegenden zehn Jahren wirklich schon allzu viel geschehen ist - selbst rund um den Pferdemarkt.

