Millionen droht Blindheit
Mittwoch, 08. Oktober 2003, 06:33 Uhr
Nordhausen (nnz). Am Donnerstag beginnt bundesweit die Woche des Sehens. Nicht von ungefähr, wie nnz aufzeigt, denn die Zahl der Blinden wird in den nächsten Jahren dramatisch zunehmen.
Ohne Vorbeugung vor allem in Entwicklungsländern werden bis 2020 bis zu 75 Millionen Menschen ohne Augenlicht sein, sagte der Direktor der Christoffel-Blindenmission (CBM), Martin Georgi, am Montag in Berlin. Mit der Woche des Sehens wollen Verbände, Selbsthilfegruppen und Hilfswerke auf die Ursachen aufmerksam machen.
Derzeit gebe es 40 bis 50 Millionen Erblindete, 90 Prozent davon leben in Entwicklungsländern, so Georgi. Rund 80 Prozent aller Augenerkrankungen seien heilbar, darunter der Graue Star und die Flussblindheit. Als Hauptursache für die hohe Krankheitsrate gilt die schlechte medizinische Versorgung, insbesondere die unzureichende Verteilung verfügbarer Medikamente.
Notwendig seien die Stärkung der elementaren Gesundheitsversorgung sowie Vorbeugungsprogramme, sagte Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD). Der Bund unterstütze deshalb finanziell einen Teil der Initiatoren von Vision 2020 – das Recht auf Sehen, einer Kampagne internationaler Hilfsorganisationen. Das von der Weltgesundheitsorganisation und der CBM 1999 gegründete Netzwerk will mit der Verbesserung der augenmedizinischen Versorgung die Zahl der Blinden bis 2020 weltweit halbieren und die Hauptursachen von Blindheit beseitigen.
Die Entwicklungsministerin appellierte an die Pharmakonzerne, Medikamente zur Bekämpfung von Erblindungen kostengünstig zur Verfügung zu stellen. So könne etwa durch die Gabe von Vitamin A Blindheit bei Kindern verhindert werden. In der Woche des Sehens sind bundesweit rund 80 Veranstaltungen geplant, etwa doppelt so viele wie bei der ersten Aktionswoche im vergangenen Jahr.
Autor: nnzOhne Vorbeugung vor allem in Entwicklungsländern werden bis 2020 bis zu 75 Millionen Menschen ohne Augenlicht sein, sagte der Direktor der Christoffel-Blindenmission (CBM), Martin Georgi, am Montag in Berlin. Mit der Woche des Sehens wollen Verbände, Selbsthilfegruppen und Hilfswerke auf die Ursachen aufmerksam machen.
Derzeit gebe es 40 bis 50 Millionen Erblindete, 90 Prozent davon leben in Entwicklungsländern, so Georgi. Rund 80 Prozent aller Augenerkrankungen seien heilbar, darunter der Graue Star und die Flussblindheit. Als Hauptursache für die hohe Krankheitsrate gilt die schlechte medizinische Versorgung, insbesondere die unzureichende Verteilung verfügbarer Medikamente.
Notwendig seien die Stärkung der elementaren Gesundheitsversorgung sowie Vorbeugungsprogramme, sagte Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD). Der Bund unterstütze deshalb finanziell einen Teil der Initiatoren von Vision 2020 – das Recht auf Sehen, einer Kampagne internationaler Hilfsorganisationen. Das von der Weltgesundheitsorganisation und der CBM 1999 gegründete Netzwerk will mit der Verbesserung der augenmedizinischen Versorgung die Zahl der Blinden bis 2020 weltweit halbieren und die Hauptursachen von Blindheit beseitigen.
Die Entwicklungsministerin appellierte an die Pharmakonzerne, Medikamente zur Bekämpfung von Erblindungen kostengünstig zur Verfügung zu stellen. So könne etwa durch die Gabe von Vitamin A Blindheit bei Kindern verhindert werden. In der Woche des Sehens sind bundesweit rund 80 Veranstaltungen geplant, etwa doppelt so viele wie bei der ersten Aktionswoche im vergangenen Jahr.
