Grüne kämpfen auch für Musik
Donnerstag, 02. Februar 2012, 15:37 Uhr
Niemand Geringere als Bundestags-Vizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt unterstützte heute die beiden emsigen Kandidaten von Bündnis90/Die GRÜNEN. Ortstermin war am Mittag die Kreismusikschule.
John Dauert und Christian Darr sind als potentieller Landrat und eventuell kommender Oberbürgermeister fleißig unterwegs und machen sich in Stadt und Landkreis Nordhausen ihr eigenes Bild von diversen Einrichtungen, Institutionen und Betrieben. Und besonders Dauert als sehr kunstaffinem Menschen hat es sichtlich Spaß gemacht, sich von Musikschuldirektor Holger Niebhagen durch die moderne Ausbildungsstätte an der Cyriaci-Kapelle führen zu lassen.
Die Bundespolitikerin Göring-Eckardt, die selbst ihre eigenen Kinder in Kreismusikschulen geschickt hat, war besonders an der Frage interessiert, wie es gelingt, auch Kinder aus sozial benachteiligten Familien in die Bildung zu integrieren. Dem Bildungspaket der Bundesministerin von der Leyen misstraut sie jedenfalls gründlich.
Interessierte Zuhörer: Die Bündnisgrünen Göring-Eckardt, Dauert und Darr in der Cyriaci-Kapelle
Direktor Niebhagen erzählte vom "Instrumentenkarussell", einem Angebot, bei dem sich Kinder in verschiedenen Instrumenten bei verschiedenen Lehrern ausprobieren, ehe sie sich entscheiden. Es ging auch um soziale Staffelungen der monatlichen Beiträge der Eltern für ihre Sprösslinge und mit der 2. Beigeordneten des Landkreises Loni Grünwald verteidigte er die moderaten Erhöhungen im letzten Jahr. Endlich könne man die an der Musikschule tätigen Dozenten besser vergüten. Die drohten in letzter Zeit bereits abzuwandern, was der Qualität der Ausbildung enorm geschadet hätte. 10 Jugendliche nehmen derzeit an einer speziellen Studien vorbereitenden Ausbildung teil, von den 22 Teilnehmern am jüngsten Regionalwettbewerb "Jugend musiziert" erhielten sage und schreibe 21 den 1. Preis und 1 mal gab es den 2. Preis.
Der Direktor lacht, aber er bläst nicht ins Horn
Auch im Falle einer Gebietsreform in den Nordthüringer Landkreisen würden die Bündnisgrünen an der derzeitigen Struktur festhalten wollen, machten die beiden regionalen Kandidaten klar. Eine Zusammenlegung brächte weder Ersparnisse noch eine bessere Ausbildung und würde ganz im Gegenteil zu Unmut der Lernenden und ihrer Eltern führen.
Katrin Göring-Eckardts Fazit des heutigen Besuchs fiel auch dementsprechend positiv aus. Wir hätten es bei der Nordhäuser Musikschule mit einem Porsche zu tun, besonders engagiert, besonders erfolgreich. Viele Talente würden entdeckt und gefördert, was wiederum für die Region und ganz Thüringen gut wäre. Sie wünscht sich, dass solcherlei funktionierende Strukturen genutzt werden können, um wirklich für Kinder und Jugendliche aller sozialen Schichten ein Angebot zu schaffen.
Und dass Holger Niebhagen nicht doch noch ein kleines Hornkonzert für seine Gäste gab, war nach seinen interessanten und optimistischen Ausführungen nicht wirklich schlimm.
Autor: nnzJohn Dauert und Christian Darr sind als potentieller Landrat und eventuell kommender Oberbürgermeister fleißig unterwegs und machen sich in Stadt und Landkreis Nordhausen ihr eigenes Bild von diversen Einrichtungen, Institutionen und Betrieben. Und besonders Dauert als sehr kunstaffinem Menschen hat es sichtlich Spaß gemacht, sich von Musikschuldirektor Holger Niebhagen durch die moderne Ausbildungsstätte an der Cyriaci-Kapelle führen zu lassen.
Die Bundespolitikerin Göring-Eckardt, die selbst ihre eigenen Kinder in Kreismusikschulen geschickt hat, war besonders an der Frage interessiert, wie es gelingt, auch Kinder aus sozial benachteiligten Familien in die Bildung zu integrieren. Dem Bildungspaket der Bundesministerin von der Leyen misstraut sie jedenfalls gründlich.
Interessierte Zuhörer: Die Bündnisgrünen Göring-Eckardt, Dauert und Darr in der Cyriaci-Kapelle
Direktor Niebhagen erzählte vom "Instrumentenkarussell", einem Angebot, bei dem sich Kinder in verschiedenen Instrumenten bei verschiedenen Lehrern ausprobieren, ehe sie sich entscheiden. Es ging auch um soziale Staffelungen der monatlichen Beiträge der Eltern für ihre Sprösslinge und mit der 2. Beigeordneten des Landkreises Loni Grünwald verteidigte er die moderaten Erhöhungen im letzten Jahr. Endlich könne man die an der Musikschule tätigen Dozenten besser vergüten. Die drohten in letzter Zeit bereits abzuwandern, was der Qualität der Ausbildung enorm geschadet hätte. 10 Jugendliche nehmen derzeit an einer speziellen Studien vorbereitenden Ausbildung teil, von den 22 Teilnehmern am jüngsten Regionalwettbewerb "Jugend musiziert" erhielten sage und schreibe 21 den 1. Preis und 1 mal gab es den 2. Preis.
Der Direktor lacht, aber er bläst nicht ins Horn
Auch im Falle einer Gebietsreform in den Nordthüringer Landkreisen würden die Bündnisgrünen an der derzeitigen Struktur festhalten wollen, machten die beiden regionalen Kandidaten klar. Eine Zusammenlegung brächte weder Ersparnisse noch eine bessere Ausbildung und würde ganz im Gegenteil zu Unmut der Lernenden und ihrer Eltern führen.
Katrin Göring-Eckardts Fazit des heutigen Besuchs fiel auch dementsprechend positiv aus. Wir hätten es bei der Nordhäuser Musikschule mit einem Porsche zu tun, besonders engagiert, besonders erfolgreich. Viele Talente würden entdeckt und gefördert, was wiederum für die Region und ganz Thüringen gut wäre. Sie wünscht sich, dass solcherlei funktionierende Strukturen genutzt werden können, um wirklich für Kinder und Jugendliche aller sozialen Schichten ein Angebot zu schaffen.
Und dass Holger Niebhagen nicht doch noch ein kleines Hornkonzert für seine Gäste gab, war nach seinen interessanten und optimistischen Ausführungen nicht wirklich schlimm.


